BASF, DE000BASF111

BASF-Aktie: Evonik weist Übernahmeangebot von 24 Euro zurück

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 09:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Evonik hält an seiner Eigenständigkeit fest und lässt nur einen vertraulichen Austausch zu. Die BASF-Aktie bleibt vom Ausgang des Übernahmepokers abhängig.

Was die Absage für BASF bedeutet

  • Evonik setzt trotz des BASF-Angebots auf die eigenständige Weiterentwicklung.
  • Formelle Übernahmeverhandlungen gibt es bislang nicht.
  • Beide Seiten können ihre Positionen in einem vertraulichen Austausch erläutern.
BASF, DE000BASF111, Illustration mit AI erstellt.

Der Chemiekonzern Evonik hält an seiner Absage an das Übernahmeangebot von BASF fest. Interimschef Claus Rettig bekräftigte die Position am Donnerstag, 5. November 2026, in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die dpa berichtete darüber bei Yahoo Finance.

BASF hatte zuletzt 24 Euro je Evonik-Aktie geboten. Damit wird der Spezialchemiekonzern mit mehr als elf Milliarden Euro bewertet. Rettig verwies jedoch auf Evoniks eigene Planung und sagte, das Unternehmen könne die vom BASF-Angebot in Aussicht gestellte Entwicklung selbst erreichen.

Evonik setzt auf Eigenständigkeit

Rettig stellte den eigenständigen Kurs des Konzerns in den Mittelpunkt. Evonik wolle bei einer weiteren Konsolidierung der Branche selbst aktiv bleiben, Übernahmen aber nicht proaktiv verfolgen. Der Interimschef sieht den Konzern finanziell für Wachstumsoptionen in Deutschland, Europa und den USA gerüstet.

Ein Gegenangebot gibt es laut dem Bericht nicht. Evonik hatte bereits in der Vorwoche erklärt, auf Grundlage der bis dahin vorliegenden Informationen keine Verhandlungen mit BASF über eine Übernahme aufzunehmen. Zugleich signalisierte das Unternehmen die Bereitschaft zu einem rein informativen und vertraulichen Austausch.

Übernahmepoker bleibt offen

Für BASF bedeutet die Haltung des Zielunternehmens, dass ein Zusammenschluss weder vereinbart noch in formellen Gesprächen ist. Der Konzern muss entscheiden, ob er seine strategische Argumentation und die Konditionen weiter erläutert oder den Vorstoß nicht vertieft. Die Aussagen von Evonik erhöhen damit den Unsicherheitsfaktor für den weiteren Verlauf der möglichen Transaktion.

Der Realtime-Kurs der BASF-Aktie lag am Freitag, 6. November, um 09:19 Uhr bei Lang & Schwarz bei 54,66 Euro, 2,55 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November. Der Kursvergleich bezieht sich auf den vorherigen Xetra-Handelsschluss, weil die Xetra-Sitzung am Freitag noch lief.

BASF SE im Überblick

  • Unternehmen: BASF SE
  • ISIN: DE000BASF111
  • Xetra-Ticker: BAS.DE
  • Lang & Schwarz am 6. November 2026, 09:19 Uhr: 54,66 Euro
  • Veränderung zum Xetra-Schluss vom 5. November 2026: -2,55 Prozent
  • Xetra-Schlusskurs vom 5. November 2026: 56,09 Euro

Die BASF-Aktie steht damit neben dem Übernahmepoker auch vor dem anstehenden Capital Markets Day am 23. und 24. November 2026. Anleger dürften insbesondere auf Aussagen zur strategischen Ausrichtung und zur Finanzierung möglicher Transaktionen achten. Den DAX behalten Marktteilnehmer dabei als wichtigen Referenzmarkt im Blick.

Weitere Meldungen und Analysen zur BASF-Aktie finden Anleger im Themenüberblick.

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