EU-Gasmarkt vor EngpĂ€ssen - EuropĂ€ische Vorkommen rĂŒcken ins Blickfeld
13.05.2025 - 08:40:00Russisches Gas soll nicht mehr nach Europa, doch der Verzicht fĂ€llt angesichts gefĂ€hrlich leerer Gasspeicher schwer. An verstĂ€rkter Förderung von Erdgas innerhalb der EU fĂŒhrt daher kein Weg vorbei.
Das Explorationsunternehmen CanCambria Energy (ISIN: CA13740E1079, WKN: A3EKUB) erschlieĂt in Ungarn, rund 130 km sĂŒdlich der Hauptstadt Budapest, eine GaslagerstĂ€tte. Das nach dem nahegelegenen Ort benannte Projekt Kiskunhalas erfĂ€hrt derzeit internationale Aufmerksamkeit. Das liegt zum einen an dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Ressourcenbewertungsbericht. Die beste SchĂ€tzung fĂŒr die LagerstĂ€tte betrĂ€gt 627,4 Milliarden KubikfuĂ (BCF) Erdgas und 66,5 Millionen Barrel (MMBBL) Kondensat/FlĂŒssiggas â zzgl. einer risikobehafteten Ressource von 501,9 BCF Erdgas und 53,2 MMBBL Kondensat/NGL.
EU-GaslagerstÀtten gewinnen an Bedeutung
Doch es gibt noch einen Grund fĂŒr das rege Interesse: Kiskunhalas ist eine der GaslagerstĂ€tten, die fĂŒr die Energieversorgung der EU schon bald an Bedeutung gewinnen dĂŒrften. BrĂŒssel will die Gaslieferungen aus Russland eigentlich einstellen: Doch dieses mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine gestartete Unterfangen ist bislang nur teilweise gelungen.
Zwar hatte die EuropĂ€ische Union den Anteil russischer Gasimporte seit Mai 2022 bereits von 45 auf 19 % gesenkt. Zuletzt wurde jedoch wieder eine Zunahme der Importe verzeichnet â und dies, obwohl die Pipeline ĂŒber die Ukraine seit dem Jahreswechsel nicht mehr genutzt wird. Russisches Gas strömt derzeit ĂŒber zwei Quellen nach Europa: Eine tĂŒrkische Pipeline und in Form von LNG.
Die EU-Kommission will Gasimporte aus Russland deshalb bis 2027 vollstÀndig stoppen. Neue LieferantenvertrÀge und SpotkÀufe werden schon ab Ende 2025 untersagt. Die Mitgliedstaaten sollen bis zum Ende des Jahres entsprechende PlÀne ausarbeiten. Klar ist schon jetzt: Der europÀische Gasmarkt steuert ohne russische Lieferungen auf EngpÀsse zu.
Europas Gasspeicher sind gefÀhrlich leer
Dies belegt bereits ein Blick auf die FĂŒllstĂ€nde der europĂ€ischen Gasspeicher. Am 10. Mai waren diese zu 42,5 % gefĂŒllt. Ein Jahr zuvor lag der FĂŒllstand mit 65,5 % deutlich höher. Es fehlt also fast ein Viertel der GesamtfĂŒllkapazitĂ€t: Fast so viel, wie am Ende der Heizperiode in manchen der vergangenen Jahre ĂŒberhaupt noch in den Speichern vorhanden war.
Der Gesetzgeber reagiert bereits auf die sich abzeichnende Knappheit â und lockert die Regelungen zur WiederauffĂŒllung der Speicher. Das EuropĂ€ische Parlament hat in der vergangenen Woche eine Lockerung der EU-Vorschriften zur BefĂŒllung von Gasspeichern verabschiedet und damit auf die Bedenken der Mitgliedstaaten reagiert, die fĂŒrchten, dass die bisherigen Zielvorgaben zu einer Erhöhung der Energiepreise fĂŒhren könnten.
Nach den bisherigen Regelungen hĂ€tten die Speicher bis zum 01. November zu 90 % gefĂŒllt sein mĂŒssen. Nun gilt eine Zielvorgabe von 83 %, die jedes Land in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 01. Dezember erreichen muss. Zudem soll ein Unterschreiten der Zielvorgabe um bis zu vier Prozentpunkte bei ungĂŒnstigen Marktbedingungen möglich sein. Das Parlament und die EU-LĂ€nder werden nun ĂŒber die endgĂŒltigen Regeln verhandeln, eine Einigung wird im Juli erwartet. Das deutsche Energieministerium hat bereits eine Absenkung des Ziels auf 80 % erlassen.
Knappes Erdgas hebt Strompreise in Europa
Eine anhaltende Erdgasknappheit könnte nicht nur zu kalten Wintertagen fĂŒhren â sondern auch zu drastisch steigenden Strompreisen. Die Agentur fĂŒr die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) warnt in ihrem Jahresbericht, dass die Preise fĂŒr Erdgas in 40 % der FĂ€lle die Höhe der Strompreise bestimmen.
ACER zufolge âhat die Stilllegung von Kohlekraftwerken den Wettbewerb zwischen konventionellen Energiequellen verringert und die Möglichkeit, zwischen Kohle und Gas umzusteigen, eingeschrĂ€nkt.â Deshalb seien die MĂ€rkte âin Zeiten, in denen fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung benötigt werden, zunehmend den Schwankungen des Gasmarktes ausgesetztâ, so der Bericht.
CanCambrias Gasprojekt hat âlangjĂ€hriges Bohrpotenzialâ
Der europĂ€ische Markt kann russisches Erdgas vor allem ĂŒber LNG-Importe aus anderen LĂ€ndern und einen Ausbau der inlĂ€ndischen Gasförderung substituieren. Dr. Paul Clarke, CEO und PrĂ€sident von CanCambria Energy, sieht sein Unternehmen mit dem Kiskunhalas-Projekt deshalb gut positioniert. âDie GröĂe des Projekts macht es zu einem Ă€uĂerst attraktiven Vorhaben mit einem potenziellen Bohrbestand fĂŒr viele Jahre.â
Um die EinschĂ€tzungen des jĂŒngsten Berichts zu bestĂ€tigen, bereiten die Geologen des Explorers ein Bewertungsprogramm fĂŒr drei Bohrlöcher vor. Die Bohrungen sollen bereits in den kommenden Monaten beginnen. Dass sich die Gasförderung in Ungarn auszahlt, lĂ€sst auch der Ressourcenbewertungsbericht vermuten. Dieser taxiert den Nettogegenwartswert von Kiskunhalas auf 1,58 Mrd. USD (mit gewissen Unsicherheiten sogar auf 1,975 Mrd. USD) und nennt einen ROI von 57,3 %. FĂŒr den vollstĂ€ndigen Feldentwicklungsplan setzt der Bericht knapp 950 Mio. USD an â hervorragende Voraussetzungen also fĂŒr einen langfristigen Profiteur der europĂ€ischen Gasmarktkrise.
Weitere Informationen zu CanCambria Energy finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
https://www.miningscout.de/minenaktien/cancambria-energy-corp/
Unternehmen: CanCambria Energy Corp.
ISIN: CA13740E1079
WKN: A3EKUB
Webseite: https://www.cancambria.com/
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