Trump bestÀtigt US-Angriff auf Hafengebiet in Venezuela
30.12.2025 - 15:26:44Im eskalierenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela haben die USA nach Angaben von PrĂ€sident Donald Trump einen angeblichen «Drogenumschlagplatz» in dem sĂŒdamerikanischen Land angegriffen. «Es gab eine groĂe Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden», sagte er vor einem Treffen mit dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida am Montag. Die venezolanische FĂŒhrung Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht zu dem Vorfall.
Am Freitag hatte Trump in einem spontanen Interview des Radiosenders 77 WABC einen solchen Schlag angedeutet. «Ich weiĂ nicht, ob Sie es gelesen oder gesehen haben, sie haben eine groĂe Anlage oder eine groĂe Einrichtung, von der aus die Schiffe kommen», sagte Trump. Er ergĂ€nzte: «Vor zwei NĂ€chten haben wir die ausgeschaltet. Wir haben sie also sehr hart getroffen.» Weitere Details, etwa ob und wenn ja, wie viele Menschen bei dem Angriff getötet wurden, nannte Trump nicht. Auch Einzelheiten zur Art des Schlags fehlen.
Die «New York Times» berichtete, der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe mit einer Drohne eine Kaianlage angegriffen, an der die venezolanische Bande Tren de Aragua Drogen versteckt und möglicherweise auf Boote verlÀdt. Zum Zeitpunkt der Attacke hÀtten sich keine Menschen im Zielgebiet befunden, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit befassten Personen.
Brand bei venezolanischem Chemiekonzern
Das venezolanische Chemieunternehmen Primazol teilte mit, dass sich an Weihnachten ein Brand in einer Lagerhalle in der Hafenstadt Maracaibo ereignet habe. «Wir weisen Berichte, die im Internet zirkulieren, entschieden zurĂŒck», hieĂ es in einer Stellungnahme. Ob sich die Firma damit auf Berichte ĂŒber einen US-MilitĂ€rschlag bezog, war zunĂ€chst unklar. In einer weiteren Mitteilung teilte das Unternehmen mit, der Brand sei von einem Kurzschluss ausgelöst worden.Â
Die USA haben in den vergangenen Monaten Dutzende Boote in der Karibik und im Pazifik angegriffen, die angeblich Drogen schmuggelten. Erst am Montag versenkten die US-StreitkrĂ€fte wieder ein mutmaĂlich mit Rauschgift beladenes Boot im östlichen Pazifik. Zwei MĂ€nner kamen dabei ums Leben.Â
Ăber 100 Tote bei Angriffen auf mutmaĂliche Drogenboote
Bei bislang rund 30 Attacken seit Anfang Dezember wurden offiziellen Angaben zufolge ĂŒber 100 Menschen getötet. Es gibt Bedenken, ob die tödlichen Angriffe auf mutmaĂliche Drogenschmuggler in internationalen GewĂ€ssern völkerrechtlich zulĂ€ssig sind.Â
Die Vereinigten Staaten verlegten zudem zahlreiche Soldaten, Kriegsschiffe, einen FlugzeugtrĂ€ger mit Kampfflugzeugen und einen Langstreckenbomber in die Region nahe Venezuela. Das Vorgehen begrĂŒndet die US-Regierung mit dem Kampf gegen Drogenkartelle. Nach EinschĂ€tzung von Experten ist die Streitmacht fĂŒr einen Einsatz gegen Drogenschmuggler aber eigentlich ĂŒberdimensioniert.Â
US-MilitĂ€r bringt Ăltanker auf
Im Oktober hatte Trump bereits öffentlich bestĂ€tigt, dass er auch verdeckte EinsĂ€tze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe. In den vergangenen Wochen hatten die USA zudem mehrere Ăltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Damit nimmt Washington die fĂŒr Venezuela wichtigen Einnahmen aus dem Ălexport ins Visier.
Venezuelas autoritĂ€rer PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro wirft dem WeiĂen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Trump erklĂ€rte zuletzt, Maduros Tage an der Staatsspitze seien gezĂ€hlt. Seine Heimatschutzministerin Kristi Noem sagte im Sender Fox News ĂŒber den venezolanischen PrĂ€sidenten: «Er muss weg.»







