US-Wissenschaftler, Hintergrund

Özdemir will um US-Wissenschaftler werben

06.04.2025 - 00:00:00

Vor dem Hintergrund des Drucks von US-PrĂ€sident Donald Trump auf US-UniversitĂ€ten hat der geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundesbildungs- und Forschungsminister Cem Özdemir (GrĂŒne) dafĂŒr plĂ€diert, um Wissenschaftler aus den USA zu werben.

"Wenn sich Forschende aus den USA - aber auch weltweit - fĂŒr eine TĂ€tigkeit in Deutschland interessieren, verstehen wir dies als Chance fĂŒr unseren exzellenten Forschungs- und Innovationsstandort, die wir nutzen wollen", sagte der GrĂŒnen-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Sonntagausgaben). "FĂŒr Forschende bietet das deutsche Hochschul- und Wissenschaftssystem vielfĂ€ltige Möglichkeiten." Es gebe eine große Bandbreite an Forschungsprogrammen, -stipendien und -preisen, etwa ĂŒber die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Alexander von Humboldt-Professur und die Max-Planck-Research-Schools fĂŒr Forschende in frĂŒhen Karrierephasen. Zwar könne die geschĂ€ftsfĂŒhrende Regierung keine Vorfestlegungen mehr treffen, sagte Özdemir.

"Ich fĂŒhre aber natĂŒrlich viele GesprĂ€che mit Stakeholdern und den Wissenschaftsorganisationen und stelle fest: Es gibt ein breites VerstĂ€ndnis, Deutschland und Europa jetzt zu stĂ€rken. Es braucht ein breit gefasstes Konzept und das am besten europĂ€isch." DarĂŒber habe er sich auch bereits mit Amtskollegen aus der EU ausgetauscht und der EU-Kommission signalisiert, "dass die EU bestehende Maßnahmen nutzen sollte", um talentierte Wissenschaftler aus LĂ€ndern, "die unter politischer und finanzieller Einflussnahme leiden", zu unterstĂŒtzen. "Die zukĂŒnftige Bundesregierung kann hier vorausschauend und mit Vernunft direkt anschließen", so der Minister.

@ dts-nachrichtenagentur.de