Grönland, DÀnemark

Trump legt nach: DĂ€nemark weist Anspruch auf Grönland zurĂŒck

05.01.2026 - 03:10:48

Wird ĂŒber Grönland bald die amerikanische Flagge wehen? US-PrĂ€sident Trump gibt sich unbeirrt - und verspottet DĂ€nemark. Die nördlichen Nato-Partner wehren sich.

  • DĂ€nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat die USA aufgefordert, mit Drohungen ĂŒber eine Annexion Grönlands aufzuhören. (Archivfoto) - Foto: Emil Nicolai Helms/Ritzau Scanpix Foto/dpa

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  • Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hat von den USA Respekt vor der territorialen IntegritĂ€t seiner zu DĂ€nemark gehörenden Heimat gefordert. (Archivfoto) - Foto: Pascal Bastien/AP/dpa

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DĂ€nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat die USA aufgefordert, mit Drohungen ĂŒber eine Annexion Grönlands aufzuhören. (Archivfoto) - Foto: Emil Nicolai Helms/Ritzau Scanpix Foto/dpaGrönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hat von den USA Respekt vor der territorialen IntegritĂ€t seiner zu DĂ€nemark gehörenden Heimat gefordert. (Archivfoto) - Foto: Pascal Bastien/AP/dpa

DĂ€nemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben einen erneut von US-PrĂ€sident Donald Trump geĂ€ußerten Gebietsanspruch auf Grönland deutlich zurĂŒckgewiesen. DĂ€nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen erklĂ€rte, die Vereinigten Staaten hĂ€tten Â«ĂŒberhaupt kein Recht» einen Teil der dĂ€nischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Sie rief die USA dazu auf, «mit den Drohungen aufzuhören gegen einen historisch engen VerbĂŒndeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht».

Trump ließ sich davon nicht beirren. WĂ€hrend eines Flugs nach Washington sagte er wenig spĂ€ter am Sonntagabend (Ortszeit) erneut vor Journalisten, «wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit». Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. «DĂ€nemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen», sagte Trump. Auch fĂŒr die EuropĂ€ische Union sei klar, dass die USA Grönland «haben» sollten, behauptete Trump. 

Dann machte sich Trump noch ausdrĂŒcklich ĂŒber den Nato-Partner DĂ€nemark lustig: «Wissen Sie, was DĂ€nemark jĂŒngst gemacht hat? Um die Sicherheit in Grönland zu verstĂ€rken, haben sie noch einen Hundeschlitten hinzugefĂŒgt. Es ist wahr. Sie dachten, das war eine großartige VerstĂ€rkung.» Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militĂ€rische Mittel schloss er nicht aus.

Skandinavische Staaten stĂ€rken DĂ€nemark den RĂŒcken

Die Regierungschefs von Schweden und Norwegen sowie Finnlands PrĂ€sident stellten sich öffentlich hinter Frederiksens ErklĂ€rung. Norwegens MinisterprĂ€sident Jonas Gahr Store schrieb auf der Plattform X: «Grönland ist ein integraler Teil des Königreichs DĂ€nemark. Norwegen steht in voller SolidaritĂ€t an der Seite des Königreichs DĂ€nemarks.» Schwedens Ulf Kristersson teilte mit: «Nur DĂ€nemark und Grönland haben das Recht, ĂŒber Angelegenheiten, die DĂ€nemark und Grönland betreffen, zu entscheiden.» Er fĂŒgte hinzu: «Schweden steht voll und ganz hinter seinem Nachbarland.» 

Finnlands PrĂ€sident Alexander Stubb, dem ein besonderer Draht zum US-PrĂ€sidenten nachgesagt wird, schrieb: «Niemand entscheidet fĂŒr Grönland und DĂ€nemark außer Grönland und DĂ€nemark selbst.» 

Umstrittener Beitrag nach dem US-MilitÀreinsatz in Venezuela 

DĂ€nemark, seine skandinavischen NachbarlĂ€nder und die USA sind allesamt Nato-BĂŒndnispartner. Die jĂŒngsten diplomatischen Verstimmungen schienen nach dem US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela zunĂ€chst von einem Social-Media-Beitrag ausgelöst worden zu sein. In einem Post auf X von Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller war eine Karte Grönlands in den Farben der US-Flagge zu sehen. Dazu schrieb sie in Großbuchstaben ein einziges Wort: «BALD». Katie Miller hat ĂŒber ihren Mann, Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, noch immer enge Beziehungen ins Weiße Haus. 

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hatte sich zuvor bemĂŒht, die Wogen zu glĂ€tten. «Lassen Sie mich zunĂ€chst ganz ruhig und ganz klar sagen, dass es weder Grund zur Panik noch zur Beunruhigung gibt», schrieb er auf Facebook. «Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch BeitrĂ€ge in sozialen Medien entschieden.» Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu DĂ€nemark gehört.

@ dpa.de

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