Sparflamme, EuropÀische

Wissenschaft auf Sparflamme: EuropÀische Labore kÀmpfen mit massiven EinschrÀnkungen

06.03.2025 - 11:34:04

Starlab International GmbH


EQS-Media / 06.03.2025 / 11:34 CET/CEST
Hamburg, 6. MĂ€rz 2025. Die Life-Science-Branche befindet sich an einem kritischen Wendepunkt: WĂ€hrend der Corona-Pandemie noch als systemrelevant gefeiert, kĂ€mpfen viele Labore heute mit massiven EinschrĂ€nkungen. Eine aktuelle europaweite Umfrage des Laborausstatters Starlab unter 378 Labormitarbeitenden aus fĂŒnf LĂ€ndern zeichnet ein alarmierendes Bild.  Zwar hat sich die Versorgungssituation mit Labormaterialien nach den pandemiebedingten Schwankungen normalisiert, doch PersonalengpĂ€sse und steigender Kostendruck sowie die KonjunkturabschwĂ€chung belasten die Life-Science-Branche stark. 64 Prozent der befragten Labore haben bereits Sparmaßnahmen eingefĂŒhrt. 58 Prozent berichten von konkreten BudgetkĂŒrzungen, wĂ€hrend 42 Prozent gezwungen sind, Forschungsbereiche zu priorisieren. „Diese Entwicklung gefĂ€hrdet nicht nur einzelne Forschungsprojekte, sondern die WettbewerbsfĂ€higkeit und Innovationskraft ganzer Wissenschaftsstandorte“, warnt Klaus Ambos, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Starlab International GmbH.  GedĂ€mpfte Zukunftsaussichten fĂŒr 2025  Der Ausblick der Laborbranche fĂ€llt nĂŒchtern aus: 37 Prozent der Befragten erwarten eine negative wirtschaftliche Entwicklung bis Ende 2025, nur 15 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft. Die ĂŒbrigen 48 Prozent Ă€ußern sich unentschieden. „Dass sich fast die HĂ€lfte nicht festlegen möchte, zeigt, dass sich weder ein positiver noch ein negativer Trend verfestigt hat. Noch ist es nicht zu spĂ€t, das Ruder herumzureißen“, sagt Ambos.   Besonders kritisch ist die Lage in Deutschland: Hier erwarten nur 13 Prozent der Labore steigende Budgets – der niedrigste Wert im europĂ€ischen Vergleich. Mit einem RĂŒckgang des Materialverbrauchs im Jahr 2024 um 22,5 Prozent verzeichnen deutsche Einrichtungen zudem die stĂ€rksten Einschnitte.  Wissenschaft braucht politische PrioritĂ€t  Die Forderung der Branche ist eindeutig: 79 Prozent der Befragten verlangen mehr politische PrioritĂ€t fĂŒr die Life Sciences-Branche. „Die Politik muss jetzt handeln“, mahnt Ambos. „Der Kontrast könnte nicht grĂ¶ĂŸer sein. In der Corona-Pandemie war die Wissenschaft der große HoffnungstrĂ€ger. Beispiele wie Biontech sind erstmals in der Breite sichtbar geworden. Heute, ohne akute Krise, werden Forschungsbudgets gekĂŒrzt. Dabei findet die ganze Zeit systemrelevante Forschung statt. In Deutschland und Europa werden so viele vielversprechende AnsĂ€tze allein in der Krebsforschung verfolgt, was aber nicht sichtbar genug ist.“ 

Dabei braucht es laut Starlab International CEO Ambos gerade jetzt Innovationen fĂŒr Klimaschutz, Gesundheit und eine alternde Gesellschaft. „Wir können es uns nicht leisten, die Wissenschaft nur in Krisenzeiten wertzuschĂ€tzen. Das Fundament fĂŒr kĂŒnftige Krisen wird heute gebaut.“  Trotz Sparzwang große Nachhaltigkeitsambitionen und Innovationsbereitschaft  Trotz der angespannten Situation zeigt die Branche eine bemerkenswerte Innovationsbereitschaft: Über 65 Prozent der Befragten sehen Nachhaltigkeit und Umweltschutz als zentrale Zukunftsthemen. 95 Prozent wĂŒrden recycelte Produkte nutzen, davon 70 Prozent bei garantierter QualitĂ€t, 12 Prozent uneingeschrĂ€nkt, 13 Prozent, wenn der Preis gleich bleibt, und 5 Prozent abhĂ€ngig vom Produkt. Lediglich 0,61 Prozent lehnen recycelte Produkte aufgrund zu vieler Bedenken generell ab. Viele Labore haben bereits konkrete Maßnahmen ergriffen – 83 Prozent setzen Recycling-Programme um, 64 Prozent nutzen Mehrwegsysteme und 62 Prozent investieren in energiesparende GerĂ€te.  Dennoch stehen der Umsetzung oft Hindernisse im Weg: 80 Prozent nennen Kosten als Hauptbarriere, gefolgt von Zeitaufwand (74%) und mangelnder Informationen zu Nachhaltigkeitsoptionen und Umsetzungsmöglichkeiten (63%). „Die Labore wollen den Wandel aktiv gestalten. Aber es braucht die richtigen Rahmenbedingungen und UnterstĂŒtzung von allen Seiten“, sagt Ambos. „Das bedeutet konkret: Die Politik muss nachhaltige Forschung stĂ€rker fördern und regulatorische HĂŒrden abbauen. Wir als Hersteller sind gefordert, innovative und bezahlbare Lösungen wie recyclingfĂ€hige Produkte und geschlossene MaterialkreislĂ€ufe anzubieten. Und nicht zuletzt braucht es das VerstĂ€ndnis der Öffentlichkeit, dass Investitionen in nachhaltige Wissenschaft eine Investition in unser aller Zukunft sind.“  Über die Studie  Die Umfrage wurde im Januar 2025 unter 378 Labormitarbeitenden in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und Österreich durchgefĂŒhrt. Die Mehrheit der Teilnehmenden (65 Prozent) arbeitet als Labormanager oder Labortechniker. Weitere 24 Prozent der Befragten setzen sich aus wissenschaftlichem Personal zusammen – darunter Professoren und Projektleiter (7 Prozent), Doktoranden und Post-Docs (6 Prozent) sowie Forscher und Medizinforscher (8 Prozent). ErgĂ€nzt wird das Teilnehmerfeld durch Labordirektoren (3 Prozent), EinkĂ€ufer (1 Prozent) und Mitarbeitende aus anderen Laborbereichen (10 Prozent). 


Emittent/Herausgeber: Starlab International GmbH
Schlagwort(e): Forschung/Technologie

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