Bioethanol-Aktie, BUY

Bioethanol-Aktie: BUY?

Bioethanol-Aktie: BUY?. Cropenergies schlÀgt sich tapfer

Der Hersteller von Bioethanol hat im ersten Halbjahr trotz dĂŒsterer Branchenentwicklung und massiv gestiegener Weizenpreise recht passable Zahlen prĂ€sentiert. In der Zeit vom 1. MĂ€rz bis 31. August expandierte der Umsatz um 34 Prozent auf mehr als 87 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich sogar um satte 85 Prozent auf 14 Millionen Euro, was einer operativen Marge von 16 Prozent entspricht. Nach BerĂŒcksichtigung von Vorlaufaufwendungen fĂŒr den Bau des neuen Werkes in Belgien lag das EBIT bei rund zwölf Millionen Euro. Bedingt durch einen positiven, einmaligen Steuereffekt von 3,5 Millionen Euro klingelten netto in der Kasse 13,4 Millionen Euro. Fast viermal so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. FĂŒr das zweite Halbjahr will die SĂŒdzucker-Tochter den positiven Trend fortsetzen. Finanzvorstand Joachim Lutz erwartet nunmehr ein Umsatzplus von 20 Prozent auf 176 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2007/08 per Ende Februar. Das operative Ergebnis soll in etwa das Vorjahresniveau von 21 Millionen Euro erreichen, sagt uns Lutz im HintergrundgesprĂ€ch. Die Sonderaufwendungen beziffert Lutz auf das Gesamtjahr auf rund fĂŒnf Millionen Euro. Das Finanzergebnis wird dem Vernehmen nach mit circa zwei Millionen Euro positiv ausfallen. Wir schĂ€tzen, dass unterm Strich ein Gewinn von mindestens 16 Millionen Euro erzielt wird oder knapp 19 Cent je Aktie. Die Erwartungen waren auf der Umsatzseite und der operativen Gewinnseite einst höher. Dennoch kann sich Cropenergies (DE000A0LAUP1) mit den vorgelegten Zahlen und dem Ausblick im Wettbewerb durchaus sehen lassen. Andere Marktteilnehmer machen sogar ihre Anlagen dicht und stellen den Ausbau ein. „Wir setzen unser Investitionsprogramm unverĂ€ndert fort. Unsere Ziele fĂŒr den Ausbau unserer Anlagen bleiben bestehen. Wir schließen nichts“, so Lutz. Wir gehen davon aus, dass Crop sogar ein Profiteur der derzeitigen Lage in der Branche ist und Marktanteile gewinnen kann. Einzig der starke Preis fĂŒr die Tonne Weizen wird sich nach und nach auf die Ertragslage der Gesellschaft stĂ€rker ausweiten. „FĂŒr dieses Wirtschaftsjahr haben wir ĂŒber 90 Prozent des geplanten Rohstoffsbedarfs ĂŒber fixe Kontrakte bereits fest im Buch“, sagt Lutz. Im nĂ€chsten Jahr soll der stark gestiegene Weizenpreis durch den Einsatz von Zuckerdicksaft teilweise kompensiert werden. 30 bis 35 Prozent der eigenen Produktion kann durch Zucker bedient werden. „Wir haben zudem den Vorteil, dass wir als Nebenprodukt Futtermittel verkaufen können und ĂŒber eine eigene Energieversorgung verfĂŒgen. Das hilft uns, dass wir Bioethanol kostengĂŒnstig produzieren und erfolgreich anbieten können“, erklĂ€rt der CFO. Dass dennoch die bislang starke Marge sich im nĂ€chsten Wirtschaftsjahr abschwĂ€chen wird, ist nicht zu verhindern. Die Gegenmaßnahmen können lediglich die starken Weizenpreise teilweise kompensieren. FĂŒr das Jahr 2008/09 erwartet Lutz, dass der Umsatz weiter steigt und die Produktion erstmals die Marke von 300.000 Kubikmeter Bioethanol ĂŒbersteigt. Nur ein Jahr spĂ€ter sollen insgesamt KapazitĂ€ten von mehr als 700.000 Kubikmeter Bioethanol zur VerfĂŒgung stehen. Das entsprĂ€che bei voller Nutzung einem Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro. Die operative Marge dĂŒrfte nach unseren Erwartungen aber in 2008/09 zunĂ€chst fallen und auf der Ertragsseite vermutlich ein Übergangsjahr darstellen. „FĂŒr das Jahr 2009/10 sind wir sehr optimistisch. Mittelfristig halten wir operative Margen von ĂŒber zehn Prozent fĂŒr machbar“, so Lutz. Im Bereich Bioethanol ist Crop bestens aufgestellt und hat zudem die besten Voraussetzungen. Das Unternehmen wird die Misere in der Branche wohl am besten meistern und am Ende sogar als großer Gewinner des Sektors hervorgehen. Die Aktie ist unverĂ€ndert hoch interessant, das Timing fĂŒr einen erneuten Einstieg abzuschĂ€tzen ist jedoch sehr schwer. Dass 2008/09 auf der Ertragsseite lediglich ein Übergangsjahr wird, sollte sich aber so langsam in den Köpfen der Börsianer herumgesprochen haben. Beobachten! Viele GrĂŒĂŸe www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de | 29.10.07 15:06 Uhr