Kubas PrÀsident warnt USA vor militÀrischer Eskalation
13.04.2026 - 01:05:45 | dpa.de
Kubas PrĂ€sident Miguel DĂaz-Canel hat die USA davor gewarnt, den Konflikt zwischen den beiden LĂ€ndern militĂ€risch zu eskalieren. «Wenn das passiert, wird es KĂ€mpfe geben, und es wird einen Widerstand geben, und wir werden uns verteidigen, und wenn wir sterben mĂŒssen, werden wir sterben, denn wie unsere Nationalhymne sagt:"FĂŒr das Vaterland zu sterben, heiĂt, zu leben"», sagte DĂaz-Canel in einem Interview des US-Senders NBC News.
«Wir wollen keinen Krieg», sagte er weiter und zeigte sich offen fĂŒr GesprĂ€che mit Washington. Auf die Frage nach zentralen Forderungen der USA - darunter die Freilassung politischer Gefangener, Mehrparteienwahlen sowie die Anerkennung von Gewerkschaften und einer freien Presse - sagte DĂaz-Canel, solche Forderungen seien an Kuba nicht gestellt worden. Mit Blick auf das politische System und die verfassungsmĂ€Ăige Ordnung seien diese Fragen «nicht Gegenstand von Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten». Die Behauptung, Kritiker wĂŒrden systematisch inhaftiert, bezeichnete er als «groĂe LĂŒge».
Die Aussagen des kubanischen PrĂ€sidenten fallen in eine Phase wachsender Spannungen zwischen den beiden LĂ€ndern. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuletzt mit schĂ€rferem Vorgehen gegenĂŒber Kuba gedroht und von einer möglichen «Ăbernahme» gesprochen.
Washington stimmt trotz Sanktionen Ăllieferung zu
Der sozialistische Inselstaat steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die seit drei Monaten durch ein US-Ălembargo dramatisch verschĂ€rft wird. Seinen wichtigsten Ăllieferanten Venezuela hat Kuba verloren, nachdem die USA dort Anfang Januar mit der Festnahme von PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro den Machtwechsel forciert hatten.
Kuba leidet unter akuter Energieknappheit, hĂ€ufigen StromausfĂ€llen und VersorgungsengpĂ€ssen. Ende MĂ€rz erhielt das Land erstmals seit Monaten wieder eine Ăllieferung aus Russland, nachdem andere Lieferanten unter US-Druck abgesprungen waren. Das Schiff brachte laut Medienberichten rund 100.000 Tonnen Rohöl nach Kuba.
Die Lieferung war zuvor von der US-Regierung genehmigt worden. Nach Angaben aus Washington bedeutete dies jedoch keine Ănderung der bestehenden Sanktionspolitik gegenĂŒber Havanna; entsprechende Entscheidungen wĂŒrden weiterhin von Fall zu Fall getroffen.
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