Die Medartis-Gruppe beschleunigt das organische Umsatzwachstum im H1 auf 17,0 % und erzielt eine Kern-EBITDA-Marge von 18,0Â %
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 06:45 Uhr | dgap.de| Medartis Holding AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis 18.08.2026 / 06:45 CET/CEST Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR FĂĽr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. MEDIENMITTEILUNG Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR. FĂĽr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Der Gesamtumsatz belief sich auf CHF 160,8 Mio. (+30,7 %), einschliesslich der Beiträge von NeoOrtho, Keri Medical und CADskills Der Kernumsatz stieg organisch[1] um 17,0 % (kWk), getragen vom dynamischen Wachstum in den USA und weiteren Marktanteilsgewinnen in der EMEA-Region Die Kern[2]-EBITDA-Marge verbesserte sich trotz Währungsdruck und zusätzlicher Kosten durch US-Zölle auf 18,0 % Prognose fĂĽr 2026 erhöht: Medartis erwartet neu ein organisches Kernumsatzwachstum von 17–19 % und eine Kern-EBITDA-Marge im hohen Zehnprozentbereich (zu kWk) FINANZKENNZAHLEN FĂśR DAS HALBJAHR 2026 Â
Basel, 18. August 2026: Die Medartis Holding AG (MED:SW), ein fĂĽhrendes Orthopädieunternehmen, das sich auf die Kopf- und Extremitätenchirurgie spezialisiert hat, gab heute fĂĽr das erste Halbjahr 2026 einen Gesamtumsatz von CHF 160,8 Mio. und ein beschleunigtes organisches Wachstum von 17,0 % bekannt. Die USA und die EMEA-Region waren die wichtigsten Wachstumstreiber, unterstĂĽtzt durch die EinfĂĽhrung neuer Produkte, den weiteren Ausbau des Vertriebs sowie die internationale MarkteinfĂĽhrung der TOUCH®-Prothese von Keri Medical. Schneller wachsend als der Markt und den operativen Hebel ausnĂĽtzend, vermochte das Unternehmen die Brutto-, EBITDA- und Nettogewinnmargen zu steigern und das trotz Währungs- und höherer Zollbelastungen.  Matthias Schupp, Medartis CEO, kommentiert das Ergebnis des ersten Halbjahres wie folgt: „Wir sind mit der Entwicklung im ersten Halbjahr sehr zufrieden. Alle Elemente des im März vorgestellten Plans sind auf gutem Weg: In Lateinamerika wird das Geschäft ausgebaut, das Vertriebsnetz in den USA macht Fortschritte und TOUCH erreicht immer mehr Chirurgen. Neben der Zuteilung eines neuen CPT-Codes in den USA hat TOUCH nun auch in Australien einen eigenen Erstattungscode erhalten – ein Zeichen dafĂĽr, dass die Gesundheitsbehörden den eindeutigen klinischen Nutzen erkennen, den das Implantat den Patienten bietet.“  LEISTUNG NACH REGION Starke Dynamik in der EMEA-Region trotz einiger Gegenwinde In der EMEA-Region stieg der Kernumsatz von CHF 67,9 Mio. im ersten Halbjahr 2025 auf CHF 95,0 Mio. im ersten Halbjahr 2026, was einem Wachstum von 42,5 % zu konstanten Wechselkursen (kWk) entspricht. Von diesem Anstieg entfielen CHF 16,9 Mio. auf die ĂĽbernommenen Geschäftsbereiche Keri Medical und CADskills. Das organische Umsatzwachstum belief sich auf 17,7 % (kWk). Besonders stark war das Wachstum im ersten Quartal, als strenge Winterbedingungen zu einem Anstieg der Traumafälle in der DACH-Region und in Polen fĂĽhrten. Ăśber die gesamten sechs Monate hinweg war das Wachstum in der gesamten Region breit abgestĂĽtzt, wobei Ă–sterreich, Polen, Spanien und Grossbritannien Marktanteile hinzugewinnen konnten – die beiden letztgenannten Länder trotz Streiks des Krankenhauspersonals. Auch die Distributorenmärkte, angefĂĽhrt von Skandinavien, wuchsen im zweistelligen Bereich. Die Entwicklung im Nahen Osten fiel aufgrund der vorherrschenden geopolitischen Lage schwächer aus als im Vorjahreszeitraum. Keri Medical verzeichnete weiterhin ein dynamisches Wachstum. Der Umsatz stieg in den Ländern mit direktem Vertrieb durch Medartis (z. B. Ă–sterreich, Deutschland und Grossbritannien) um 45 % und im Geschäft mit externen Vertriebspartnern (einschliesslich der etablierteren Märkte in Frankreich und Belgien) um 30 %. Medartis stärkte zudem ihre kommerzielle Präsenz, indem sie ihr CMF-Geschäft in Grossbritannien auf ein Direktvertriebsmodell umstellte. Auf der Produktseite erhielten die kĂĽrzlich eingefĂĽhrten dorsalen Olekranon-Platten sehr positives Feedback von Chirurgen. Die Bekanntheit des Unternehmens unter Handchirurgen wurde am FESSH-Kongress in Medartis’ Heimatstadt Basel weiter gestärkt. Dort organisierte Medartis eine Charity-Radrundfahrt und bot FĂĽhrungen durch die Produktion am Hauptsitz an, was insgesamt mehr als 500 Handchirurgen anzog, während das wissenschaftliche Symposium die bisher höchste Teilnehmerzahl verzeichnete. Â
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CHF 1,0 Mio. im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen, wurden im ersten Halbjahr 2026 verbucht und aus den Kerngeschäftszahlen ausgeschlossen. ? „Sonstiges“: Im OPEX waren Transaktionskosten in Höhe von CHF 1,9 Mio. im Zusammenhang mit der Übernahme von CADskills sowie Rechtskosten aus einem vollständig beigelegten Lieferantenstreit enthalten. Für einen Teil des Jahres 2025 wurden Handelszölle auf in die USA exportierte Implantate zu einem höheren Satz erhoben, als letztendlich fällig war. Medartis hat daher bei den US-Behörden eine Rückerstattung beantragt und zum 30. Juni 2026 eine Forderung in Höhe von CHF 4,4 Mio. ausgewiesen, deren Einzug für das zweite Halbjahr 2026 erwartet wird. Davon entfallen CHF 1,7 Mio. auf Zölle für Implantate, die im Geschäftsjahr 2025 verkauft wurden; diese Gutschrift wurde aus dem Kernergebnis herausgerechnet. Die Rückerstattung übersteigt die in der Periode angefallenen Zölle, sodass die ausgewiesenen Wareneinkaufskosten eine Netto-Zollgutschrift von CHF 0,8 Mio. enthalten. Nach Abzug dieses Postens weist das Kernergebnis eine Netto-Zollbelastung von CHF 0,9 Mio. aus. Im folgenden Kommentar werden die Kerngeschäftsergebnisse des ersten Halbjahres 2026 auf vergleichbarer Basis mit denen des Vorjahreszeitraums verglichen. Die Bruttogewinnmarge des Kerngeschäfts stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 81,5 % (1. Halbjahr 2025: 80,7 %), was vor allem auf einen günstigen Produkt- und Ländermix, Effizienzsteigerungen sowie die Konsolidierung des wertsteigernden Geschäftsbereichs Keri Medical zurückzuführen war. Zusammen genommen glichen diese Faktoren die negativen Auswirkungen von Wechselkursschwankungen und höheren Kosten im Zusammenhang mit US-Zöllen aus, die jeweils 0,6 Prozentpunkte ausmachten. Der Umsatz stieg stärker als die Kernbetriebskosten. Die Betriebskosten (OPEX) in Höhe von CHF 116,1 Mio. entsprachen im ersten Halbjahr 2026 72,4 % des Umsatzes, gegenüber 73,0 % im Vorjahr. Dies zeugt von anhaltender Kostendisziplin und ist auf die Konsolidierung der akquirierten Unternehmen sowie Investitionen in verschiedene Wachstumsprojekte zurückzuführen. Lässt man die oben beschriebenen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Posten ausser Acht und misst man das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, belief sich das Kern-EBITDA auf CHF 28,8 Mio. (1. Halbjahr 2025: CHF 21,8 Mio.), wodurch sich die Marge um 0,2 Prozentpunkte auf 18,0 % erhöhte. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) hätte der Anstieg 0,9 Prozentpunkte betragen. Der grösste Teil dieses Zuwachses ist auf die stärkere Bruttomarge zurückzuführen. Auch auf EBIT-Ebene stieg die Kernmarge und erreichte 9,0 % gegenüber 8,5 % im Vorjahreszeitraum, was einer Verbesserung um 0,5 Prozentpunkte in CHF bzw. 1,3 Prozentpunkte zu konstanten Wechselkursen entspricht. Das Kern-Nettoergebnis verbesserte sich von einem geringen Verlust von CHF -0,4 Mio. im ersten Halbjahr 2025 auf CHF 6,8 Mio., was auf die bereits erwähnten Faktoren sowie ein im Vergleich zum Vorjahr um CHF 6,7 Mio. besseres Finanzergebnis zurückzuführen ist. Der Finanzaufwand von CHF -2 Mio. gegenüber CHF -5 Mio. im Vorjahr (schwacher US-Dollar) war hauptsächlich auf die Aufwertung des brasilianischen Real, des mexikanischen Pesos und des australischen Dollars sowie auf einen stabileren US-Dollar zurückzuführen. Die entsprechenden Wechselkursgewinne glichen die höheren Zinsaufwendungen und Finanztransaktionsgebühren in Höhe von CHF 1,3 Mio. mehr als aus. Der Keruertragsteueraufwand lag mit CHF -5,7 Mio. über dem Vorjahreswert, was dem stärkeren operativen Ergebnis und der Einbeziehung von Keri Medical entspricht. Der operative Cashflow in Höhe von CHF 7,8 Mio. lag um CHF 0,5 Mio. unter dem Vorjahreswert, was hauptsächlich auf einen Anstieg des Nettoumlaufvermögens um CHF 25,0 Mio. zurückzuführen ist, wovon CHF 4,1 Mio. auf höhere Lagerbestände an neuen Chirurgie-Sets und CHF 4,4 Mio. auf eine noch nicht abgewickelte US-Zollrückerstattung unter „Sonstige Forderungen“ entfielen. Die Debitorenlaufzeit blieb im Vergleich zum Jahresende unverändert bei 59 Tagen. Der freie Cashflow im ersten Halbjahr war mit CHF -10,1 Mio. negativ, da die Investitionsausgaben (CAPEX) das Vorjahresniveau um fast CHF 10 Mio. überstiegen. Die Ausgaben flossen in Investitionen in neue Chirurgie-Sets und in den Ausbau der US-Produktion in Warsaw, um die lokale Produktionspräsenz zu stärken. Das Unternehmen erhöhte zudem die Produktionskapazitäten an den Standorten in Frankreich (Keri Medical), Brasilien (neues NeoOrtho-Werk) und der Schweiz, um die aktuelle Nachfrage und das erwartete künftige Wachstum zu bedienen. Die Mittelabflüsse für Fusionen und Übernahmen beliefen sich auf CHF 14,9 Mio. und umfassten die Übernahme von CADskills sowie die zweite von drei Earn-out-Zahlungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Keri Medical. Der Barmittelbestand belief sich zum Halbjahr auf CHF 25,8 Mio., verglichen mit CHF 33,0 Mio. zum Jahresende 2025 und CHF 120,5 Mio. im Vorjahr – ein Rückgang, der auf die Zahlungen für die Übernahme von Keri Medical und den Erwerb der 51-prozentigen Beteiligung an NeoOrtho zurückzuführen ist. Weitere Einzelheiten sind im Finanzteil des Halbjahresberichts 2026 aufgeführt, der auf der Medartis-Website verfügbar ist. AUSBLICK FÜR DAS GESAMTJAHR 2026 ERHÖHT (vorbehaltlich unvorhergesehener Umstände)  Auf Grundlage der bisherigen Geschäftsentwicklung erhöht die Medartis Gruppe ihren im März veröffentlichten Finanzausblick für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr neu ein organisches Wachstum des Kernumsatzes[3]von 17 %–19 % (bisher: 16 %–18 %) sowie eine Kern-EBITDA-Marge im hohen Zehnerbereich (zu kWk), was den geplanten Investitionen in Wachstumsinitiativen und der laufenden Einführung von TOUCH in den USA und Australien Rechnung trägt.   --------------------------------   MEDIENKONFERENZ ZU DEN HALBJAHRESERGEBNISSEN 2026 MIT Q&A Medartis wird heute um 09:30 Uhr MESZ ihre Halbjahresergebnisse für 2026 im Rahmen eines Online-Webcasts vorstellen. Die Veranstaltung wird vom CEO, Matthias Schupp, und dem CFO, Peter Hackel, moderiert. Die Konferenz findet in englischer Sprache statt. Die Präsentationsfolien, der Halbjahres- bericht und nachfolgend die Aufzeichnung der Veranstaltung sind auf der Medartis-Website (https://medartis.com/en/investors#reports) verfügbar.  Bitte nutzen Sie diesen Link, um sich anzumelden, die Präsentation zu verfolgen und Ihre Fragen schriftlich oder über den Webcast einzureichen: https://medartis.com/en/results-conference.   WICHTIGE TERMINE UND BEVORSTEHENDE INVESTORENVERANSTALTUNGEN
[1] Das organische Wachstum wird zu konstanten Wechselkurse (kWk) berechnet. Um einen fairen Vergleich zu gewährleisten, werden bei der Berechnung die Umsätze des erworbenen Unternehmens ab dem Zeitpunkt, zu dem Medartis die Kontrolle übernommen hat, in die Vergleichszahlen einbezogen. [2] Diese Medienmitteilung und die begleitenden Finanzdokumente enthalten alternative Leistungskennzahlen (APMs), die als „Kerngeschäftszahlen“ bezeichnet werden und zusätzliche Einblicke in die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung von Medartis bieten. Die Kerngeschäftszahlen schliessen bestimmte einmalige, nicht wiederkehrende und ausserordentliche Posten sowie Posten im Zusammenhang mit M&A aus. Eine detaillierte Übersicht über alle nicht zum Kerngeschäft gehörenden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung finden Sie in der APM-Übersicht des Halbjahresberichts.  [3] Das organische Wachstum bezeichnet den Umsatzanstieg zu konstanten Wechselkursen (kWk) unter Ausschluss der Umsätze aus erworbenen oder veräusserten Geschäftsbereichen (d.h. NeoOrtho, Keri Medical, CADskills). Das Auftragsfertigungsgeschäft von NSI und das veräusserte Hüftgeschäft von NeoOrtho wurden als nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten eingestuft. Ende der Adhoc-Mitteilung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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