KI-Video zeigt Trumps Zukunftsvision fĂŒr den Gazastreifen
26.02.2025 - 13:04:23Mit einem von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) erzeugten Video wirbt US-PrĂ€sident Donald Trump erneut fĂŒr seine Vorstellungen fĂŒr die Zukunft des Gazastreifens. Der etwa dreiĂig Sekunden lange, grotesk anmutende Clip, den Trump auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte, beginnt mit Bildern von KĂ€mpfern und Kindern in zerlumpter Kleidung zwischen Ruinen. «Gaza 2025», lautet die Bildunterschrift. Dann geht die Szenerie ĂŒber in Visionen futuristischer HochhĂ€user, sonnengefluteter Strandpromenaden und einer riesigen goldenen Statue des US-PrĂ€sidenten.
Ein Mann, der Trumps Berater Elon Musk Ă€hnelt, erscheint mehrfach in dem Video. In einer Szene isst er Hummus in einem Strandrestaurant, in anderen regnen Geldscheine auf ihn und spielende Kinder herab. Trump selbst ist mit einer BauchtĂ€nzerin in einem Nachtklub zu sehen, spĂ€ter liegen er und Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu in Badehose auf LiegestĂŒhlen an einem Pool und trinken Cocktails. «Trump Gaza» steht auf einem Schild. Die Bezeichnung ist in dem Video immer wieder auch auf GebĂ€uden zu lesen.Â
Insgesamt erinnert die Szenerie an ein Luxus-Urlaubsressort mit SandstrĂ€nden, Palmen und Hotels. In einer Einstellung fĂ€hrt ein Tesla einen gut besuchten Basar entlang. In einer anderen, besonders bizarren Szene, tanzen bĂ€rtige MĂ€nner in Bikini-Oberteil und langem Rock am Strand. Sie tragen grĂŒne StirnbĂ€nder, Ă€hnlich jenen, die Hamas-KĂ€mpfer tragen.
Hinterlegt ist das KI-Video mit einem Lied, in dem es unter anderem heiĂt: «Donald kommt, um euch zu befreien (...). Keine Tunnel mehr, keine Angst mehr: Trump Gaza ist endlich da.»
PlĂ€ne sorgten international fĂŒr Empörung
Trump hatte bereits vor einigen Wochen vorgeschlagen, die rund zwei Millionen palĂ€stinensischen Bewohner und Bewohnerinnen des KĂŒstenstreifens in andere arabische Staaten «umzusiedeln» und das zerstörte KĂŒstengebiet unter Kontrolle der USA in eine wirtschaftlich florierende «Riviera des Nahen Ostens» zu verwandeln. Netanjahu begrĂŒĂte Trumps PlĂ€ne, international stieĂen sie auf heftige Kritik. Eine Zwangsumsiedlung wĂŒrde Experten zufolge gegen das Völkerrecht verstoĂen.
Nach mehr als 15 Monaten Krieg gilt die humanitĂ€re Situation im Norden des Gazastreifens als katastrophal. Seit Beginn des Kriegs nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 wurden im Gazastreifen laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 48.300 Menschen getötet. Die Zahl unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und KĂ€mpfern. Mehr als fĂŒnf Wochen nach Beginn der Waffenruhe zwischen Israels Armee und der Terrororganisation Hamas werden immer noch Tote unter TrĂŒmmern eingestĂŒrzter HĂ€user gefunden.





