MorphoSys, Potenzial

Das Unternehmen steht vor rosigen Aussichten!

MorphoSys: Potenzial!

MorphoSys: Massives Umsatzpotenzial! Das MĂŒnchener Biotechunternehmen rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 60 bis 65 Millionen Euro nach Einnahmen von 53 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Vor Steuern und Zinsen (EBIT) soll sich der Gewinn auf sieben bis zehn Millionen Euro belaufen. Wie Finanzvorstand Dave Lemus im GesprĂ€ch mit TradeCentre erlĂ€utert, werden zwei Drittel der Erlöse aus dem Segment Therapeutische Antikörper stammen und ein Drittel aus dem Bereich der Forschungsantikörper. Letzter soll nach einem Verlust in 2006 in diesem Jahr die Gewinnschwelle ĂŒberschreiten. Der Anzahl der Partnerprojekte im Bereich der therapeutischen Antikörper lag Ende 2006 bei 43. Bis Ende diesen Jahres soll die Anzahl auf 50 steigen. „In den Jahren 2008 bis 2011 können weitere 40 Projekte allein aus bestehenden Partnerschaften hinzukommen“, sagt Lemus. Das wĂŒrde einer Anzahl von mehr als 90 Projekten entsprechen. Pro Antikörper, der alle Stufen der klinischen Entwicklung durchlĂ€uft, erhĂ€lt das Unternehmen circa zehn Millionen Euro an Meilensteinen. Falls aus der Substanz sogar ein Medikament wird, erhĂ€lt MorphoSys (DE0006632003) zusĂ€tzlich ErtrĂ€ge. Das theoretische Umsatzpotenzial geht in den nĂ€chsten Jahren auf die Milliarde Euro zu. Viele Projekte dĂŒrften aber natĂŒrlich auf der Strecke bleiben. Werden aber aus den 90 nur zehn Prozent Arzneimittel in den nĂ€chsten 15 Jahren, hat die Gesellschaft ein riesiges Umsatz- und Gewinnpotenzial. Zudem dĂŒrfte sich die Pipeline weiter fĂŒllen. „Wir sind weiter sehr optimistisch neue Deals mit Pharma- und Biotechpartnern abzuschließen. Die Nachfrage steigt weiter deutlich an. Das Angebot sinkt, da wir immer weniger Konkurrenten am Markt haben“, erklĂ€rt Lemus. Ein nennenswerter Anteil der aktuellen Partnerprojekte ist sicherlich auf die VertrĂ€ge mit Pfizer und Novartis zurĂŒckzufĂŒhren. Zwei der Projekte befinden sich bereits in der klinischen Entwicklung. GPC Biotech fĂŒhrt derzeit eine klinische Studie der Phase I mit einem Hucal-Antikörper zur Behandlung bestimmter Blutkrebsformen durch. GPC Biotech will bei positivem Verlauf die Substanz in die Phase II fĂŒhren. NĂ€here Details sind im Sommer zu erwarten. Partner Roche verwendet einen Hucal-Antikörper zur Behandlung von Alzheimer. Weitere 14 Substanzen befinden sich aktuell in der PrĂ€klinik. In der eigenen Pipeline befindet sich das Antikörperprogramm MOR103, ein humaner Hucal-Antikörper, der im Bereich der entzĂŒndlichen Erkrankungen wie etwa der rheumatoiden Arthritis entwickelt wird. „Im zweiten Halbjahr wollen wir die Vorbereitungen fĂŒr den Start einer Phase I-Studie der klinischen Entwicklung abschließen“, sagt Lemus. Das organische Wachstum soll zusĂ€tzlich durch Akquisitionen verstĂ€rkt werden. „Wir schauen uns unverĂ€ndert im Bereich der Forschungsantikörper um. In erster Linie haben wir ZukĂ€ufe in den USA im Visier, das ist der grĂ¶ĂŸte Markt fĂŒr dieses Segment. Die Anzahl an potenziellen Firmen ist vielfĂ€ltig“, so der CFO. Lemus schloss auch einen Zukauf nicht aus, der bis zu 100 Millionen Dollar Umsatz beisteuert. „Die grĂ¶ĂŸeren Unternehmen in diesem Markt sind aber sehr begrenzt. Das sind auch meistens ForschungssupermĂ€rkte, die zu uns nicht vollstĂ€ndig passen“. Die kleineren Firmen bewegen sich in einer GrĂ¶ĂŸenordnung zwischen 5 und 20 Millionen Dollar. MorphoSys ist fĂŒr die Zukunft bestens aufgestellt. Aufgrund der hohen Anzahl an Partnerprojekten gewinnt die Firma auch eine immer höhere Planungssicherheit. Wir raten bei der Aktie nunmehr wieder zum Kauf. Empfehlen aber entsprechende Investments mit Stoppkursen von 15 Prozent unter Einstiegskurs abzusichern.
@ ad-hoc-news.de | 22.03.07 12:17 Uhr