Secret Service, Weißes Haus

Weiße-Haus-Nähe: Secret Service nimmt Mann mit drei Waffen fest

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 01:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Secret Service stoppte den Mann südlich des Amtssitzes, nachdem Sicherheitskräfte sein Verhalten im Auto als verdächtig eingestuft hatten. Gegen den Venezolaner laufen nun Ermittlungen wegen mehrerer Waffendelikte.

Ermittlungen nach Festnahme in Washington

  • Der Secret Service nahm den Mann am Donnerstagabend auf der Constitution Avenue südlich des Weißen Hauses fest.
  • Im als gestohlen gemeldeten Auto lagen drei Waffen, darunter ein halbautomatisches Gewehr.
  • Die Behörden werfen ihm unter anderem illegalen Waffentransport und unerlaubten Waffenbesitz vor.
Der Mann mit Waffen im Auto wurde auf der Constitution Avenue südlich des Weißen Hauses festgenommen. (Archivbild) - Bild: Andrej Sokolow/dpa

Festnahme mit drei Waffen nahe dem Weißen Haus

Der Secret Service hat nahe dem Weißen Haus einen Mann festgenommen, der drei Waffen in einem als gestohlen gemeldeten Auto mitführte. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums sagte der aus Venezuela stammende Mann, Stimmen in seinem Kopf hätten ihm befohlen, nach Washington zu kommen und Präsident Donald Trump zu töten.

Festnahme auf der Constitution Avenue

Der Mann wurde am Donnerstagabend auf der Constitution Avenue südlich des Weißen Hauses festgenommen. Sein Verhalten im Auto war den Sicherheitskräften verdächtig vorgekommen.

Unter den Waffen befand sich ein halbautomatisches Gewehr. Dem Mann werden unter anderem illegaler Transport von Waffen sowie unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Secret Service schützt Präsidenten

Der Secret Service ist für den Schutz des Präsidenten und weiterer führender US-Politiker zuständig. Das Weiße Haus wird schwer bewacht und ist derzeit mit einem höheren Zaun weiträumiger als früher gesichert.

Der Vorfall ereignete sich in einem besonders sensiblen Sicherheitsbereich der US-Hauptstadt. Das Weiße Haus liegt im Zentrum eines dauerhaft gesicherten Regierungsviertels; der Secret Service schützt dort den Präsidenten, das Gebäude und die unmittelbare Umgebung.

Für die Bewertung des Vorgangs sind mehrere Ebenen zu trennen: Die Festnahme und die Waffenfunde bilden den strafrechtlichen Kern. Die Äußerung des Mannes über Stimmen in seinem Kopf verweist darüber hinaus auf einen möglichen psychischen Ausnahmezustand, ersetzt aber keine gerichtliche Prüfung und ist nicht gleichbedeutend mit einer abschließenden Feststellung über ein Tatmotiv.

Sicherheitslage und strafrechtliche Folgen

Der Besitz und Transport von Schusswaffen können nach US-Recht auf Bundes- und Bundesstaatsebene unterschiedliche Vorwürfe auslösen. Zusätzlich dürfte die Herkunft des Fahrzeugs für die Ermittlungen eine Rolle spielen. Entscheidend wird sein, ob die Behörden einen konkreten Tatplan, weitere Beteiligte oder Hinweise auf eine unmittelbare Gefährdung des Präsidenten feststellen.

Für die Öffentlichkeit bedeutet der Fall vor allem, dass Sicherheitskräfte bereits bei verdächtigem Verhalten in der Nähe des Amtssitzes eingreifen. Der Vorfall löst damit nicht automatisch eine neue Bedrohungsbewertung für das Weiße Haus aus, zeigt aber die hohe Bedeutung von Kontrollen und Zugangssicherung rund um den Präsidentensitz.

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