Putin schlÀgt Westen Duell mit Oreschnik-Rakete vor
19.12.2024 - 12:07:24 | dpa.de
Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat die Mittelstreckenrakete Oreschnik als neue Entwicklung bezeichnet, die von westlichen Flugabwehrsystemen nicht abgefangen werden könne. «Es gibt keine Chance, diese Raketen abzuschieĂen», sagte der Kremlchef bei seiner kombinierten Jahrespressekonferenz und BĂŒrgersprechstunde. Wenn der Westen an der LeistungsfĂ€higkeit der Rakete zweifle, könne er gern ein von allen verfĂŒgbaren Flugabwehrwaffen geschĂŒtztes Ziel in Kiew benennen, das von Oreschnik beschossen werden solle.
Putin sprach von einem «Experiment, einem hochtechnologischen Duell des 21. Jahrhunderts». Der Westen könne dort alle Flugabwehrwaffen und Raketenschirme stationieren, die er habe. Dann werde sich herausstellen, ob sie die Mittelstreckenrakete aufhalten könnten. Russland sei zu so einem Experiment bereit. Putin reagierte damit auf die Frage des russischen Armeesenders Swesda, der eine angebliche EinschÀtzung westlicher Experten dazu zitiert hatte, dass Oreschnik im Anfangsstadium leicht zu bekÀmpfen sei.
Angriff auf Dnipro mit Oreschnik-Rakete
Russland hatte im November erstmals eine solche prinzipiell atomar bestĂŒckbare Rakete auf die Ukraine abgefeuert. Damals war die Industriestadt Dnipro getroffen worden. Der Schaden war allerdings gering. Das Geschoss trug keine nuklearen Sprengköpfe.
Putin bekrĂ€ftigte, dass Russland im Notfall auch zum Einsatz von Atomwaffen bereit sei. Die neue Doktrin erlaube es, auch einen Angriff nichtnuklearer LĂ€nder, die von AtommĂ€chten unterstĂŒtzt wĂŒrden, mit einem Atomschlag zu beantworten, wenn die SouverĂ€nitĂ€t Russlands bedroht sei. Die nuklearen Sicherheitsgarantien betrĂ€fen auch das benachbarte Belarus.
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