GFK macht sich fit
GFK macht sich fit. GfK: Geht zur FitnessKur
Das Marktforschungsunternehmen erzielte in 2008 ein Umsatzplus von 5,5 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro. Beim EBIT haben die NĂŒrnberger eine Range zwischen 132 und 139 Millionen Euro erreicht. Das angepasste operative Ergebnis, welches Sonderaufwendungen- und ErtrĂ€ge eliminiert, betrug knapp 160 Millionen Euro. Auf diesen Ertrag lag die EBIT-Marge bei 13 Prozent. Den Zinsaufwand schĂ€tzen wir auf circa 20 Millionen Euro und die Steuerquote auf 30 Prozent. Netto dĂŒrfte die Gesellschaft in 2008 knapp 80 Millionen Euro verdient haben oder circa 2,20 Euro je Aktie. Von dem Gewinn erhalten die Anteilseigner eine Dividende von 46 Cent je Aktie.
In 2008 dĂŒrfte auch der operative Cashflow wieder krĂ€ftig gesprudelt sein. AbzĂŒglich Investitionen lag der Free Cashflow nach neun Monaten bei ĂŒber 60 Millionen Euro. FĂŒr das Gesamtjahr wollte Vorstandschef Klaus L. WĂŒbbenhorst im HintergrundgesprĂ€ch noch keine konkrete Zahlen nennen. Er betont jedoch, dass diese wichtige Kennzahl âordentlichâ ausgefallen ist.
Bilanziell steht GfK (DE0005875306) auf gesunden Beinen. Per Ende September lag das Eigenkapital bei rund 510 Millionen Euro. Die Aktivseite ist insbesondere mit GeschĂ€fts- und Firmenwerten in Höhe von knapp 750 Millionen Euro geschmĂŒckt, die deutlich ĂŒber dem Niveau des Eigenkapitals liegen. Normalerweise stehen Investoren bei diesen Relationen die Haare zu Berge. Bei dem Marktforschungsunternehmen resultiert der Goodwill aus dem GeschĂ€ft raus. âWir sehen keine groĂe Gefahr an dieser Stelle Sonderabschreibungen durchfĂŒhren zu mĂŒssen. Die Position ist werthaltigâ, sagt der CEO. Die Nettoverschuldung von circa 450 Millionen Euro hĂ€lt sich ebenfalls noch im Rahmen. âMit einer Nettoverschuldung des zweifachen EBITDA können wir gut lebenâ.
FĂŒr das Jahr 2009 rechnet das Unternehmen mit recht vernĂŒnftigen Ergebnissen. âWir spĂŒren die Finanzkrise etwas. Stabilisierend wirken jedoch langfristige VertrĂ€ge, die uns eine gewisse VisibilitĂ€t gebenâ, so WĂŒbbenhorst. Zudem ist das GeschĂ€ftsmodell in der Summe relativ krisenresistent. WĂŒbbenhorst erwartet sogar in 2009 ein organisches Umsatzplus. Das Auftragsbuch deckt per Ende Januar 30,2 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes ab. Externes Wachstum ĂŒber Akquisitionen schloss der Vorstandschef nicht aus. âDie Marge wollen wir auf Vorjahresniveau haltenâ. Um sich nicht zu sehr auf den Lorbeeren auszuruhen, geht der 53-jĂ€hrige Professor mit dem Unternehmen ins Fitnessstudio. Das Fitness- und Effizienzprogramm BISS soll ab 2012 jĂ€hrlich Ergebnisverbesserungen von 30 Millionen Euro aufzeigen. Schon in diesem Jahr werden sich aus der Kur deutlich positive Effekte von neun Millionen Euro zeigen.
GfK notiert aktuell nur moderat ĂŒber dem Buchwert. Das KGV von sieben fĂŒr 2009 ist ebenfalls alles andere als ambitioniert. Bei RĂŒcksetzern bietet sich die Aktie zur Depotbeimischung an.
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| 25.03.09 00:31 Uhr

