Anleiheemission im MĂ€rz, Insolvenz im Juni: Greentech Unternehmen Solarnative GmbH stellt Insolvenzantrag in Rekordtempo â Kanzlei Schirp und Partner prĂŒft AnsprĂŒche gegen die Emissionsbegleiter One S
08.07.2024 - 10:21:29| Emittent / Herausgeber: SCHIRP & PARTNER RechtsanwĂ€lte mbB / Schlagwort(e): Anleihe/Insolvenz 08.07.2024 / 10:21 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. quare Financial Engineers und Heuking  Nur drei Monate nach dem Zeichnungsstart ihrer Anleihe (WKN: A38251 | ISIN: DE000A382517) am 19. MĂ€rz 2024 stellte das deutsche Greentech-Unternehmen Solarnative GmbH den beschĂ€menden Insolvenzantrag. Dieser rasante Ăbergang von der Emission zur Insolvenzanmeldung sorgt im deutschen Kapitalmarkt fĂŒr BestĂŒrzung und wirft ernste Fragen hinsichtlich der organisatorischen und finanziellen Strukturen des Unternehmens auf, aber auch hinsichtlich der Sorgfalt der Emissionsbegleiter One Square Financial Engineers und Heuking.  Die Anleihe, die mit einem vermeintlich attraktiven Zinssatz von bis zu 12,25 Prozent p.a. angeboten wurde, konnte zum Valutatag lediglich ein Volumen von 1,24 Millionen Euro platzieren â sehr zur EnttĂ€uschung der GeschĂ€ftsfĂŒhrung. Dr. Julian Mattheis, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Solarnative, erlĂ€uterte in einem Interview am 20. MĂ€rz mit dem AnleihenFinder, dass das Ziel der Emission darin bestanden habe, die Finanzmittel zur Skalierung der Produktion und zur StĂ€rkung der LiquiditĂ€tsreserven zu verwenden, um die ProduktionskapazitĂ€ten deutlich zu erhöhen. Er betonte, dass die RĂŒckzahlungen der Anleihe sowie die Zinszahlungen durch den anfĂ€nglichen Einsatz eines Teils der Anleihemittel als LiquiditĂ€tspolster gesichert gewesen seien und ab dem nĂ€chsten Jahr durch operative Cashflows gedeckt werden sollten. ZusĂ€tzlich seien weitere Kapitalerhöhungen geplant gewesen, um die Eigenkapitalposition des Unternehmens zu stĂ€rken.  Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Schirp, der geschĂ€digte Investoren dieser Anleihe vertritt: âDer Prospekt der Solarnative ist in mehreren Punkten eigenartig ausweichend formuliert. Zwar wird der aktuelle Finanzierungsbedarf mit 13 Millionen Euro angegeben, jedoch wird nicht angegeben, ob dieser Finanzierungsbedarf aus der Anleihe gedeckt werden kann oder sogar noch darĂŒber hinausgeht. Auch hat man es versĂ€umt, eine Mindestplatzierungssumme zu definieren. Dies wĂ€re angesichts der offensichtlich akuten Existenzkrise der Solarnative erforderlich gewesen, um zu verhindern, dass das Geld der Kleinanleger von der ersten Sekunde an verloren warâ. Dr. Schirp weiter: âAuffĂ€llig ist auch, dass dies nicht die erste Emission ist, die von One Square Financial Engineers und Heuking KĂŒhn LĂŒer Wojtek strukturiert und begleitet wurde und anschlieĂend zeitnah in die Insolvenz steuerte. Zwar stellen die zweieinhalb Monate zwischen Emissionsende und Insolvenz bei Solarnative einen traurigen âGeschwindigkeitsrekordâ bei der Vernichtung von Anlegergeldern dar. Aber auch die von One Square Financial Engineers und Heuking strukturierten Emissionen der Medizintechnikunternehmen Belano Medical AG (WKN: A3H2UW | ISIN: DE000A3H2UW2) und Pentracor GmbH (WKN: A289XB | ISIN: DE000A289XB9) sowie des Wassertechnikanbieters Blueplanet Investments AG (WKN: A3H3F7 | ISIN: DE000A3H3F75) sind nach der Emission ihrer Anleihen sang- und klanglos in die Insolvenz gelaufen. Diese wiederholten Ereignisse deuten darauf hin, dass mehr dahintersteckt als nur das plötzliche Scheitern der GeschĂ€ftsideen der emittierenden Unternehmen.â  Dr. Schirp ganz grundsĂ€tzlich: âGenerell sehen wir es sehr skeptisch, wenn Unternehmen, die kaum UmsĂ€tze generieren, mit sehr ambitionierten Planungen um Anlegergelder werben, in denen plötzliche und explosionsartige Anstiege der UmsĂ€tze und Gewinne unterstellt werden (sog. âHockeystickâ-Planungen). Wer Anlegervertrauen gewinnen will, sollte vorher zumindest ansatzweise nachgewiesen haben, was er eigentlich kann.â  Das Fazit: âWir brauchen generell mehr Sorgfalt und Verantwortung der emissionsbegleitenden Unternehmen bei der Emission von Anleihen/Wandelanleihen. Es ist unverzichtbar, bei schwachen Emittenten eine Mindestplatzierungssumme zu definieren, bei deren Nichterreichen der Platzierung abgebrochen werden muss. Denn wenn nur ein kleiner Teil des geplanten Emissionsvolumens erzielt werden kann, lassen sich die PlĂ€ne und Investitionen i.d.R. nicht realisieren. Das Geld der Anleger wird dann von der ersten Sekunde an in ein Fass ohne Boden geworfen. Speziell bei Solarnative fordern wir weitere GeschĂ€digte auf, sich bei uns zu melden, weil wir in diesem drastischen Fall die Emissionsbegleiter konkret zur Rechenschaft ziehen wollen.â   FĂŒr weitere Informationen steht zur VerfĂŒgung: Dr. Wolfgang Schirp, Schirp Schmidt-Morsbach RechtsanwĂ€lte PartG mbB, Leipziger Platz 9, D - 10117 Berlin, Tel. 0049-30-3276170, mail schirp@schirp.com, URL: www.schirp.com   Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group AG. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. |

