Enormer Investitionsbedarf in Europas Bausektor
16.07.2024 - 10:03:00 | irw-press.comMan kann es drehen und wenden, wie man will. Die Antwort auf die marode Infrastruktur, den fortschreitenden Klimawandel und die gesellschaftliche Ăberalterung kann nur lauten: Investieren, Bauen und Sanieren.
Durststrecke bald ĂŒberwunden?
Deutlich gestiegene Finanzierungskosten sowie BĂŒrokratie und FachkrĂ€ftemangel haben in der europĂ€ischen Baubranche das Wachstum gebremst und in manchen LĂ€ndern zu sinkenden Bauinvestitionen gefĂŒhrt â insbesondere im Wohnungsbau, gerade dort, wo in vielen europĂ€ischen StĂ€dten und Regionen ein akuter Mangel zu beklagen ist. Trotz des enormen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum befindet sich in den beiden EU-MitgliedslĂ€ndern Deutschland und Frankreich die Zahl der Baugenehmigungen seit Monaten auf Talfahrt.
Es bleibt zu beobachten, wie börsennotierte Bauunternehmen auf diese Marktlage an den Börsen reagieren. Zum einen verfĂŒgen einige Titel dieses Sektors ĂŒber gut gefĂŒllte AuftragsbĂŒcher, die insbesondere bei groĂen Bauprojekten durch ihre langfristige Natur ĂŒberzeugen. Zum anderen dĂŒrften die vorherrschenden Megatrends ĂŒber kurz oder lang die geschĂ€ftlichen Perspektiven in der europĂ€ischen Baubranche wieder aufhellen.
Megatrend Klimawandel
Die EuropĂ€ische Union will den Klimaschutz forcieren. So zielt zum Beispiel der âEuropean Green Dealâ darauf ab, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Zu den PlĂ€nen und MaĂnahmen zĂ€hlen u.a.: das Fit for 55-Paket, die Renovierungswelle (Energieeffizienz von GebĂ€uden), die Förderung der ElektromobilitĂ€t sowie des Natur- bzw. BiodiversitĂ€tsschutz. Viele Experten betrachten die geplante Renovierungswelle fĂŒr die Bauindustrie als sehr positiv.
Megatrend Demografischer Wandel
Seit Jahrzehnten wird auf die vorprogrammierte Ăberalterung der europĂ€ischen Bevölkerung und die daraus resultierenden Herausforderungen hingewiesen. Laut einer Studie der Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) fehlen in Deutschland 2,4 Millionen altersgerechte Wohnungen. Aktuell existieren laut Studie gerade einmal 560.000 barrierefreie Wohnungen. FĂŒr das Jahr 2035 berechnet die KfW einen Bestand an 1,7 Millionen altersgerechten Wohnung.
Megatrend Digitalisierung
Um Europas WettbewerbsfĂ€higkeit im internationalen Vergleich zu verbessern, sind hohe Investitionen in neue Halbleiter-Fabriken sowie verbesserte Mobilfunk- bzw. Glasfasernetze nötig. AuĂerdem muss aufgrund des gegenwĂ€rtig zu beobachtenden Decoupling-Trends mit Blick auf China und andere autokratische Staaten der Ausbau europĂ€ischer Kommunikations- und Datenzentren vorangetrieben werden.
EUROCONSTRUCT â ein wichtiger Anbieter von Bau- und Wirtschaftsdaten in Europa â veröffentlichte im Juni seine fast 200 Seiten starke halbjĂ€hrlich erscheinende Marktstudie zur aktuellen Lage und den Perspektiven der europĂ€ischen Baubranche in 15 westeuropĂ€ischen und vier osteuropĂ€ische LĂ€ndern. Deren Tenor kann man folgendermaĂen zusammenfassen: Sowohl fĂŒr Westeuropa (EC-15) als auch fĂŒr Osteuropa (EC-4) kann man endlich Licht am Ende des Tunnels ausmachen. So prognostiziert das Netzwerk verschiedener europĂ€ischer Forschungs- und Beratungsinstitute â nach zwei enttĂ€uschenden Jahren âab dem kommenden Jahr ein Comeback des Wachstums in der Baubranche.
In Westeuropa soll sich der jĂ€hrliche Zuwachs auf 1,2 Prozent (2025) bzw. 1,5 Prozent (2026) belaufen. Die Wachstumsprognosen fĂŒr die vier osteuropĂ€ischen LĂ€ndern Tschechien, Ungarn, Polen und Slowakei fallen mit durchschnittlich 3,8 Prozent (2025) bzw. 5,7 Prozent (2026) signifikant höher aus. Ihnen trauen die Analysten sogar zu, den Trendwechsel mit plus 1,2 Prozent bereits in diesem Jahr zu vollziehen. Mit Blick auf sĂ€mtliche LĂ€nder (EC-19) erwarten die Experten fĂŒr 2025 ein durchschnittliches Wachstum der europĂ€ischen Baubranche in Höhe von 1,3 Prozent und fĂŒr 2026 ein Plus von 1,8 Prozent.
Erfolg basiert auch auf Tradition
Neben der Analyse harter Zahlen und Kennziffern bietet sich bei börsennotierten Bautiteln die BerĂŒcksichtigung qualitativer Faktoren an. Einige dieser Firmen können auf eine ausgesprochen lange Firmenhistorie zurĂŒckblicken, was einiges ĂŒber deren FĂ€higkeit verrĂ€t, Krisen nicht nur zu bewĂ€ltigen, sondern daraus auch gestĂ€rkt hervorzugehen.
Der französische Baukonzern Bouygues wurde bspw. 1952 gegrĂŒndet und gilt innerhalb des CAC-40-Index mit ĂŒber elf Milliarden Euro zwar als der âBautitelâ mit der zweithöchsten Marktkapitalisierung, allerdings ist das Unternehmen auch in den Branchen Immobilien, Medien und Telekommunikation aktiv. Einen deutlich höheren Marktwert weist mit Blick auf Frankreich Vinci (57,4 Milliarden Euro) aus. Das Unternehmen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1899 zurĂŒckreichen, kann auch nicht als reines Bauunternehmen bezeichnet werden, da es als Betreiber von Autobahnen, MautstraĂen, FlughĂ€fen, Stadien und anderen Veranstaltungsorten fungiert. AuĂerdem bietet das Unternehmen Lösungen in den Bereichen Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Industrie- und GebĂ€udetechnik an.
Einen deutlich stĂ€rkeren direkten Bezug zur Baubranche kann man den folgenden Unternehmen aus Deutschland bzw. Ăsterreich attestieren: Hochtief (gegrĂŒndet 1873), und PORR (gegrĂŒndet 1869). Sie ĂŒberstanden neben unzĂ€hligen Krisen sogar zwei Weltkriege. Das letztgenannte Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass ein groĂer Teil des GeschĂ€fts in den Segmenten Hochbau sowie Tiefbau & Infrastruktur erwirtschaftet und durch baunahe Dienstleistungen wie Umwelttechnik, Design & Engineering sowie diverse Spezialkompetenzen ergĂ€nzt wird.
FĂŒr den 22. August hat das in Wien beheimatete Unternehmen die Veröffentlichung seines Halbjahresbericht 2024 angekĂŒndigt.
Quellenangaben: https://www.swr.de/swraktuell/altersgerechtes-wohnen-mangel-an-wohnungen-fuer-senioren-100.html
https://wohnglueck.de/artikel/altersgerechte-wohnungen-fehlen-37036
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