Festnahme des PrĂ€sidenten in SĂŒdkorea gescheitert
03.01.2025 - 06:59:02 | dpa.deSĂŒdkoreas Strafverfolgung ist beim Versuch, den suspendierten PrĂ€sidenten Yoon Suk Yeol festzunehmen, gescheitert. ZunĂ€chst hatte eine MilitĂ€reinheit die Ermittler auf dem GelĂ€nde des PrĂ€sidentenamtssitzes am Vordringen gehindert, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Behörde fĂŒr Korruptionsermittlung berichtete. SpĂ€ter lieĂ dann auch der Sicherheitsdienst des PrĂ€sidenten die Beamten unter Verweis auf «BeschrĂ€nkungen in abgesicherten Bereichen» nicht weiter vor.Â
Die Behörde bedaure das Verhalten Yoons und wolle nun weitere Schritte prĂŒfen, berichtete Yonhap. Die von einem Gericht gebilligte Anordnung zur Festnahme ist noch bis Montag gĂŒltig.
Proteste vor Amtssitz
Bereits vor der Aktion war vermutet worden, dass der Sicherheitsdienst das Vorhaben der Strafverfolger durchkreuzen könnte. Vor dem Amtssitz des PrĂ€sidenten hatten seit dem Neujahrstag Tausende AnhĂ€nger Yoons protestiert und den Zugang fĂŒr die Ermittler blockiert.Â
Die Behörden wollen Yoon zu der kurzfristigen VerhĂ€ngung des Kriegsrechts vor einem Monat befragen, mit der er das Land in eine Staatskrise stĂŒrzte. Bislang ignorierte er drei Vorladungen der Strafverfolger.
Verteidigung kĂŒndigt MaĂnahmen an
Unterdessen kĂŒndigte einer von Yoons AnwĂ€lten laut Yonhap an, rechtlich gegen die «ungĂŒltige» und «illegale» Anordnung zur Festnahme vorzugehen. Die Verteidigung versuchte demnach bereits beim Verfassungsgericht eine einstweilige VerfĂŒgung gegen den Befehl zur Festnahme wegen Machtmissbrauchs und Aufruhr zu erwirken, den ein Gericht zuvor gebilligt hatte.Â
Laut Yonhap könnte ein Einsatz der Ermittler am Wochenende mit Unsicherheiten behaftet sein, da sich ihnen womöglich noch mehr Menschen in den Weg stellen wĂŒrden. Bei einem Einsatz erst am Montag könnte dagegen wegen des nahenden Fristablaufs nicht genĂŒgend Zeit bleiben, hieĂ es.
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