Nicolås Maduro, Völkerrecht

Bundesregierung kritisiert USA nach Maduro-Festnahme

07.01.2026 - 14:13:36 | dpa.de

Zum US-Vorgehen gegen Venezuela hat sich die Bundesregierung bisher bedeckt gehalten. Das Àndert sich jetzt.

Die Bundesregierung Ă€ußert sich nun etwas klarer als bisher zum US-Vorgehen gegen Venezuela.  - Foto: Michael Kappeler/dpa
Die Bundesregierung Ă€ußert sich nun etwas klarer als bisher zum US-Vorgehen gegen Venezuela. - Foto: Michael Kappeler/dpa

Vier Tage nach der Festnahme des venezolanischen PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro durch US-SpezialkrĂ€fte hat die Bundesregierung das Vorgehen der Vereinigten Staaten erstmals kritisiert. Die USA hĂ€tten im UN-Sicherheitsrat «nicht ĂŒberzeugend dargelegt, dass ihr Vorgehen völkerrechtskonform war», sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. 

Die USA hatten am Samstag Venezuela angegriffen, PrĂ€sident Maduro festgenommen und nach New York gebracht, um ihn vor ein amerikanisches Gericht zu stellen. Die Bundesregierung hatte zunĂ€chst auf eine rechtliche Bewertung verzichtet. DafĂŒr werde man sich Zeit lassen, weil es sich um einen komplexen Sachverhalt handele, hieß es. 

Jetzt hat sich die Bundesregierung erstmals etwas klarer positioniert. Eine eindeutige rechtliche Bewertung des US-Vorgehens nahm sie aber noch nicht vor.  Aus der Opposition war die Bundesregierung fĂŒr ihre ZurĂŒckhaltung in der Frage scharf kritisiert worden. 

Die USA hatten im UN Sicherheitsrat argumentiert, Maduros Festnahme sei eine «chirurgische Strafverfolgungsmaßnahme» gegen einen «Drogenterroristen» gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer ihn unter Berufung auf die UN-Charta gleichbehandle, missbrauche diese. Die USA verwiesen außerdem darauf, dass mehr als 50 LĂ€nder Maduros Wiederwahl 2024 ablehnten und ihn nicht als rechtmĂ€ĂŸig gewĂ€hlten PrĂ€sidenten Venezuelas anerkennen.

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