Agnico Eagle Mines-Aktie: 814.012 Unzen Gold im dritten Quartal
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Ausblick
- Agnico Eagle steigerte den Quartalsgewinn dank höherer Goldpreise, obwohl Produktion und freie Mittelzuflüsse zurückgingen.
- Für 2026 erwartet das Management die Goldproduktion am unteren und die Kosten am oberen Ende der Prognosespannen.
- Mehrere Großprojekte sollen das Produktionsprofil ab 2030 deutlich erweitern.
Agnico Eagle Mines hat am 28. Oktober 2026 die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der kanadische Goldproduzent meldete eine robuste operative Entwicklung und bestätigte zugleich, dass die Jahresproduktion am unteren Ende der bisherigen Prognose liegen dürfte. Die vollständige Mitteilung veröffentlichte Agnico Eagle.
Goldpreis treibt Ergebnis
Im Berichtsquartal produzierte Agnico Eagle 814.012 Unzen Gold. Das waren weniger als im Vorjahreszeitraum mit 866.936 Unzen, lagen laut Unternehmen aber im Rahmen des angepassten Plans. Die Produktionskosten erhöhten sich auf 1.193 US-Dollar je Unze nach 963 US-Dollar im Vorjahr. Die gesamten Cash-Kosten stiegen auf 1.133 US-Dollar je Unze, während die All-in Sustaining Costs 1.648 US-Dollar erreichten. Ein wesentlicher Belastungsfaktor waren höhere Arbeits-, Energie- und Lizenzkosten.
Der realisierte Goldpreis lag bei 4.264 US-Dollar je Unze und damit deutlich über den 3.476 US-Dollar des Vorjahres. Der Quartalsüberschuss stieg deshalb auf 1.353 Mio. US-Dollar beziehungsweise 2,67 US-Dollar je Aktie. Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 1.324 Mio. US-Dollar oder 2,62 US-Dollar je Aktie. Der Konzern weist darauf hin, dass das bereinigte Ergebnis unter anderem Einmaleffekte aus Steueranpassungen, Kaufpreisallokationen, Derivaten und weiteren Posten ausklammert.
Cashflow und Kapitalrückgaben
Der operative Mittelzufluss betrug 1.755 Mio. US-Dollar. Der freie Cashflow erreichte 852 Mio. US-Dollar und lag damit unter dem Vorjahreswert von 1.190 Mio. US-Dollar. Als Gründe nannte Agnico Eagle unter anderem ungünstige Veränderungen beim Umlaufvermögen sowie höhere Entwicklungsinvestitionen für Hope Bay, Odyssey und das Untertageprojekt Detour Lake.
Zum 30. September verfügte das Unternehmen über 3.613 Mio. US-Dollar Barmittel und eine Nettoliquidität von 3.416 Mio. US-Dollar. Im dritten Quartal flossen 478 Mio. US-Dollar an die Aktionäre, darunter eine Dividende von 0,45 US-Dollar je Aktie und Aktienrückkäufe. Bei anhaltend hohen Goldpreisen rechnet das Management für 2026 mit Rückzahlungen von mehr als der Hälfte des freien Cashflows durch Dividenden und Rückkäufe.
Prognose bleibt trotz Kostenrisiken
Die Jahresprognose für die Goldproduktion von 3,3 bis 3,5 Mio. Unzen bleibt bestehen, wobei das Ergebnis am unteren Ende erwartet wird. Für die Cash-Kosten gilt eine Spanne von 1.020 bis 1.120 US-Dollar je Unze, für die AISC eine Spanne von 1.400 bis 1.550 US-Dollar. Beide Größen dürften am oberen Ende landen. Das Unternehmen verweist vor allem auf Diesel, Verbrauchsmaterialien und die angepasste Planung der Barnat-Grube bei Canadian Malartic.
Gleichzeitig treibt Agnico Eagle die langfristige Expansion voran. Die Projekte bei Canadian Malartic, Detour Lake, Upper Beaver und Hope Bay sollen die jährliche Produktion im kommenden Jahrzehnt um 20 bis 30 Prozent erhöhen. Ein erster Produktionsschub wird ab 2030 erwartet, langfristig hält der Konzern mehr als 4 Mio. Unzen pro Jahr für möglich. Bei Odyssey soll die Produktion über den ersten Schacht im zweiten Quartal 2027 anlaufen, während Hope Bay nach aktueller Planung 2030 erstmals Gold liefern soll.
Der Realtime-Kurs der Agnico Eagle Mines-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 12:15 Uhr bei Lang & Schwarz bei 148,75 Euro.
Agnico Eagle Mines im Überblick
- Unternehmen: Agnico Eagle Mines Limited
- ISIN: CA0084741085
- WKN: 860325
- Ticker: AEM
- Heimatbörsen: NYSE und TSX
- Kurs: 148,75 Euro bei Lang & Schwarz am 3. November 2026 um 12:15 Uhr
Das Umfeld für Goldproduzenten bleibt von hohen Edelmetallpreisen, aber auch von Inflations- und Energiepreisen geprägt. Aktuelle Marktberichte ordnen die Entwicklung der Rohstoff- und Aktienmärkte ein.
