Rezession, Wirtschaftskrise

2014 wird ein „haariges“ Jahr fĂŒr den Anlagen- und Maschinenbau

Euro am AbgrundDie Branche kĂ€mpft, aber sie kĂ€mpft noch recht gut. Noch. „Made in Germany“ gilt immer noch als ein GĂŒtesiegel in der Welt, auch wenn der japanische Maschinenbau zusehends aufgeholt hat. Aber der Wettbewerb wird hĂ€rter. Und nicht nur deshalb, weil andere Hersteller immer besser werden und die Wirtschaftskrise, besonders in den SchwellenlĂ€ndern, noch nicht beendet ist, sondern weil die derzeitigen Wechselkurs VerĂ€nderungen fĂŒr eine heftige Wettbewerbs- verzerrungen sorgen. Besonders haarig wird es dabei fĂŒr den deutschen Maschinenbau im EU-Ausland. Die letzten Quartale haben bei vielen Unternehmen der InvestitionsgĂŒter Industrie bezĂŒglich des Auftragseinganges nicht gerade zu Jubel gefĂŒhrt, auch wenn der VDMA fĂŒr 2014 eine vorsichtige Steigerung um 3% zum Vorjahr 2013 vorhergesagt hatte. Er begrĂŒndete dies auf „zyklische Erholungstendenzen“. Also etwa Ă€hnlich der Tatsache, dass nach jedem Winter auch ein Sommer folgt. Nur weiß niemand, wie lange das FrĂŒhjahr noch andauert und wie kalt es noch wird. Kommen wir vom Wetter wieder zurĂŒck in den Businessalltag und da stellen wir fest, dass Sie gut daran tun, auch die Finanz-entwicklungen der WeltmĂ€rkte zu beobachten. Besonders wenn Ihr Unternehmen zu denen gehört, die einen Großteil der UmsĂ€tze in SchwellenlĂ€ndern realisierten. Die weltweit wesentlichsten Lieferanten im Maschinen- und Anlagenbau sind Deutschland (No1), USA (No2), China (No3), Japan (No4) und verantworten gemeinsam ca. 50% der globalen Exporte in diesem Marktsegment. Ebenso ist festzustellen, dass China deutlich und schnell aufholt. Leiten wir unseren Fokus aber intensiver auf Japan, stellen wir auch fest, dass es in der Vergangenheit bei Innovation und QualitĂ€t als auch im Preis keine gravierenden Unterschiede zu deutschen Herstellern gegeben hatte. Das aber hat sichin 2013 durch die Abwertung des japanischen Yen geĂ€ndert. Im Laufe des letzten Jahres verlor der Yen ca. 28% im Vergleich zum Euro. Ebenso haben viele andere WĂ€hrungen in Asien und Lateinamerika erheblich gegenĂŒber dem Euro an Wert verloren. Alleine durch die Wechselkursentwicklung haben sich Maschinen aus dem Euroraum so um ca. 30% verteuert. Maschinen eines vergleichbaren japanischen Herstellers jedoch sind im vergleichbaren Zeitrahmen um fast 20% preiswerter geworden. In unseren Projekten aus dem Anlagenbau konnten wir feststellen, daß zusĂ€tzlich in vielen LĂ€ndern durch die schwankenden FinanzmĂ€rkte und die AbhĂ€ngigkeit dieser LĂ€nder von Importen die Mittel knapper werden und Kunden eher geneigt sind, auf preiswerte Anbieter auszuweichen. In LĂ€ndern wie Brasilien kommen dann noch sehr hohe Einfuhrzölle hinzu. Umso wichtiger wird nun, neben Ihren QualitĂ€ts- und Alleinstellungsmerkmalen die Vermarktung dieser mit Hilfe eines professionellen Vertriebes. Viele Anlagenbauer lassen sich gerade in diesen LĂ€ndern von Agents oder ReprĂ€sentanten vertreten, die nicht selten fĂŒr mehrere Unternehmen tĂ€tig sind und denen es oft an Vertriebsskills mangelt. Durch ein professionelles Partnermanagement sowie einer prĂ€zisen Projektqualifizierung mit hohen vertrieblichen Standards lassen sich oft ĂŒber den Kundenutzen mit einer „Total Cost of Ownership“ Betrachtung höhere Anschaffungspreise argumentieren und der WĂ€hrungskursnachteil ist wenigstens teilweise eliminiert. DafĂŒr aber muss Ihr Unternehmen fit fĂŒr den Vertrieb sein. Haben den Fitnesscheck (unten) fĂŒr Ihr Unternehmen gemacht? Expertentipps:
  • Bauen Sie Ihr GeschĂ€ftsfeld durch Consulting- und Serviceleistungen weiter aus.
  • Lernen Sie von der IT Branche der 80er Jahre, die einen harten Schnitt mit wegbrechenden Margen hinter sich hat.
  • KĂŒmmern Sie sich noch intensiver als bisher um ihre Bestandskunden.
  • Erarbeiten Sie den Nutzen fĂŒr Ihre Kunden heraus und prĂ€sentieren Sie diesen.
  • Sammeln Sie durch Ihren Vertrieb, Ihre Partner und Ihre Kunden strukturiert InformationenĂŒber Ihre Marktsegmente und werten diese aus.
  • Investieren Sie nur in Vertrieb- und Akquise AktivitĂ€ten, die mittelfristig zum Erfolg fĂŒhren.
  • Investieren Sie mehr Zeit in die Planung Ihrer AktivitĂ€ten als bisher und lassen Sie sich dabei von Vertriebsmanagementprofis unterstĂŒtzen.
Interessant ist fĂŒr uns als Unternehmen, das seit ĂŒber einem Jahrzehnt Vertriebsberatung im InvestitionsgĂŒterbereich bietet zu erkennen, daß die Anzahl der Anlagen- und Maschinenbauer, die unsere professionelle UnterstĂŒtzung anfragen, in den letzten 12 Monaten extrem stark gestiegen ist. Bewegt sich da etwas in der Branche? FITNESS-CHECK: WIE EFFIZIENT IST IHRE VERTRIEBSORGANISATION?
  1. Kennen Sie die Performance Ihres Vertriebes wirklich?
  2. Handelt Ihr Vertrieb kundenorientiert in Ihrem Sinne?
  3. Bekommen Sie an Umsatz und Ertrag, was Ihr Vertrieb tatsÀchlich leisten könnte?
  4. Wie viel Prozent der Arbeitszeit setzt Ihr Vertrieb aktiv fĂŒr die Arbeit mit Kunden ein?
  5. Versteht Ihr Vertrieb Ihre Kunden wirklich richtig?
  6. Ist Ihr Vertrieb bei den “richtigen” Kunden ausreichend vor Ort?
  7. Haben Sie Ihren Vertrieb einmal aus der Sicht Ihrer Kunden betrachtet?
  8. Bieten Sie Ihren Kunden einen quantifizierbaren Nutzen und vermitteln Sie das?
  9. Ist Ihre interne Organisation bereit, den Vertrieb optimal zu unterstĂŒtzen?
  10. Ist Vertrieb und Kundenorientierung bei Ihnen Chefsache?
Zusatzfrage: Was denken Sie, wo steht Ihre Vertriebsmannschaft auf einer Skala von 1 bis 10 im Vergleich zu anderen Weltklasseunternehmenoder Ihren besten Wettbewebern? Haben Sie mehr als 3 Fragen negativ fĂŒr sich beantwortet, sollten Sie beginnen, sich Gedanken zu machen. Lesen Sie auch: Vertriebsmitarbeiter verbringen nur 10-20% ihrer Zeit mit aktiver Arbeit am Kunden.
@ ad-hoc-news.de | 19.03.14 14:31 Uhr