American Electric Power-Aktie hebt Wachstumsziel bis 2031 an
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSAEP baut den Wachstumspfad aus
- Der US-Versorger meldete für das dritte Quartal höhere GAAP- und operative Ergebnisse.
- Ein erweiterter Investitionsplan soll Netzausbau und zusätzliche Stromnachfrage finanzieren.
- AEP erwartet für 2027 und 2028 konkrete operative Ergebnisziele.
American Electric Power hat am 28. Oktober 2026 mit den Zahlen zum dritten Quartal und einem erweiterten Investitionsplan den Ausblick für die kommenden Jahre angehoben. Der US-Versorger erwartet mehr Stromnachfrage in seinem Netzgebiet und will die dafür notwendige Infrastruktur mit einem Kapitalplan über 100 Mrd. US-Dollar bis 2031 ausbauen. Die Mitteilung von American Electric Power bildet die Grundlage für die neuen Ziele.
Quartalsergebnis legt deutlich zu
Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich von 6,011 Mrd. auf 6,832 Mrd. US-Dollar. Der GAAP-Gewinn erhöhte sich von 972 Mio. auf 1,187 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis, das bestimmte nicht fortlaufende Effekte ausklammert, legte von 963 Mio. auf 1,216 Mrd. US-Dollar zu.
Das operative Ergebnis je Aktie wuchs von 1,80 auf 2,23 US-Dollar. Beim GAAP-Ergebnis je Aktie meldete AEP einen Anstieg von 1,82 auf 2,18 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management beim operativen Ergebnis je Aktie nun mindestens das obere Ende der Spanne von 6,25 bis 6,55 US-Dollar.
100 Mrd. US-Dollar für das Netz
Der neue Fünfjahresplan umfasst Investitionen von 100 Mrd. US-Dollar bis 2031. Davon entfallen rund 37 Mrd. US-Dollar auf Übertragungsanlagen, 36 Mrd. US-Dollar auf Erzeugungskapazitäten und etwa 22 Mrd. US-Dollar auf die Verteilung. AEP erwartet dadurch einen Anstieg der regulierten Vermögensbasis auf 162 Mrd. US-Dollar bis 2031.
Die geplanten Investitionen stehen im Zusammenhang mit wachsendem Bedarf von Großkunden. AEP meldete im dritten Quartal 15 Gigawatt neue Lastzusagen. Die zusätzlich vertraglich gebundene Last soll bis 2031 auf 84 Gigawatt steigen. Vollständig vereinbarte Abnahmeverträge könnten nach Unternehmensangaben zudem bis zu 21 Mrd. US-Dollar an Fixkostenentlastung für private Kunden über die Vertragslaufzeit ermöglichen.
Neue Ziele für Ergebnis und Nachfrage
AEP führte für 2027 bis 2031 einen jährlichen Anstieg des operativen Ergebnisses je Aktie von 9 bis 11 Prozent ein. Ausgehend vom ursprünglichen Mittelpunkt der Prognose für 2026 erwartet das Unternehmen bis 2031 ein jährliches Wachstum von mehr als 10 Prozent. Für 2027 liegt die operative Ergebnisprognose bei 6,75 bis 7,05 US-Dollar je Aktie, für 2028 bei 7,40 bis 7,70 US-Dollar.
Vorstandschef Bill Fehrman verwies auf eine neue Wachstumsphase und die Fähigkeit des Konzerns, den steigenden Energiebedarf im großen Maßstab zu bedienen. Für Anleger bleibt entscheidend, ob AEP die geplanten Anlagen rechtzeitig errichten und die Investitionen über regulierte Tarife und langfristige Kundenverträge refinanzieren kann. Der eigene Ausblick weist zugleich auf Risiken durch Genehmigungen, Finanzierungskosten und eine möglicherweise anders als erwartet verlaufende Nachfrage von Rechenzentren hin.
Der Realtime-Kurs der American Electric Power-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 13:01 Uhr bei Lang & Schwarz bei 114,66 Euro, 1,43 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.
American Electric Power im Überblick
- Unternehmen: American Electric Power
- ISIN: US0255371017
- Ticker: AEP
- Heimatbörse: Nasdaq
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 114,66 Euro am 4. November 2026, 13:01 Uhr
- Xetra-Schlusskurs: 116,32 Euro am 3. November 2026
- Sektor: Elektrizitätsversorgung
Im S&P-500-Umfeld richtet sich der Blick auf die weitere Entwicklung der Stromnachfrage und die Finanzierung des hohen Investitionsvolumens.
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