Modeaktie kaufen?
Modeaktie kaufen?. Ahlers AG lockt mit ĂŒppiger Dividende
Die Ahlers AG (DE0005009732) zĂ€hlt zu den gröĂten europĂ€ischen MĂ€nnermode-Hersteller mit Fokus auf Premium-Marken. Zu den Premium-Labels zĂ€hlen die Marken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern. Diese Sparte steuert rund 50 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Wie uns CFO Karsten Kölsch bei unserem Treffen in Frankfurt erlĂ€utert, sollen die Premium Labels weiter ausgebaut werden. Die Marke Baldessarini wurde 2006 vom Metzinger Boss-Konzern gekauft. Das Label erzielt rund zehn Millionen Euro Umsatz und erwirtschaftet negative Ergebnisse. âWir wollen die Marke ausbauen und rechnen mit deutlichen zweistelligen Wachstumsraten. SpĂ€testens in zwei Jahren soll Baldessarini profitabel wirtschaftenâ, sagt Kölsch. In der Sparte Premium Brands betrĂ€gt die EBIT-Marge wegen Baldessarini bisher nur zwei Prozent. âWir wollen das Margenniveau auf acht bis zehn Prozent steigernâ. Mit den Marken rund um Pionier und der Pioneer Familie deckt die Gesellschaft das Segment Jeans & Workwear ab. Diese Einheit steuert mit Margen von zehn Prozent schon recht ĂŒppig zum Gewinn bei und ist fester Bestandteil des Unternehmens.
Nicht ganz so glorreich und erfolgreich entwickelt sich der Bereich Men`s & Sportswear mit den Marken Gin Tonic, Gin Fizz sowie Jupiter. Die Marken sind auf dem PrĂŒfstand und ihre Entwicklungen werden genau beobachtet. âUnser Fokus ist in der Zukunft der Bereich Premium Brands. Wir sehen an dieser Stelle die gröĂten Chancen international zu wachsenâ. Auch sind ZukĂ€ufe von Marken nicht auszuschlieĂen. âWir halten Ausschau nach ZukĂ€ufenâ. NĂ€here Details nannte Kölsch nicht. Fokus bleibt Mode fĂŒr MĂ€nner.
Operativ steht das Wirtschaftsjahr 2007/08 per Ende November im Zeichen von Kosteneinsparungen und RestrukturierungsmaĂnahmen. âWir wollen die Kosten um circa acht bis zehn Millionen Euro senkenâ, so Kölsch. Die Kosten fĂŒr das Programm belasten den Konzern in diesem Wirtschaftsjahr um drei bis fĂŒnf Millionen Euro. Die FrĂŒchte der Restrukturierung sollen sich schon im Jahr 2008/09 positiv auswirken. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte die in Herford ansĂ€ssige Firma einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Ein Plus von 7,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Treiber des Wachstums war der Premiumbereich mit einem Plus von 17 Prozent. Ohne negative Einmaleffekte wurde ein EBIT von sieben Millionen Euro erwirtschaftet. FĂŒr das Gesamtjahr stellt Kölsch UmsĂ€tze von circa 270 Millionen Euro in Aussicht bei einem EBIT circa 7,5 Millionen Euro und einem Ăberschuss von etwa vier Millionen Euro. Restrukturierungsaufwendungen von drei Millionen Euro sind in diesen Ertragszahlen bereits enthalten. Der Gewinn je Aktie wird mit circa 27 Cent deutlich unter dem Vorjahresniveau von 67 Cent liegen.
Ahlers ist fĂŒr eine hohe Dividendenrendite bekannt. BezĂŒglich dieser Tradition verspricht Kölsch KontinuitĂ€t. Es wird auch fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr eine gute Dividende geben. Ahlers hat im vergangenen Jahr je Stammaktie 65 und je Vorzugsaktie 70 Cent ausgeschĂŒttet. FĂŒr das kommende Wirtschaftsjahr wollte der ehemalige Boss-Manager noch keine konkrete Prognose preisgeben. Die aktuellen AuftragseingĂ€nge fĂŒr die FrĂŒhjahrsaison wurde mit einem leichten Plus abgeschlossen. Sollte dieser Trend anhalten und das GeschĂ€ft wegen der Finanzkrise nicht völlig zum Erliegen kommen, könnte Ahlers zur alten StĂ€rke zurĂŒckfinden. Bei stabilen UmsĂ€tzen von 270 Millionen Euro könnte das EBIT wieder in Richtung zwölf Millionen Euro klettern. Ob das jedoch in 2008/09 erreicht wird, lies Kölsch offen.
Das Unternehmen ist mit 93 Millionen Euro Börsenwert alles andere als teuer. Die Dividenderendite zwischen fĂŒnf und zehn Prozent ist sehr verlockend. Wir empfehlen die Aktie zu beobachten und bei weiterer SchwĂ€che erste Tranchen zu kaufen.
Viele GrĂŒĂe
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| 19.01.09 09:00 Uhr

