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EZB erhöht erneut die Zinsen – für Immobilienkäufer wird es nicht leichter

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 14:23 Uhr | dgap, AD HOC NEWS

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EQS-Media / 10.09.2026 / 14:23 CET/CEST
Die Europäische Zentralbank (EZB) zieht die geldpolitischen Zügel weiter an. Der Einlagensatz steigt nach der heutigen Sitzung um weitere 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent. Nach der ersten Zinserhöhung seit 2023 im Juni und der Pause im Juli setzt die EZB ihren neuen Kurs damit konsequent fort. Der Grund ist vor allem die Inflation: Im Euroraum ist die Teuerungsrate im August überraschend deutlich auf 3,3 Prozent gestiegen (in Deutschland: 2,9 Prozent) und liegt damit wieder weit oberhalb des EZB-Ziels von 2 Prozent.
Die Hoffnung, der Inflationsschub infolge des Irankrieges könnte sich schnell wieder verflüchtigen, hat sich damit vorerst nicht erfüllt. Für die EZB besteht entsprechend Handlungsbedarf: Der heutige Schritt dürfte kaum der letzte gewesen sein. Bleibt der Preisdruck hartnäckig, könnte der Einlagensatz im Laufe des Jahres 2027 durchaus in Richtung 3 Prozent steigen.

Bauzinsen über 4 Prozent – der Druck bleibt hoch
Für Immobilienkäufer sind das zunächst keine guten Nachrichten. Die Bauzinsen liegen inzwischen vielfach oberhalb von 4 Prozent; teilweise werden für zehnjährige Finanzierungen bereits rund 4,3 Prozent aufgerufen. Damit bewegen sie sich nahe dem höchsten Niveau seit rund 15 Jahren.

Eine schnelle Entspannung ist kaum zu erwarten. Solange Inflation und Kapitalmarktrenditen hoch bleiben und weitere Zinserhöhungen der EZB drohen, bleibt auch der Druck auf die Bauzinsen bestehen. Wer darauf setzt, dass Immobilienfinanzierungen bald wieder deutlich günstiger werden, könnte deshalb länger warten.

Babyboomer könnten Käufern neue Chancen eröffnen
Das bedeutet jedoch nicht, dass Immobilieninteressenten ihre Kaufambitionen begraben müssen. Im Gegenteil: Gerade das schwierigere Umfeld kann auch neue Chancen schaffen. Denn während hohe Zinsen die Nachfrage bremsen, könnte in den kommenden Jahren gleichzeitig mehr Angebot auf den Markt kommen.

Millionen Immobilien befinden sich noch im Besitz der Babyboomer-Generation. Mit zunehmendem Alter werden Häuser verkauft oder vererbt – und nicht jede dieser Immobilien wird von der nächsten Generation selbst genutzt. Regional könnte dadurch zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen und sich damit punktuell interessante Gelegenheiten ergeben – gerade bei Eigentümern, die verkaufen müssen oder nicht monatelang auf den maximalen Preis warten können.

Für gut vorbereitete Käufer ist das die andere Seite der derzeit eher schwierigen Marktlage: Die Finanzierung ist teuer, dafür kann die eigene Verhandlungsposition besser sein als in einem boomenden Immobilienmarkt. Wenn eine weiter lahmende Konjunktur, demografischer Wandel und Verkaufsdruck attraktive Angebote hervorbringen, lohnt es sich, genau hinzusehen – und bei der richtigen Gelegenheit zu handeln. Auf breiter Front dürfte Wohneigentum in den kommenden Jahren nämlich kaum günstiger werden.
 
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Über den Autor
Oliver Kohnen ist seit 2023 bei Baufi24 als Head of Franchise tätig, seit 2024 auch als Geschäftsführer neben Tomas Peeters. Zuvor war er bei verschiedenen Instituten der Finanzbranche beschäftigt. Er bewertet in seinem Zinskommentar regelmäßig die wirtschaftspolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Bauzinsen.

Über Baufi24
Die Baufi24 Baufinanzierung GmbH ist mit 200 Mitarbeitenden an über 70 Standorten deutschlandweit einer der marktführenden unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen und steht für smarte, innovative Baufinanzierung. Baufi24 vergleicht für Kundinnen und Kunden die Angebote von mehr als 600 Banken, Versicherungen und Bausparkassen mit dem Ziel, Transparenz auf dem Konditionsmarkt zu schaffen und schnelle Finanzierungszusagen zu ermöglichen. Seit April 2022 gehört Baufi24 zur dann gegründeten Bilthouse-Gruppe. Sie vereint als Holding die erfolgreichen Marken von Baufi24, Hüttig & Rompf und Creditweb. Gemeinsam setzen die Unternehmen auf persönliche, digital gestützte und vor allem transparente Finanzierungsberatung für Menschen, die eine Immobilie suchen. Um einen klaren Mehrwert für Endkunden zu schaffen, gehört auch Kredit24 für Privatkredite dazu. Das B2B-Fintech FinLink komplettiert das Angebot als CRM für die Immobilienfinanzierung. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 700 Mitarbeitende mit einem vermittelten Baufinanzierungsvolumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. 2026 wurde Baufi24 vom Wirtschaftsmagazin €uro als bester Baufinanzierungsvermittler ausgezeichnet. 


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Schlagwort(e): Immobilien

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