BHP-Aktie: Kupferstrategie setzt auf Olympic Dam und Escondida
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSKupferausbau bestimmt den Ausblick
- BHP will die Kupferproduktion in South Australia langfristig deutlich steigern und legt im November weitere Strategiepläne vor.
- Die neue Ressource bei Olympic Dam eröffnet zusätzliche Optionen, ist aber noch keine Erzreserve und kein genehmigter Minenplan.
- Der Produktionsausbau hängt von weiteren Studien, Investitionsentscheidungen und der Umsetzung der Projekte ab.
Der Bergbaukonzern BHP treibt seine Kupferstrategie in South Australia voran. Im Mittelpunkt steht eine neue unterirdische Mineralressource bei Olympic Dam, die dem Konzern zusätzliche Optionen für das langfristige Wachstum eröffnet. Die Details zur Strategie sollen bei einem für November angekündigten Standortbesuch folgen. Darüber berichtet Australian Mining unter Berufung auf die operative Aktualisierung von BHP vom 20. Oktober 2026.
Olympic Dam als Wachstumstreiber
BHP strebt für Copper South Australia eine Jahresproduktion von rund 500.000 Tonnen bis 2035 und bis zu 650.000 Tonnen bis 2040 an. Die Region umfasst Olympic Dam, Prominent Hill und Carrapateena sowie die zentrale Schmelz- und Raffinerieinfrastruktur bei Olympic Dam.
Die neue Block-Cave-Ressource bei Olympic Dam umfasst 10,73 Milliarden Tonnen mit einem Kupfergehalt von 0,59 Prozent. Zum Vergleich: Die bestehende Ressource für den selektiven unterirdischen Abbau umfasst 1,59 Milliarden Tonnen mit einem Kupfergehalt von 1,56 Prozent. BHP geht davon aus, zunächst das höhergradige Material abzubauen, bevor ein großvolumiger Block-Cave-Abbau infrage kommt.
Die Ressource ist noch keine Erzreserve und kein genehmigter Minenplan. Die enthaltenen Metallmengen stehen daher nicht für eine unmittelbar erwartbare Produktion. Weitere Studien können die gemeldeten Dimensionen verändern. Für Anleger ist damit vor allem entscheidend, ob BHP die geologische Basis in ein wirtschaftlich tragfähiges Entwicklungsprojekt überführen kann.
Operative Belastungen bleiben bestehen
Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigeren Starts in das Geschäftsjahr 2027. Die Kupferproduktion in South Australia sank im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 60.700 Tonnen. Als Belastung nannte BHP unter anderem den Ausfall eines Förderbands bei Carrapateena. Das Ersatzband wurde innerhalb von sieben Wochen installiert; die Anlage fuhr im September schrittweise wieder auf volle Kapazität hoch.
Die Prognose für Copper South Australia blieb bei 290.000 bis 320.000 Tonnen im Geschäftsjahr 2027. Vorstandschef Brandon Craig verwies zugleich auf geplante niedrigere Erzgehalte, Wartungsarbeiten und vorübergehende Störungen durch Unwetter in Chile, Sicherheitsstopps und den Förderbandausfall. BHP sieht Kupfer und Kali als zentrale Wachstumsfelder seines Portfolios.
Weitere Projekte erweitern Pipeline
Zum Ausbauprogramm gehört auch der neue Konzentrator bei Escondida in Chile. BHP hat dafür 800 Millionen US-Dollar an Vorabfinanzierung für weitere Planung, Genehmigungen und die Vorbereitung der Umsetzung freigegeben. Eine mögliche endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt wird für 2027 bis 2028 erwartet.
Der Realtime-Kurs der BHP-Aktie lag am Montag, 2. November 2026, um 09:05 Uhr bei Lang & Schwarz bei 71,00 Euro.
BHP Group Limited
- ISIN: US0886061086
- Ticker: BHP
- Lang-&-Schwarz-Kurs: 71,00 Euro am 2. November 2026 um 09:05 Uhr
- Copper South Australia: Ziel von rund 500.000 Tonnen Jahresproduktion bis 2035
- Olympic-Dam-Block-Cave-Ressource: 10,73 Milliarden Tonnen mit 0,59 Prozent Kupfer
Das Marktumfeld für Rohstofftitel finden Anleger in den aktuellen Marktberichten.
Weitere Meldungen und Analysen zur BHP-Aktie dürften sich auf den November-Standortbesuch und die Konkretisierung der Kupferprojekte konzentrieren.
