Israel, Hilfsdeal

EU: Israel setzt Hilfsdeal fĂŒr Gaza bislang nur teilweise um

15.07.2025 - 13:28:21 | dpa.de

Wegen der humanitĂ€ren Situation im Gazastreifen wurden die Rufe nach EU-Sanktionen gegen Israel zuletzt immer lauter. Ein Deal fĂŒr mehr Hilfen sollte die Lage entspannen. Doch wird er eingehalten?

  • Aus Sicht der EU gelangen noch immer viel zu wenige Hilfslieferungen in den Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
    Aus Sicht der EU gelangen noch immer viel zu wenige Hilfslieferungen in den Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
  • Die zustĂ€ndige EU-Kommissarin hĂ€lt es fĂŒr gut, Israel Reaktionsmöglichkeiten der EU aufzuzeigen. (Archivbild) - Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
    Die zustĂ€ndige EU-Kommissarin hĂ€lt es fĂŒr gut, Israel Reaktionsmöglichkeiten der EU aufzuzeigen. (Archivbild) - Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
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Israel hĂ€lt sich nach EinschĂ€tzung der EU bislang nur teilweise an die Absprache, die notleidende Zivilbevölkerung im Gazastreifen besser zu versorgen. Es gebe einige Fortschritte und positive Entwicklungen, aber es stehe fest, dass die Vereinbarung aus der vergangenen Woche bei weitem nicht vollstĂ€ndig umgesetzt sei, sagte die zustĂ€ndige EU-Kommissarin Hadja Lahbib bei einem EU-Außenministertreffen in BrĂŒssel. So könnten beispielsweise noch immer nicht genug Lastwagen mit Hilfslieferungen in den Gazastreifen fahren.

Lahbib kritisierte anhaltende israelische Luftangriffe, die dafĂŒr sorgten, dass Hilfsorganisationen nicht tĂ€tig werden könnten. Am Wochenende seien mehr als 100 Menschen gestorben - hauptsĂ€chlich Kinder und Frauen - wĂ€hrend sie auf die Verteilung von Nahrung und Wasser gewartet hĂ€tten.

Die Belgierin sprach sich dafĂŒr aus, im Fall des Scheiterns der neuen Hilfsvereinbarungen auch Sanktionen gegen Israel in ErwĂ€gung zu ziehen. «Es ist wichtig, den Druck aufrechtzuerhalten», sagte sie.

Ein von der EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas jĂŒngst an die Mitgliedstaaten ĂŒbermittelten Optionspapier zeigt, dass es eine Reihe an Maßnahmen gibt, mit denen die israelische Regierung theoretisch unter Druck gesetzt werden könnte. Sie umfassen etwa das Aussetzen von Handelsvorteilen, ein Waffenembargo und die Blockade von Israels Zugang zum EU-Forschungsförderungsprogramm Horizon. Zudem könnten Einreisebestimmungen fĂŒr israelische StaatsbĂŒrger verschĂ€rft und Sanktionen gegen Politiker verhĂ€ngt werden, die eine Verantwortung fĂŒr die katastrophale humanitĂ€re Situation im Gazastreifen tragen.

Kallas: Wir mĂŒssen noch mehr sehen

Die Vereinbarung fĂŒr eine bessere Versorgung der notleidenden Zivilbevölkerung im abgeriegelten Gazastreifen sieht nach EU-Angaben unter anderem eine deutliche Erhöhung der Zahl der tĂ€glichen Lebensmittellieferungen und anderer HilfsgĂŒter per Lastwagen vor. Es sollen mehr GrenzĂŒbergĂ€nge zu dem KĂŒstengebiet öffnen und die jordanischen und Ă€gyptischen Hilfsrouten wieder genutzt werden können.

Kallas sagte bei dem Außenministertreffen, man sehe neben mehr Lastwagen auch einige positive Anzeichen, was die Öffnung der GrenzĂŒbergĂ€nge und den Wiederaufbau von Stromleitungen und der Wasserversorgung betreffe. Um von einer echten Verbesserung fĂŒr die Menschen sprechen zu können, mĂŒsse man aber noch mehr sehen. Die humanitĂ€re Situation im Gazastreifen sei weiter katastrophal.

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