USA warnen Iran: Können Israel bei Angriff nicht mĂ€Ăigen
03.11.2024 - 04:45:12Die US-Regierung hat den Iran Medienberichten zufolge vor einem weiteren Angriff auf Israel gewarnt. Sollte Teheran wie angekĂŒndigt erneut Israel angreifen, könne Washington die Regierung in Jerusalem kaum noch zur ZurĂŒckhaltung bewegen, berichtete die US-Nachrichtenseite «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und einen ehemaligen israelischen FunktionĂ€r.Â
Der zu der israelischen Zeitung «The Jerusalem Post» gehörende Onlinedienst «Walla» berichtete seinerseits, die US-Regierung habe den Iran ĂŒber Schweizer Diplomaten gewarnt, sie könne im Falle eines iranischen Angriffs die israelischen StreitkrĂ€fte nicht erneut dazu bewegen, sich auf einen relativ begrenzten und prĂ€zisen Gegenschlag zu beschrĂ€nken. Die Warnung stellte demnach einen seltenen Kontakt zwischen den beiden verfeindeten LĂ€ndern USA und Iran dar.Â
Iran droht mit vernichtender Antwort
Irans ReligionsfĂŒhrer Ajatollah Ali Chamenei hat nach den jĂŒngsten militĂ€rischen Konfrontationen seinen Erzfeinden Israel und den USA mit einer entschiedenen Antwort gedroht. «Die Feinde, ob das zionistische Regime oder Amerika, werden sicher eine vernichtende Antwort auf das erhalten, was sie dem Iran und der Widerstandsfront entgegenbringen», sagte Chamenei. Ob damit auch eine militĂ€rische Antwort auf den israelischen Vergeltungsangriff vor einer Woche gemeint war, blieb zunĂ€chst offen.
Israel hatte in der vergangenen Woche mehrere MilitĂ€ranlagen und das Flugabwehrsystem im Iran angegriffen. Damit reagierte es auf eine Attacke des Irans mit rund 200 Raketen Anfang Oktober. Zuletzt hatten mehrere ranghohe Beamte und MilitĂ€rs im Iran gesagt, der israelische Angriff werde nicht unbeantwortet bleiben.Â
USA verlegen B-52-Langstreckenbomber
Angesichts der wachsenden Spannungen im Nahen Osten haben die USA Langstreckenbomber vom Typ B-52 vom LuftwaffenstĂŒtzpunkt Minot im US-Bundesstaat North Dakota in die Region verlegt. Die strategischen Bomber seien im ZustĂ€ndigkeitsgebiet des US-Zentralkommandos eingetroffen, teilte das US-MilitĂ€r mit. Das United States Central Command (CENTCOM) ist vor allem fĂŒr den Nahen Osten verantwortlich. Zuletzt hatte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die Entsendung zusĂ€tzlicher Kriegsschiffe zur Raketenabwehr, eines Jagdgeschwaders sowie von Tankflugzeugen und mehreren B-52-Langstreckenbombern in die Region genehmigt.Â
Israel: 900 Gegner im Norden des Gazastreifens getötet
Die israelischen StreitkrĂ€fte haben nach eigenen Angaben bei der Anfang Oktober begonnenen Bodenoffensive in Dschabalija im Norden des Gazastreifens rund 900 «Terroristen» der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen getötet. Zudem seien 700 PalĂ€stinenser gefangengenommen worden, von denen 300 als Mitglieder von Terrorgruppen hĂ€tten identifiziert werden können, teilte das MilitĂ€r weiter mit. Bei den schweren KĂ€mpfen, fĂŒr die VerstĂ€rkungen aus anderen Teilen des Gazastreifens herangefĂŒhrt worden seien, wurden nach Armee-Angaben auch zwei weitere israelische Soldaten getötet. Die Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.Â
Israel verschleppt Person aus nordlibanesischer Stadt Batrun
Das israelische MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben in der nordlibanesischen KĂŒstenstadt Batrun ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied gefangengenommen. Der Mann sei auf israelisches Territorium gebracht worden und werde zurzeit verhört. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA meldeten Anwohner, dass unbekannte MilitĂ€reinheiten im Morgengrauen eine Person in Batrun entfĂŒhrt hĂ€tten. Eine «nicht identifizierte MilitĂ€reinheit» hĂ€tte eine «Seelandung» in Batrun durchgefĂŒhrt. Sie hĂ€tten den EntfĂŒhrten zum Strand gebracht und seien von dort mit einem Schnellboot aufs offene Meer gefahren. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieĂ es, die betroffene Person sei in Waffenschmuggel der Hisbollah zwischen dem Libanon und Syrien involviert gewesen.









