Andritz-Aktie: Rekordauftragsstand stützt bestätigte Jahresprognose
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:52 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSRekordauftragsstand stärkt Ausblick
- Der Auftragseingang lag in den ersten neun Monaten 2026 um 17,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
- Der Auftragsstand erreichte zum 30. September einen historischen Höchststand von 12.729,1 Millionen Euro.
- Für 2026 erwartet Andritz weiterhin 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro Umsatz und eine vergleichbare EBITA-Marge von 8,7 bis 9,1 Prozent.
Andritz hat am 29. Oktober 2026 solide Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate vorgelegt. Der internationale Technologiekonzern meldete einen um 9,2 Prozent auf 2.059,6 Millionen Euro gestiegenen Quartalsumsatz. Die vergleichbare EBITA-Marge erhöhte sich leicht auf 9,0 Prozent, das Konzernergebnis legte um 14,4 Prozent zu. Die ANDRITZ-Mitteilung liefert die zentralen Kennzahlen.
Auftragseingang bleibt auf hohem Niveau
Der Auftragseingang erreichte im dritten Quartal 2.166,2 Millionen Euro und lag damit 0,6 Prozent unter dem starken Vorjahresquartal. Zugleich blieb er das achte Quartal in Folge über der Marke von zwei Milliarden Euro. In den ersten drei Quartalen summierte sich der Auftragseingang auf 8.085,9 Millionen Euro, ein Plus von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders dynamisch entwickelten sich Hydropower und Metals. Der Auftragseingang in der Wasserkraftsparte stieg im dritten Quartal um 34,2 Prozent auf 703,9 Millionen Euro, bei Metals betrug das Plus 20,8 Prozent auf 357,4 Millionen Euro. Im größten Bereich Pulp & Paper ging der Auftragseingang dagegen um 24,5 Prozent auf 706,8 Millionen Euro zurück. Andritz verwies dabei auf ein besonders starkes Vergleichsquartal.
Rekordbestand gibt Umsatz Sichtbarkeit
Der Auftragsstand belief sich zum 30. September 2026 auf 12.729,1 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens war dies der höchste Stand der Firmengeschichte und ein Anstieg von 21,7 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025. Der Bestand bildet damit eine wichtige Grundlage für die weitere Umsatzentwicklung.
Der Umsatz der ersten neun Monate stieg um 6,5 Prozent auf 5.900,9 Millionen Euro. Das vergleichbare EBITA erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 9,3 Prozent auf 514,6 Millionen Euro; die Marge lag bei 8,7 Prozent nach 8,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Joachim Schönbeck erklärte, Andritz wolle den hohen Auftragsstand in profitables Wachstum umsetzen.
Prognose für 2026 bestätigt
Andritz hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro sowie eine vergleichbare EBITA-Marge zwischen 8,7 und 9,1 Prozent. Die Projektaktivitäten sollen auf dem derzeit hohen Niveau bleiben. Für 2029 stellte Andritz zudem einen Umsatz von 10 Milliarden Euro und eine vergleichbare EBITA-Marge von 10 Prozent in Aussicht.
Der Realtime-Kurs der Andritz-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 09:39 Uhr bei Lang & Schwarz bei 81,15 Euro. Zum direkten Kursmonitoring steht der Realtime-Kurs der Andritz-Aktie bereit.
Andritz AG
- ISIN: AT0000730007
- Handelsplatz: Lang & Schwarz
- Kurs: 81,15 Euro am 3. November 2026 um 09:39 Uhr Berliner Zeit
- Quartalsumsatz Q3 2026: 2.059,6 Millionen Euro
- Auftragsstand: 12.729,1 Millionen Euro zum 30. September 2026
Das Marktumfeld für österreichische Aktien lässt sich über den ATX einordnen.
