Wolodymyr Selenskyj, Mark Rutte

Ukrainischer PrÀsident Selenskyj zu Besuch in Niederlanden

20.08.2023 - 13:01:42

WĂ€hrend der Krieg in der Ukraine weiter geht, bemĂŒht sich der ukrainische PrĂ€sident weiter um die UnterstĂŒtzung des Westens. Doch in den Niederlanden soll es nicht ausschließlich um Waffen gehen.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ist nach einem Besuch in Schweden nun in den Niederlanden zu vorab nicht offiziell angekĂŒndigten GesprĂ€chen mit Regierungschef Mark Rutte eingetroffen. Hauptziel der Reise sei die Lieferung von F-16-Kampfjets «zum Schutz unserer Menschen vor dem russischen Terror», teilte Selenskyj am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram mit. «Wir werden stĂ€rker», meinte er.

Bei den GesprĂ€chen gehe es auch darum, einen Friedensgipfel vorzubereiten und den Terrorstaat vor Gericht zu bringen, sagte Selenskyj, der in Begleitung seiner Frau reiste. Die Strafgerichtshof in Den Haag hatte gegen Kremlchef Wladimir Putin, der den Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 angeordnet hatte, Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen erlassen.

Am Samstag hatte Selenskyj in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit Regierungschef Ulf Kristersson eine weitere militĂ€rische Zusammenarbeit vereinbart. Er kĂŒndigte an, am Sonntag «GesprĂ€che mit anderen LĂ€ndern zu fĂŒhren, die uns unterstĂŒtzen, damit sie uns die notwendige AusrĂŒstung liefern, um diesen Krieg zu gewinnen». Neben den Niederlanden hatte auch DĂ€nemark die Bereitschaft zur Lieferung des aus den USA stammenden Kampfjets F-16 hatten erklĂ€rt.

Die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen hatte zuvor angekĂŒndigt, an diesem Sonntag um 15.00 Uhr zusammen mit Verteidigungsminister Jakob Ellemann-Jensen und Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen den LuftwaffenstĂŒtzpunkt Skrydstrup besuchen zu wollen. Dort sind die dĂ€nischen F-16 stationiert. Innerhalb der Nato hatte sich im Sommer eine von den beiden LĂ€ndern gefĂŒhrte Koalition gebildet, um ukrainische Piloten fĂŒr die Nutzung der F-16 auszubilden. Auch Belgien und Norwegen gelten als mögliche Lieferanten der US-Jets.

@ dpa.de