US-Ausschuss veröffentlicht Epstein-Dokumente
03.09.2025 - 01:18:40Ein Parlamentsausschuss in den USA hat Tausende Seiten mit Unterlagen zum politisch heiklen Fall des SexualstraftĂ€ters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die mehr als 33.000 Seiten starke Dokumentensammlung habe das US-Justizministerium dem fĂŒr Aufsichtsfragen zustĂ€ndigen Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses zur VerfĂŒgung gestellt, teilte das Gremium mit.Â
Robert Garcia, Mitglied der Demokraten in dem Ausschuss, kritisierte die Veröffentlichung, die der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer veranlasst habe. Der GroĂteil der Dokumente sei ohnehin bereits öffentlich bekannt gewesen, monierte er in einer Stellungnahme. Die Republikaner im ReprĂ€sentantenhaus wĂŒrden versuchen, «mit der Veröffentlichung bereits öffentlicher Dokumente ein Spektakel zu veranstalten».
Heikles Thema fĂŒr Republikaner
Der Umgang mit der Causa Epstein ist fĂŒr die Republikaner und die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump heikel: Auch in den eigenen Reihen wurden in den vergangenen Monaten Stimmen lauter, die eine Offenlegung aller Dokumente zu dem Fall fordern. Trump steht unter Druck, weil er sich im Wahlkampf vehement fĂŒr eine Offenlegung der Akten ausgesprochen hatte.
Mitte vergangenen Monats wurde das Vorhaben der US-Regierung bekannt, Dokumente aus den Ermittlungen gegen Epstein dem Kongress zu ĂŒbergeben. In einer Stellungnahme des Ausschussvorsitzenden Comer hieĂ es damals, das Justizministerium habe den Aufsichtsausschuss des ReprĂ€sentantenhauses informiert, dass es in einigen Tagen anfangen werde, Unterlagen bereitzustellen. «Es wird einige Zeit dauern, bis alle Unterlagen vorliegen und die Identifizierung der Opfer sowie sĂ€mtliches Material ĂŒber sexuellen Kindesmissbrauch geschwĂ€rzt sind», erklĂ€rte er in diesem Zuge. Das Ministerium kam mit seinem Schritt einer Anordnung Comers von Anfang August nach.
Wilde Spekulationen ĂŒber Epsteins Tod
Epstein, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige sexuell missbraucht hatte und Dreh- und Angelpunkt eines ganzen Missbrauchsrings mit Dutzenden Opfern gewesen sein soll, wurde 2019 verhaftet und angeklagt. Nach offiziellen Angaben beging der 66-JĂ€hrige im gleichen Jahr in seiner GefĂ€ngniszelle Suizid. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte sein Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil Epstein beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. Prominente und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus â auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.


