ASML Holding-Aktie: Rekordquartal verschÀrft KapazitÀtsdruck
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSRekordquartal erhöht KapazitĂ€tsdruck
- ASML erzielte im dritten Quartal 2026 Rekordumsatz und einen Nettogewinn von 4,960 Milliarden Euro.
- FĂŒr 2026 stellt der Konzern einen Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von rund 56 Prozent in Aussicht.
- Die Nachfrage könnte das geplante Angebot fĂŒr 2027 und 2028 ĂŒbersteigen, weshalb ASML zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten untersucht.
ASML hat am 14. Oktober 2026 fĂŒr das dritte Quartal einen Rekordumsatz von 11,662 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 4,960 Milliarden Euro gemeldet. Der niederlĂ€ndische HalbleiterausrĂŒster hob zugleich den unteren Rand seiner Umsatzprognose fĂŒr das Gesamtjahr an. Die ASML-Mitteilung zu den Quartalszahlen nennt als Grundlage die starke AusfĂŒhrung des KapazitĂ€tsausbaus und die Nachfrage nach Service- und Upgrade-Leistungen.
Umsatz und Marge steigen
Der Umsatz lag im dritten Quartal ĂŒber den 9,326 Milliarden Euro des zweiten Quartals. Die Bruttomarge stieg von 54,0 auf 57,5 Prozent, wĂ€hrend die Erlöse aus dem GeschĂ€ft mit der installierten Basis von 2,762 auf 3,289 Milliarden Euro zunahmen. ASML verkaufte 113 neue und acht gebrauchte Lithografiesysteme, nach 86 beziehungsweise fĂŒnf Systemen im Vorquartal.
Der Nettogewinn erhöhte sich im Quartalsvergleich von 2,918 auf 4,960 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 12,95 Euro. In der Ergebnisentwicklung enthalten war nach Unternehmensangaben auch ein positiver Effekt von rund 0,5 Milliarden Euro aus der höheren Bewertung der Beteiligung an Mistral AI. Dieser Einmaleffekt ist bei der Einordnung der GewinnqualitĂ€t zu berĂŒcksichtigen.
Ausblick bleibt von Nachfrage geprÀgt
FĂŒr das vierte Quartal erwartet ASML einen Umsatz zwischen 14,2 und 15,2 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von rund 57 Prozent. FĂŒr das Gesamtjahr 2026 liegt die Umsatzprognose bei 44 bis 45 Milliarden Euro, die erwartete Bruttomarge bei rund 56 Prozent. Das Unternehmen rechnet im vierten Quartal zudem mit Forschungs- und Entwicklungskosten von rund 1,2 Milliarden Euro und Vertriebs- sowie allgemeinen Verwaltungskosten von rund 0,4 Milliarden Euro.
Vorstandschef Christophe Fouquet erklĂ€rte, Kunden erhöhten ihre kurz- und mittelfristigen Bedarfsprognosen vor allem wegen ihrer Erwartungen an Umfang und Dauer der Investitionen in kĂŒnstliche Intelligenz. Einige Kunden interessierten sich bereits fĂŒr Bestellungen in den Jahren 2029 und 2030. Nach EinschĂ€tzung des Managements wird das derzeit geplante Angebot fĂŒr 2027 und 2028 die Nachfrage voraussichtlich nicht vollstĂ€ndig decken. ASML untersucht deshalb einen weiteren KapazitĂ€tsausbau fĂŒr 2028 ĂŒber die zuvor kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus.
Aktie und Anlegerkontext
Der Realtime-Kurs der ASML Holding-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 10:00 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 1.270,60 Euro. FĂŒr Anleger stehen damit zwei gegenlĂ€ufige Aspekte im Mittelpunkt: Die starke Nachfrage und der höhere Ausblick stĂŒtzen die mittelfristige Wachstumsperspektive, wĂ€hrend die angekĂŒndigte KapazitĂ€tsausweitung zusĂ€tzlichen AusfĂŒhrungs- und Lieferkettenaufwand erfordert.
ASML kaufte im dritten Quartal eigene Aktien im Volumen von rund 4,1 Milliarden Euro zurĂŒck. Zudem wurde eine Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie am 4. November 2026 zahlbar. Der nĂ€chste wichtige operative Bezugspunkt ist die Entwicklung der Auslieferungen und der KapazitĂ€tsplanung im vierten Quartal.
Das Marktumfeld fĂŒr niederlĂ€ndische Technologiewerte lĂ€sst sich im AEX einordnen.
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ASML Holding im Ăberblick
- Unternehmen: ASML Holding N.V.
- ISIN: NL0010273215
- Ticker: ASML
- Heimatbörse: Euronext Amsterdam
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 1.270,60 Euro, 6. November 2026, 10:00 Uhr Berliner Zeit
- Bruttomarge Q3 2026: 57,5 Prozent
- Umsatzprognose 2026: 44 bis 45 Milliarden Euro
