Beauftragte, US-Eingriff

Beauftragte warnt vor US-Eingriff in deutsche Gleichstellungspolitik

04.04.2025 - 19:12:53 | dts-nachrichtenagentur.de

Wegen der von der US-Botschaft in Berlin geforderten Distanzierung von DiversitĂ€t hat die unabhĂ€ngige Bundesbeauftragte fĂŒr Antidiskriminierung, Ferda Ataman, die US-Regierung scharf kritisiert.

Ferda Ataman (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Ferda Ataman (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"In Deutschland gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz - ebenso wie gesetzliche Regelungen zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und zur Förderung von Frauen in FĂŒhrungspositionen", sagte Ataman der "taz". Sollte die US-Regierung von deutschen Unternehmen verlangen, sich darĂŒber hinwegzusetzen, "wĂ€re das eine Aufforderung zum Rechtsbruch". Auch von der Bundesregierung fordert Ataman ein klares Signal. "Jeder Versuch einer politischen Einflussnahme auf die deutsche oder europĂ€ische Antidiskriminierungspolitik durch Drittstaaten muss entschieden zurĂŒckgewiesen werden", sagte sie. Deutsche Unternehmen wĂŒssten um den Wert eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds und den Erfolgsfaktor Vielfalt.

"Sie brauchen keine ideologisch geprÀgten Vorhaltungen", so die Antidiskriminierungsbeauftragte. In einem aktuellen Schreiben fordert die US-Botschaft von Vertragspartnern und EmpfÀngern von Fördermitteln unter anderem, sich von Programmen zur Förderung von DiversitÀt, Gleichstellung und Inklusion zu distanzieren.

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