Britische Regierung will hÀufiger lebenslange Haftstrafen
27.08.2023 - 02:25:37Wer einen besonders schweren Mord begeht, soll nach dem Willen der britischen Regierung öfter fĂŒr den Rest seines Lebens ins GefĂ€ngnis mĂŒssen. Die konservative Regierung beabsichtigt eine entsprechende GesetzesĂ€nderung, wie die Nachrichtenagentur PA in der Nacht meldete. Richter sollen demnach dazu verpflichtet werden, lebenslange Haftstrafen fĂŒr besonders schlimme Mörder zu verhĂ€ngen, auĂer in begrenzten Ausnahmen.
Die «whole-life order» ist die strengste Strafe im britischen Justizsystem - anders als in Deutschland kommen die Verurteilten dabei in der Regel nie wieder in Freiheit.
Mit der GesetzesÀnderung soll das nun etwa die Standardstrafe bei sexuell motivierten Morden werden. «Die Leute erwarten zurecht, dass in den schlimmsten FÀllen garantiert wird, dass lebenslang auch lebenslang bedeutet», sagte Premierminister Rishi Sunak.
Justizminister Alex Chalk zufolge soll die Höchststrafe fĂŒr Mörder gelten, wenn der Mord mit sexuellem oder sadistischem Verhalten einhergeht. «Diese wichtige GesetzesĂ€nderung wird sicherstellen, dass die Schlimmsten der Schlimmen nun damit rechnen können, den Rest ihres Lebens im GefĂ€ngnis zu verbringen.»
Erst kĂŒrzlich war eine ehemalige Krankenschwester in Manchester zur sogenannten whole-life order verurteilt worden, weil sie sieben Babys getötet und es bei sechs weiteren versucht hatte. Nach PA-Angaben verbĂŒĂen derzeit 70 StraftĂ€ter eine solche Strafe. Daneben gibt es - etwa bei Mord zwingend - lebenslange Haftstrafen, bei denen ein Gericht festlegt, nach wie vielen Jahren eine vorzeitige Entlassung frĂŒhestens möglich ist.


