Datenrettung, Headcrash

Mechanischer HDD-Defekt fĂŒhrt zu vollstĂ€ndigem Zugriffsausfall in Kanzlei

13.02.2026 - 12:45:00

Leipzig/Dresden - Der mechanische Defekt einer einzelnen HDD-Festplatte hat in einer Dresdner Kanzlei zum vollstĂ€ndigen Ausfall des Datenzugriffs auf digitale Fallakten gefĂŒhrt. Ursache war ein sogenannter Headcrash – ein physischer Schaden, bei dem die Head-Assembly die rotierende Magnetscheibe berĂŒhrt und Teile der magnetischen Beschichtung beschĂ€digt.

Das betroffene System reagierte mit wiederholten InitialisierungsabbrĂŒchen sowie nicht korrigierbaren Lesefehlern (UNC-Errors). Ein konsistenter Zugriff auf das Dateisystem war nicht mehr möglich.

Die Analyse und Rekonstruktion erfolgte im Leipziger Datenrettungslabor RecoveryLab , das auf die physische Rekonstruktion mechanisch beschÀdigter HDD- und RAID-Systeme sowie deren logische Wiederherstellung spezialisiert ist.

BeschÀdigung der DatentrÀgeroberflÀche

Ein Headcrash ist keine logische Dateisystemstörung, sondern eine physische BeschÀdigung der DatentrÀgeroberflÀche. Durch den Kontakt zwischen Schreib-/Lesekopf und Platter kommt es zu Materialabtrag der magnetischen Schicht sowie zu Störungen einzelner Servoinformationen. Betroffene Sektoren werden unlesbar, Fehlerkorrekturmechanismen (ECC) schlagen fehl.

Jede weitere Inbetriebnahme kann beschÀdigte Bereiche erneut mechanisch belasten und zuvor noch lesbare Sektoren irreversibel beeintrÀchtigen. Softwarebasierte Werkzeuge wie Dateisystemreparaturen oder SMART-Analysen beheben die physikalische Ursache nicht.

Rekonstruktion unter Reinraumbedingungen

Das Laufwerk wurde unmittelbar außer Betrieb genommen und unter Reinraumbedingungen im RecoveryLab untersucht. Nach Austausch der beschĂ€digten Head-Assembly erfolgte eine kontrollierte sektorweise Auslese mit priorisierter Lesestrategie. Ziel war die Erstellung eines vollstĂ€ndigen Images der noch zugĂ€nglichen Datenbereiche, ohne das Originalmedium weiter zu belasten.

Die logische Rekonstruktion der Dateistruktur erfolgte ausschließlich auf Basis dieses Images. Neben der Wiederherstellung der Inhalte wurde die strukturelle Konsistenz des Dateisystems geprĂŒft. Insbesondere die IntegritĂ€t von Metadaten, Zeitstempeln und Dateizuordnungen war im juristischen Kontext von zentraler Bedeutung.

Mechanische Speichermedien bleiben verschleißbehaftet

Der Vorfall verdeutlicht, dass mechanische Speichermedien weiterhin verschleißbehaftete Bauteile darstellen. Virtualisierung, RAID-Architekturen oder Cloud-Integrationen reduzieren systemische Risiken, ersetzen jedoch nicht die physikalische IntegritĂ€t einzelner DatentrĂ€ger.

MaterialermĂŒdung, Stoßbelastungen oder Stromereignisse können innerhalb kurzer Zeit zu OberflĂ€chenschĂ€den fĂŒhren. Mechanische Defekte bleiben damit ein kalkulierbares, jedoch nicht vollstĂ€ndig eliminierbares Restrisiko produktiver IT-Infrastrukturen.

Weitere Informationen: HDD-Datenrettung: https://www.recoverylab-datenrettung.de/festplatten-hdd/ RAID-Datenrettung: https://www.recoverylab-datenrettung.de/raid-datenrettung/

(Ende)

Aussender: RecoveryLab Datenrettung Ansprechpartner: Stefan Berger Tel.: +49 341 392 817 89 E-Mail: info@recoverylab.de Website: www.recoverylab-datenrettung.de

@ pressetext.de

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