Orban, Trump

Orban lobt Trump als «PrÀsident des Friedens»

09.03.2024 - 11:02:33

WĂ€re Donald Trump aktuell US-PrĂ€sident, wĂŒrde es die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten nicht geben, meint Ungarns Regierungschef Orban. Er pries Trump als «PrĂ€sidenten des Friedens».

Ungarns MinisterprĂ€sident Viktor Orban hat erneut den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump gelobt und als «PrĂ€sidenten des Friedens» gepriesen. Nach einem Treffen mit Trump in dessen Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach erklĂ€rte Orban in der Nacht zum Samstag in einer Videobotschaft bei Facebook: «Wir Ungarn haben nur eines zu tun, nĂ€mlich ehrlich zuzugeben: Die Welt wĂ€re besser und fĂŒr Ungarn wĂ€re es besser, wenn Herr PrĂ€sident Donald Trump (an die Macht) zurĂŒckkehren wĂŒrde.»

WĂ€hrend Trumps Amtszeit habe im Nahen Osten und in der Ukraine Frieden geherrscht, und diese Kriege wĂŒrde es heute nicht geben, wenn Trump US-PrĂ€sident wĂ€re, sagte Orban weiter. Trump habe «in der Welt Respekt geboten und damit die Voraussetzungen fĂŒr den Frieden geschaffen». Von einer Wiederkehr Trumps ins Weiße Haus verspreche er sich zudem ein Aufleben der bilateralen Handelsbeziehungen.

Treffen mit dem ultrarechten Publizisten Steve Bannon

Orbans Worte in dem Facebook-Beitrag waren von Videobildern ohne Ton von seinem Treffen mit Trump in dessen Anwesen Mar-a-Lago begleitet. Nach dem GesprĂ€ch wollte die beiden gemeinsam zu Abend essen und danach ein Konzert hören, erklĂ€rte Orbans Sprecher Bertalan Havasi nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. Mit dabei war auch Ungarns Außenminister Peter Szijjarto. Vor dem Treffen mit Trump hatte Orban auch einen Auftritt bei der konservativen Heritage Foundation in Washington und eine Begegnung mit Trumps frĂŒherem Berater, dem ultrarechten Publizisten Steve Bannon.

Trump und Orban halten regelmĂ€ĂŸig öffentliche Lobreden ĂŒbereinander. Orban war der einzige Regierungschef eines EU-Landes, der sich bereits vor Trumps Wahl zum PrĂ€sidenten 2016 offen zur UnterstĂŒtzung des Republikaners bekannte. Die beiden Rechtspopulisten haben politisch viel gemeinsam. Trumps ehemaliger Chefberater Steve Bannon bezeichnete den Ungarn einmal als «Trump vor Trump». Orban regiert in Ungarn schon seit 2010. Trump wiederum hat ein Faible fĂŒr Autokraten. Daraus hat er nie einen Hehl gemacht.

Orban pflegt gute Beziehungen zu Putin

Orban pflegt auch gute Beziehungen zu Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin. Die Sanktionen des Westens gegen Moskau wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine trĂ€gt er nur halbherzig mit. SanktionsbeschlĂŒsse der EU verwĂ€ssert er hĂ€ufig mit Veto-Drohungen.

Trump steckt mitten im PrĂ€sidentschaftswahlkampf und will im November Amtsinhaber Joe Biden herausfordern. Der Demokrat kritisierte das Treffen Trumps mit Orban. Bei einem Wahlkampfauftritt am Freitagabend (Ortszeit) im Bundesstaat Pennsylvania griff Biden seinen voraussichtlichen Kontrahenten bei der Wahl erneut scharf an und spottete darĂŒber, dass Trump ausgerechnet jenen Regierungschef aus Europa treffe, «der ganz offen erklĂ€rt hat, dass er nicht glaubt, dass Demokratie funktioniert».

@ dpa.de