Die Komax Gruppe kehrt zu profitablem Wachstum zurĂĽck
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 07:00 Uhr | dgap.de| KOMAX Holding AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Halbjahresergebnis 13.08.2026 / 07:00 CET/CEST Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR FĂĽr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Dierikon, 13. August 2026 Medienmitteilung Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR Halbjahresabschluss 2026 der Komax Gruppe Die Komax Gruppe steigerte im ersten Halbjahr 2026 den Bestellungseingang um 12.2% auf CHF 311.4 Millionen (H1 2025: CHF 277.4 Millionen). Massgeblich dazu beigetragen hat die starke Marktposition in den Industrie- und Infrastruktursegmenten in Nordamerika, die vom anhaltenden Ausbau von Rechenzentren profitieren. Da zahlreiche Bestellungen erst gegen Mitte des Jahres eingingen, widerspiegelte sich dies noch nicht im Umsatz. Dieser wuchs organisch um 1.6%, verringerte sich jedoch aufgrund negativer Währungseffekte um insgesamt 2.8% auf CHF 272.4 Millionen (H1 2025: CHF 280.3 Millionen). Der Auftragsbestand erhöhte sich auf CHF 183.1 Millionen (31.12.2025: CHF 145.5 Millionen). Dank der seit 2024 konsequent gesenkten Kostenbasis, resultierte ein bereinigtes betriebliches Ergebnis (EBIT) von CHF 16.5 Millionen (H1 2025: CHF 7.7 Millionen) und eine EBIT-Marge von 6.1% (H1 2025: 2.7%). Darin nicht enthalten sind Einmaleffekte im Zusammenhang mit insbesondere Struktur- und Portfolioanpassungen von insgesamt CHF –14.9 Millionen, die das EBIT auf CHF 1.6 Millionen (H1 2025: CHF 6.2 Millionen) reduzierten.  Die Komax Gruppe verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2026 in den Industrie-, Infrastruktur- und Transportmärkten ein weiteres Wachstum. Treiber war insbesondere der anhaltende Ausbau von Rechenzentren in Nordamerika, der zu einer starken Nachfrage nach Lösungen fĂĽr die automatisierte Kabelverarbeitung und Qualitätskontrolle fĂĽhrte. Dadurch konnte die Komax Gruppe die Abhängigkeit von der Automobilindustrie weiter reduzieren. Deren Anteil am Umsatz sank auf 57% (H1 2025: 64%). Die Kundschaft aus der Automobilindustrie zeigte sich weiterhin zurĂĽckhaltend beim Investieren. Wobei insbesondere die volatile Marktsituation in Europa und die bestehenden Ăśberkapazitäten in China fĂĽr die Komax Gruppe eine Herausforderung darstellten.  Insgesamt erreichte die Komax Gruppe im ersten Semester 2026 einen Bestellungseingang von CHF 311.4 Millionen und verzeichnete gegenĂĽber dem Vorjahreszeitraum (H1 2025: CHF 277.4 Millionen) ein Wachstum von 12.2%. Dieser Bestellungseingang ist der höchste Wert seit dem zweiten Halbjahr 2023.  Organisches Umsatzwachstum Zahlreiche Bestellungen gingen erst gegen Mitte des Jahres ein und waren somit noch nicht umsatzwirksam. Da zudem negative Währungseffekte von 4.4% die Entwicklung des Umsatzes belasteten, verringerte sich dieser um 2.8% auf CHF 272.4 Millionen (H1 2025: CHF 280.3 Millionen). Organisch wuchs der Umsatz um 1.6%. Der Auftragsbestand nahm in der ersten Jahreshälfte 2026 deutlich zu und lag per 30. Juni 2026 bei CHF 183.1 Millionen (31. Dezember 2025: CHF 145.5 Millionen). Die Book-to-Bill-Ratio betrug 1.14.  Rechenzentren als Wachstumstreiber Regional entwickelten sich die Umsätze unterschiedlich. Am kräftigsten legten sie in Nord-/SĂĽdamerika zu, wo ein Wachstum von 17.1% resultierte. «Beim Ausbau von Rechenzentren fĂĽr beispielsweise KI-Anwendungen werden sowohl fĂĽr die Stromverteilung als auch die KĂĽhlung und Datenverarbeitung Kabel benötigt, die mit unseren Lösungen verarbeitet und geprĂĽft werden», erklärt Andreas Häberli, Verwaltungsratspräsident und CEO ad interim der Komax Gruppe. «Wir sind in diesem Bereich bereits gut positioniert, was sich am starken Wachstum im Marktsegment Industrial & Infrastructure im ersten Halbjahr in Nordamerika gezeigt hat. KĂĽnftig wollen wir uns weltweit noch stärker auf Wachstumsmärkte in diesem Marktsegment fokussieren.»  In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz gegenĂĽber dem Vorjahreszeitraum um 17.4% zurĂĽck. Ausschlaggebend war die schwache Marktentwicklung in China, wo Ăśberkapazitäten in der Automobilindustrie die Investitionsbereitschaft der Kundschaft dämpften. Ausserhalb Chinas entwickelte sich das asiatische Geschäft hingegen positiv: Der Umsatz stieg um mehr als 7%, wozu insbesondere der dynamische indische Markt wesentlich beitrug. In Europa und Afrika nahmen die Umsätze um 8.6% bzw. 7.8% ab. Dementsprechend sank der Umsatzanteil Europas auf 34% (H1 2025: 36%) und entsprach damit dem Anteil von Nord-/SĂĽdamerika, das mit einem kräftigen Wachstum auf 34% zulegte (H1 2025: 29%). Der Umsatzanteil von Afrika blieb mit 15% unverändert, während die Region Asien/Pazifik 17% (H1 2025: 20%) zum Umsatz beitrug.  Tiefere Kostenbasis fĂĽhrt zu steigendem EBIT Das betriebliche Ergebnis (EBIT) lag bei CHF 1.6 Millionen (H1 2025: CHF 6.2 Millionen) bei einer EBIT-Marge von 0.6% (H1 2025: 2.2%). Darin enthalten sind jedoch signifikante Einmaleffekte von CHF –14.9 Millionen. Diese sind hauptsächlich auf weitere Struktur- und Portfolioanpassungen an verschiedenen Standorten, insbesondere in Europa, sowie damit verbundene Restrukturierungskosten und Lagerwertberichtigungen zurĂĽckzufĂĽhren. Diese vorgenommenen Anpassungen werden dazu beitragen, die Kostenbasis der Komax Gruppe weiter nachhaltig zu reduzieren. Ohne diese Einmaleffekte resultierte ein EBIT von CHF 16.5 Millionen bei einer EBIT-Marge von 6.1% und lag damit deutlich ĂĽber dem Vorjahreswert von CHF 7.7 Millionen und der EBIT-Marge von 2.7%. Dazu trug auch die weiterhin hohe Bruttomarge von 65.1% (H1 2025: 68.1%) bei.  «Dieses betriebliche Ergebnis unterstreicht, dass die seit 2024 konsequent umgesetzten Massnahmen zur Kostenreduktion Wirkung entfalten», sagt Andreas Weibel, CFO ad interim der Komax Gruppe. «GegenĂĽber 2024 konnten wir unsere Kostenbasis um ĂĽber CHF 25 Millionen reduzieren. Diesen Weg der Kostenreduktion werden wir mit gezielten Massnahmen konsequent weiterverfolgen, um nachhaltig Wert zu generieren.» Das Gruppenergebnis nach Steuern (EAT) lag bei CHF –5.0 Millionen (H1 2025: CHF –3.5 Millionen). Positiv auf das EAT wirkte sich die Reduktion der Ertragssteuern auf CHF –2.0 Millionen (H1 2025: CHF –5.6 Millionen) aus.  Programm «Uplift» – Wachstumsinitiativen und Kostendisziplin Um die Neuausrichtung des Unternehmens voranzutreiben und den positiven Trend der vergangenen Monate zu verstärken, initiierte die Komax Gruppe im ersten Halbjahr 2026 das Programm «Uplift». Es umfasst einerseits Initiativen, um die Wachstumsmöglichkeiten in den Industrie-, Infrastruktur- und Transportmärkten noch gezielter zu nutzen, und andererseits Massnahmen zur Sicherung der bestehenden Position in der Automobilindustrie. Zudem legt das Programm einen starken Fokus auf die FortfĂĽhrung der Kostendisziplin und der nachhaltigen Senkung der Kostenbasis. Die im ersten Semester 2026 angefallenen Einmaleffekte von CHF –14.9 Millionen stehen im Zusammenhang mit dem Programm «Uplift». Sie schaffen die Voraussetzung, um die Kostenbasis ab 2027 um weitere bis zu CHF 10 Millionen zu senken. Im zweiten Halbjahr 2026 ist mit keinen wesentlichen zusätzlichen Einmaleffekten zu rechnen.  Reduktion der Nettoverschuldung Die Komax Gruppe verfĂĽgt weiterhin ĂĽber ein solides finanzielles Fundament. Per 30. Juni 2026 betrug das Eigenkapital CHF 334.3 Millionen (31. Dezember 2025: CHF 335.6 Millionen) bei einer Eigenkapitalquote von 52.1% (31. Dezember 2025: 52.4%). Der Free Cashflow fiel trotz des negativen EAT mit CHF 7.2 Millionen positiv aus (H1 2025: CHF –2.0 Millionen), da das Nettoumlaufvermögen reduziert werden konnte. Dadurch nahm auch die Nettoverschuldung von CHF 111.9 Millionen per 31. Dezember 2025 auf CHF 104.9 Millionen ab. Die sinkende Nettoverschuldung in Verbindung mit dem gestiegenen EBITDA (ohne Einmaleffekte) fĂĽhrte zu einem wesentlich tieferen Verschuldungsfaktor von 2.33 (31. Dezember 2025: 3.12).  Einstieg ins Werkzeuggeschäft «Im Zuge unserer Neuausrichtung haben wir in den letzten Monaten einen wichtigen strategischen Schritt unternommen, um unsere Wertschöpfungskette weiter zu stärken und schneller auf die BedĂĽrfnisse unserer Kundschaft reagieren zu können», erläutert Andreas Häberli. «Die Komax Gruppe hat im Juli 2026 eine Minderheitsbeteiligung von 40% an der KTK GmbH mit Sitz in Wilhelmsdorf, Deutschland, erworben. Das Unternehmen beschäftigt rund 20 Mitarbeitende und ist auf die Entwicklung und Herstellung von Crimpwerkzeugen spezialisiert, die eine zentrale Komponente in unseren vollautomatischen Kabelverarbeitungslösungen sind.» Pro Maschine werden rund zehn solcher Werkzeuge benötigt. Die Komax Gruppe hat in den letzten Wochen begonnen, an ihrem Standort in Tianjin, China, eine Werkzeugfertigung und -montage nach dem Vorbild des deutschen KTK-Standorts aufzubauen. Dabei wird sie von Claus Kainzbauer, GrĂĽnder und GeschäftsfĂĽhrer von KTK, umfassend unterstĂĽtzt und schafft damit die Voraussetzungen, lokale Kostenvorteile zu nutzen und noch schneller Lieferungen im asiatischen Markt zu gewährleisten.  Ebenfalls Fortschritte erzielte die Komax Gruppe im ersten Halbjahr 2026 bei der weiteren Lokalisierung ihres Produktportfolios in Asien. Die damit verbundenen Investitionen in den Aufbau lokaler Entwicklungskompetenzen und den Transfer von Know-how aus Europa fĂĽhren vorĂĽbergehend zu Doppelspurigkeiten und damit zu höheren Aufwendungen fĂĽr Forschung und Entwicklung. Diese bilden die Grundlage, um schneller und flexibler auf regionale KundenbedĂĽrfnisse reagieren zu können und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit in Asien.  EinfĂĽhrung von wire2GO in den USA Zur Stärkung ihrer Position im nordamerikanischen Markt fĂĽr Schaltschrankbau und damit zum Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit im Marktsegment Industrial & Infrastructure lancierte die Komax Gruppe im Mai 2026 den Service wire2GO in den USA. Ăśber eine digitale Komax-Plattform können Kundinnen und Kunden vorkonfektionierte Drahtsätze in beliebiger Menge bestellen. Diese werden am Komax-Standort in Brookfield, USA, vollständig automatisiert konfektioniert und beschriftet und anschliessend innerhalb kĂĽrzester Zeit ausgeliefert. Dadurch lässt sich die Verdrahtung von Schaltschränken um bis zu 80% beschleunigen. Unter der Marke WUSTEC bietet die Komax Gruppe diesen Service bereits seit 2023 insbesondere in Deutschland an.  CEO- und CFO-Suche auf Kurs Die im April gestartete Suche nach einem neuen CEO verläuft planmässig, so dass dieser voraussichtlich noch im dritten Quartal 2026 ernannt werden kann. Bis zum Stellenantritt des neuen CEO wird die Komax Gruppe weiterhin interimistisch von Verwaltungsratspräsident Andreas Häberli gefĂĽhrt. Auch die Rekrutierung fĂĽr die CFO-Position schreitet wie geplant voran. Die Besetzung dieser Funktion soll jedoch erst nach der Ernennung des neuen CEO erfolgen, damit dieser in den Auswahlprozess einbezogen werden kann. Seit Anfang Juni nimmt Andreas Weibel die CFO-Funktion interimistisch wahr.  Ausblick Die fortschreitende Automatisierung, die zunehmende Elektrifizierung und die steigenden Anforderungen an moderne Mobilitätslösungen eröffnen der Komax Gruppe attraktive Wachstumsperspektiven. Mit den in den vergangenen Jahren eingeleiteten und weitgehend umgesetzten Strukturanpassungen sowie dem laufenden Programm «Uplift» treibt die Komax Gruppe ihre Neuausrichtung konsequent voran. Dadurch stärkt sie ihre Position, um die Wachstumspotenziale in den Industrie-, Infrastruktur- und Transportmärkten mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen noch gezielter zu erschliessen und nachhaltig profitabel zu wachsen.  Die sinkende Kostenbasis sowie die Fortschritte bei der Neuausrichtung stimmen zuversichtlich. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Denn es bestehen diverse Herausforderungen, welche die Investitionsbereitschaft der Kundschaft dämpfen. Dazu zählen das weltweit rĂĽckläufige Fahrzeugproduktionsvolumen sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten. In diesem volatilen Marktumfeld erwartet die Komax Gruppe im Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz zwischen CHF 580 und CHF 600 Millionen sowie ein EBIT (inkl. Einmaleffekte) zwischen CHF 16 und CHF 20 Millionen.  Kennzahlen der Komax Gruppe Â
1 Bereinigt um Einmaleffekte von CHF –14.9 Mio. (H1 2025: CHF –1.5 Mio.), die mit Struktur- und Portfolioanpassungen an verschiedenen Standorten sowie damit verbundenen Restrukturierungskosten und Lagerwertberichtigungen zusammenhängen. 2 Total Eigenkapital. Â
Kontakt Roger Müller Vice President Group Communications / Investor Relations / ESG Tel. +41 41 455 06 16 roger.mueller@komaxgroup.com  Komax ist eine global tätige Technologiegruppe, die sich auf Märkte im Bereich der Automatisierung konzentriert. Als führende Herstellerin innovativer und qualitativ hochstehender Lösungen für die Kabelverarbeitung unterstützt die Komax Gruppe wirtschaftliche und sichere Fertigungsabläufe insbesondere bei Automobilzulieferern. Die Komax Gruppe beschäftigt weltweit über 3’000 Mitarbeitende und bietet über Tochtergesellschaften und unabhängige Vertretungen Verkaufs- und Serviceunterstützung in über 60 Ländern. Komax Stories Themen und Insights aus der Welt der automatisierten Kabelverarbeitung: www.komaxgroup.com/stories Komax Holding AG, Industriestrasse 6, 6036 Dierikon, Switzerland Phone +41 41 455 04 55, komaxgroup.com Ende der Adhoc-Mitteilung |
| Sprache: | Deutsch |
| Unternehmen: | KOMAX Holding AG |
| Industriestrasse 6 | |
| 6036 Dierikon | |
| Schweiz | |
| ISIN: | CH0010702154 |
| Valorennummer: | 907324 |
| Börsen: | SIX Swiss Exchange |
| LEI Code: | 529900UID9PCQXLG9479 |
| EQS News ID: | 2381560 |
| Â | |
| Ende der Mitteilung | EQS News-Service |
| |
de | CH0010702154 | KOMAX HOLDING AG | boerse | 69942820 |
