Pakistanischer OppositionsfĂŒhrer Khan verurteilt
05.08.2023 - 10:27:14 | dpa.dePakistans OppositionsfĂŒhrer Imran Khan ist seiner Partei zufolge in einem Korruptionsprozess schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Islamabad verurteilte den Ex-Premier zu drei Jahren GefĂ€ngnis, wie ein Parteisprecher der Deutschen Presse-Agentur bestĂ€tigte.
Der 70 Jahre alte Ex-Kricketstar ist mit dem Urteil fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre von politischen Ămtern gesperrt. Gegen das Urteil kann Khan, der die VorwĂŒrfe stets bestritten hatte, Berufung einlegen.
Unmittelbar nach seiner Verurteilung ist Khan verhaftet worden. Polizisten nahmen ihn in seinem Haus in der Stadt Lahore fest, wie Khans Partei PTI erklĂ€rte. Pakistanische Fernsehsender berichteten ĂŒber die Festnahme und zeigten Bilder von Polizei-Kolonnen.
In dem konkreten Fall wurde dem OppositionsfĂŒhrer Diebstahl von Staatsgeschenken zur Last gelegt, die er in seiner Zeit als Premierminister (2018 bis 2022) erhalten hatte. Ihm wird vorgeworfen, Einnahmen fĂŒr den Verkauf der Geschenke verborgen zu haben. Es handelte es sich dabei unter anderem um Diamanten, seltene Uhren oder eine vergoldete AK-47 - Geschenke aus den Golfstaaten.
Machtkampf in Pakistan
In der Atommacht Pakistan tobt seit mehr als einem Jahr ein Machtkampf zwischen den Familiendynastien, die an der Regierung sind, sowie dem geschassten Ex-Premier. Khan wurde im April 2022 durch ein Misstrauensvotum gestĂŒrzt und musste sich seitdem gegen zahlreiche Anklagen wehren. Beobachter sehen politische GrĂŒnde dafĂŒr. Khan hoffte bis zuletzt auf ein politisches Comeback.
Der Ex-Premier war im Mai kurzzeitig verhaftet worden. Seine AnhĂ€nger stĂŒrmten daraufhin MilitĂ€reinrichtungen. Seitdem kritisiert der 70-JĂ€hrige in zahlreichen Interviews offen das mĂ€chtige MilitĂ€r.
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