Revitalisierung und Denkmalschutz â eine Königsdisziplin am Bau?
14.01.2025 - 10:44:00Am 7. Dezember 2024 wurde die Pariser Kathedrale Notre-Dame nach dem verheerenden Brand im April 2019 offiziell wiedereröffnet. Das Projekt hat gezeigt, was im Bereich Revitalisierung denkmalgeschĂŒtzter, historischer GebĂ€ude möglich ist.
Worauf es bei Revitalisierungen ankommt
Unter der Revitalisierung historischer GebĂ€ude versteht man die behutsame und fachgerechte Modernisierung sowie Instandsetzung von Bauwerken mit historischer, kultureller oder architektonischer Bedeutung. Da historische GebĂ€ude hĂ€ufig unter Denkmalschutz stehen, gibt es hohe Anforderungen hinsichtlich der zu verwendenden Materialien, den erforderlichen Bauweisen und dem Umgang mit der Bausubstanz. Dabei mĂŒssen in der Regel auch originale Bauelemente, wie Fassaden, Stuckaturen oder Fenster erhalten oder originalgetreu rekonstruiert werden. Alte GebĂ€ude weisen zudem hĂ€ufig strukturelle Probleme wie feuchte WĂ€nde, instabile Fundamente oder schadstoffbelastete Materialien auf. Dies erfordert das Erarbeiten individueller Lösungen. Mitarbeitende mĂŒssen daher ĂŒber entsprechendes Fachwissen, Expertise und Erfahrung verfĂŒgen.
Die Kunst erfolgreicher Revitalisierung besteht aber auch darin, die bestehenden GebĂ€ude mit energieeffizienten Heizungs-, LĂŒftungs- und Klimaanlagen sowie digitaler Infrastruktur zu modernisieren. Auch Aspekte wie Barrierefreiheit und Brandschutz sollten integriert werden, ohne den historischen Charakter zu beeintrĂ€chtigen. GrundsĂ€tzlich muss man sich bei der Revitalisierung historischer GebĂ€ude jedoch darĂŒber im Klaren sein, dass sich die interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit meist komplexer und zeitintensiver gestaltet. Neben den bauspezifischen Fachleuten mĂŒssen nĂ€mlich hĂ€ufig auch Restauratoren und Denkmalschutzbehörden eingebunden werden.
Dass Revitalisierungs-Projekte höhere Kosten verursachen, liegt auf der Hand. Der daraus resultierende Nutzen sollte aber auf keinen Fall unterschĂ€tzt werden, schlieĂlich wird dadurch Nachhaltigkeit und kulturelles Erbe gefördert. Zum einen verbessert die verlĂ€ngerte Lebensdauer der GebĂ€ude den ökologischen FuĂabdruck, schlieĂlich belastet der Abriss und anschlieĂende Neubau die Umwelt stĂ€rker als das Prinzip âRecyclingâ. Zum anderen kann der Erhalt historischer GebĂ€ude zu einer Aufwertung eines Stadtviertels fĂŒhren und somit zu einer wirtschaftlichen Belebung beitragen und die AttraktivitĂ€t fĂŒr Touristen erhöhen.
Wien Museum um zwei Stockwerke erweitert
Das österreichische Bauunternehmen PORR Group (ISIN: AT0000609607) kann auf eine Unternehmenshistorie und somit ĂŒber eine Bauexpertise von mehr als 150 Jahre zurĂŒckblicken. Als besonders anspruchsvolle Projekte erwiesen sich in der Sparte Revitalisierungen folgende Bauwerke: Palais Hansen Kempinski (Wien), Schloss Hof (Marchfeld), Ăsterreichisches Parlament (Wien) und Wien Museum.
Letztgenanntes wurde von 2020 bis 2023 saniert und umgebaut, wodurch sich die NettonutzflĂ€che von 6.900 m2 auf 12.000 m2 deutlich erhöht hat. Neben der Erweiterung des Untergeschosses wurde das GebĂ€ude um zwei neue Obergeschosse ergĂ€nzt. Weil das bestehende GebĂ€ude aber deren zusĂ€tzliches Gewicht nicht hĂ€tte tragen können, werden die beiden zusĂ€tzlichen Etagen von einem Sockel im Innenhof getragen. Der neue Betonkubus schwebt sozusagen ĂŒber dem ursprĂŒnglichen GebĂ€ude. Als weiteres Highlight gilt das hĂ€ngende Treppenhaus aus Sichtbeton, das den Neubau mit dem bestehenden GebĂ€ude verbindet. Unter logistischen Aspekten stellte das Projekt âWien Museumâ fĂŒr das PORR-Team somit eine groĂe Herausforderung dar. Belohnt wurde es mit dem im Jahr 2023 verliehenen SOLID Bautechpreis in der Kategorie âNationalâ.
Revitalisierung des Wiener Parlaments
Ein weiteres prestigetrĂ€chtiges Projekt fĂŒr die PORR war die Revitalisierung des Wiener Parlaments, die den Erhalt historischer Werte mit den Anforderungen eines modernen Parlamentsbetriebs verbinden sollte. Von Herbst 2017 bis Herbst 2022 konnte die Generalsanierung des geschichtstrĂ€chtigen GebĂ€udes durchgefĂŒhrt werden. Dabei genoss der Erhalt der historischen Bausubstanz hohe PrioritĂ€t. SchlieĂlich mussten denkmalgeschĂŒtzte Elemente wie MarmorsĂ€ulen, Fassadenornamente und DeckengemĂ€lde sowie historische Kunstwerke und Verzierungen wĂ€hrend der Bauarbeiten sicher verwahrt, gereinigt und restauriert werden.
Aus bautechnischer Sicht galt der Neubau einer Glaskuppel mit 28 m Durchmesser als besonders anspruchsvoll. Diese architektonische Besonderheit besteht aus elektrochromem Glas, dessen LichtdurchlĂ€ssigkeit sich individuell anpassen lĂ€sst, wodurch bspw. Blendungen durch die Sonne vermieden werden. Durch dies Konstruktion gelang erstmals Tageslicht in den Plenarsaal und symbolisierte die gewĂŒnschte verbesserte Transparenz.
Unter der SĂ€ulenhalle und im Bundesversammlungs- und Nationalratssaal mussten zudem schwere Unterfangungsarbeiten mit gleichzeitigem Schutz des darĂŒberliegenden historischen Bestandes durchgefĂŒhrt werden. Eine groĂe Herausforderung gab es auch hinsichtlich der logistischen Gegebenheiten. Von den 11.000 m2 FreiflĂ€che waren nĂ€mlich lediglich 5.000 m2 fĂŒr Lagerung und Zufahrten verfĂŒgbar, was bei in zentralen Innenstadtlagen gelegenen Baustellen ĂŒbrigens hĂ€ufig der Fall ist.
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PORR
ISIN: AT0000609607
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