American Express-Aktie: Gewinnziel steigt trotz Stellenabbau
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Ausblick
- American Express steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 9 Prozent auf 20,1 Milliarden US-Dollar.
- Das Unternehmen hob die Gewinnprognose für 2026 an und bestätigte das Ziel von 10 Prozent Umsatzwachstum.
- Ein Einmalgewinn aus dem Verkauf der GBTG-Beteiligung steht einer Restrukturierung mit rund 5 Prozent weniger Stellen gegenüber.
American Express hat am Freitag, 23. Oktober 2026, nach einem starken dritten Quartal die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die am selben Tag veröffentlichte Ergebnis-Mitteilung nennt zugleich eine geplante Reduzierung von rund 5 Prozent der weltweiten Stellen.
Der Realtime-Kurs der American Express-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 10:50 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 287,30 Euro, 0,24 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag, 30. Oktober. Für die Einordnung ist der jüngste Kursanstieg damit nur eine Momentaufnahme im laufenden Handel.
Umsatz und Ergebnis legen zu
Im dritten Quartal stiegen die Erlöse nach Abzug des Zinsaufwands um 9 Prozent auf 20,062 Milliarden US-Dollar. Das abgerechnete Kartenvolumen erhöhte sich währungsbereinigt um 8 Prozent auf 454,0 Milliarden US-Dollar. American Express begründete das Wachstum mit höheren Ausgaben der Kartenmitglieder, gestiegenem Nettozinsergebnis und kräftigerem Kartenbeitragsgeschäft.
Der Nettogewinn nahm von 2,902 Milliarden auf 3,712 Milliarden US-Dollar zu. Das verwässerte Ergebnis je Aktie kletterte um 31 Prozent von 4,14 auf 5,42 US-Dollar. Bereinigt um den Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an Global Business Travel Group und die damit verbundene Restrukturierung stieg das Ergebnis je Aktie um 13 Prozent auf 4,68 US-Dollar.
Prognose steigt trotz Einmaleffekten
Für 2026 erwartet American Express nun ein berichtetes Ergebnis je Aktie von 18,30 bis 18,60 US-Dollar. Die bereinigte Spanne liegt bei 17,60 bis 17,90 US-Dollar. Das Unternehmen hält außerdem an seinem Ziel fest, den Umsatz im Gesamtjahr um 10 Prozent zu steigern.
Der Ausblick enthält klar benannte Einmaleffekte. Der Verkauf der GBTG-Beteiligung brachte vor Steuern 982 Millionen US-Dollar ein. Dem stand eine Restrukturierungsbelastung von 336 Millionen US-Dollar vor Steuern gegenüber. Vorstandschef Stephen Squeri verwies auf die Dynamik beim Kartenvolumen, neue Akquisitionen, die Bindung der Kartenmitglieder und die Kreditqualität.
Stellenabbau trifft auf solide Kreditqualität
Die Restrukturierung soll die Effizienz und Beweglichkeit der Organisation verbessern und rund 5 Prozent der globalen Stellen entfallen lassen. Für Anleger steht damit dem operativen Wachstum ein Sparprogramm gegenüber. Kurzfristig können Kosten und Umsetzung der Maßnahmen die Vergleichbarkeit der Ergebnisse beeinflussen.
Die Kreditqualität entwickelte sich im Quartal günstig. Die Rückstellungen für Kreditausfälle sanken auf 1,0 Milliarden US-Dollar nach 1,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Nettoausfallquote ging von 1,9 auf 1,8 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Gesamtkosten um 9 Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar, unter anderem wegen höherer kundenbezogener Aufwendungen.
American Express im Überblick
- Unternehmen: American Express Company
- ISIN: US0258161092
- Ticker: AXP
- Heimatbörse: New York Stock Exchange
- Lang & Schwarz: 287,30 Euro am 2. November 2026, 10:50 Uhr Berliner Zeit
- Vergleich: 0,24 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom 30. Oktober 2026
- Xetra-Schlusskurs: 286,60 Euro
Für die American Express-Aktie bleiben neben der angehobenen Gewinnprognose die Entwicklung des Kartenvolumens, der Kreditausfälle und der Restrukturierung entscheidend. Die nächste Berichtssaison wird zeigen, ob das Unternehmen den Wachstumskurs bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis fortsetzen kann.
Das Marktumfeld für US-Aktien wird im S&P 500 gebündelt.
