Weed.de warnt: Cannabis-Novelle gefÀhrdet Patientenversorgung
Veröffentlicht am: 09.02.2026 um 09:04 Uhr | irw-press.comNovelle von Gesundheitsministerin Warken könnte Hunderttausende Patienten vom legalen Zugang abschneiden
BERLIN, DE / ACCESS Newswire / 9. Februar 2026 / Die Telemedizin-Plattform Weed.de warnt eindringlich vor den Folgen der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegten Cannabis-Novelle. Der Gesetzentwurf sieht drastische EinschrĂ€nkungen vor, die nach EinschĂ€tzung von Experten zu einer massiven Unterversorgung von Patienten fĂŒhren wĂŒrden.
Was die Novelle konkret vorsieht
Der Gesetzentwurf sieht drei zentrale EinschrĂ€nkungen vor: ein Verbot der telemedizinischen Erstverschreibung, eine PrĂ€senzpflicht beim Arzt mindestens einmal jĂ€hrlich auch fĂŒr Folgerezepte sowie ein Versandverbot fĂŒr CannabisblĂŒten. Patienten mĂŒssten diese kĂŒnftig persönlich in der Apotheke abholen.
Warum diese MaĂnahmen zur Unterversorgung fĂŒhren
âDiese Regelungen ignorieren die VersorgungsrealitĂ€t in Deutschland", erklĂ€rt Dr. SebastiĂĄn Marincolo, Director of Strategic Content & Editorial bei Weed.de. âEs gibt schlicht nicht genĂŒgend Ărzte in Deutschland, die qualifiziert und bereit sind, medizinisches Cannabis zu verschreiben. Die Telemedizin hat eine VersorgungslĂŒcke geschlossen - eine solche drastische EinschrĂ€nkung könnte Hunderttausende Patienten zurĂŒck auf den Schwarzmarkt oder in die Unterversorgung drĂ€ngen."
Auch die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) warnte in der Bundestagsanhörung am 14. Januar 2026. Die EinschrĂ€nkung der Telemedizin fĂŒhre âzu einer Verknappung der Ă€rztlichen Versorgung mit Cannabis und damit letztlich zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung."
Das Versandverbot benachteiligt auĂerdem immobile Patienten und Menschen in lĂ€ndlichen Regionen, die keine spezialisierte Apotheke in erreichbarer NĂ€he haben.
Keine Daten fĂŒr angeblichen Missbrauch
Der Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW) betonte in seiner Stellungnahme: Konkrete Daten zum Missbrauch von medizinischem Cannabis im Rahmen der Telemedizin lĂ€gen nicht vor. Der Anstieg der Importe sei vor allem auch mit Nachholeffekten erklĂ€rbar, die unter anderem auch daran liegen, dass Cannabis seit April 2024 nicht mehr als BetĂ€ubungsmittel eingestuft wird. Internationale Vergleichszahlen stĂŒtzen dies: In LĂ€ndern wie Kanada, den Niederlanden oder den USA nutzt rund ein Prozent der Bevölkerung medizinisches Cannabis; Deutschland bewegt sich auf diese Quote zu.
Stigmatisierung statt Schutz
Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich 47 % der deutschen medizinischen Cannabispatienten stigmatisiert fĂŒhlen. âDie Politik verschĂ€rft diese Stigmatisierung mit neuen HĂŒrden, anstatt das eigentliche Problem zu lösen: das Fehlen von SĂ€ule 2", so Richard Cowan, CEO von Weed.de. âEin regulierter Markt fĂŒr Erwachsene wĂŒrde den Druck vom medizinischen System nehmen und wĂ€re der wirksamste Hebel, um die Stigmatisierung fĂŒr Patienten und Konsumenten gleichermaĂen zu beenden."
Ăber Weed.de
Weed.de ist eine digitale Plattform fĂŒr Cannabis-Patienten in Deutschland. Sie ermöglicht den Zugang zu telemedizinischen Beratungen durch zugelassene Ărzte und bietet umfassende Informationen und einen umfangreichen Wissens-Blog zur UnterstĂŒtzung der Therapie. Die Plattform vernetzt Patienten mit Ărzten und Apotheken und stellt Produktinformationen zur VerfĂŒgung, um informierte Entscheidungen zu fördern.
Quellen:
Business of Cannabis | Journal of Cannabis Research | Deutscher Bundestag | ACM-Stellungnahme | BMG-Referentenentwurf
Pressekontakt:
Weed.de / Tortuga Technologies (Germany) GmbH
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Quellen: Tortuga Technologies GMBH Germany

