Drägerwerk-Aktie: Neunmonats-EBIT steigt, Quartalsmarge sinkt
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 09:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSGeschäft wächst, Quartalsmarge sinkt
- Drägerwerk steigerte den währungsbereinigten Umsatz nach neun Monaten um 5,3 Prozent.
- Das Neunmonats-EBIT profitierte von Zollrückerstattungen, während das Quartals-EBIT zurückging.
- Der Konzern bestätigte seine Umsatz- und Margenziele für 2026.
Drägerwerk hat in den ersten neun Monaten 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert, zugleich aber im dritten Quartal beim operativen Ergebnis nachgegeben. Die am 29. Oktober veröffentlichte Mitteilung des Unternehmens zeigt damit ein gemischtes Bild für die Drägerwerk-Aktie: Wachstum und Auftragseingang stehen einer schwächeren Quartalsmarge gegenüber.
Der Konzernumsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 5,3 Prozent auf 2.453,9 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 3,6 Prozent auf 2.673,5 Millionen Euro zu. Besonders stark entwickelte sich die Sicherheitstechnik mit einem währungsbereinigten Plus von 13,1 Prozent beim Auftragseingang. In der Medizintechnik sank der Auftragseingang dagegen um 3,5 Prozent.
Neunmonatszahlen mit Sondereffekt
Das EBIT stieg in den ersten neun Monaten von 77,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 111,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,3 auf 4,6 Prozent. Nach Angaben der Deutschen Börse enthielt das Ergebnis allerdings Einmaleffekte von 27,9 Millionen Euro aus Zollrückerstattungen. Davon entfielen 20,1 Millionen Euro auf das dritte Quartal.
Die operative Entwicklung war dennoch nicht durchgehend stärker. Im dritten Quartal wuchs der währungsbereinigte Umsatz lediglich um 1,0 Prozent auf 850,8 Millionen Euro. Das EBIT sank von 56,7 auf 48,0 Millionen Euro, die EBIT-Marge ging von 6,8 auf 5,6 Prozent zurück. Höhere Funktionskosten für Personal, Logistik und IT belasteten die ersten neun Monate; zugleich profitierte die Bruttomarge von den Zollrückerstattungen.
Sicherheitstechnik liefert Wachstumsimpulse
Die beiden Geschäftsbereiche entwickelten sich beim Umsatz positiv. Die Medizintechnik wuchs währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 1.367,0 Millionen Euro, die Sicherheitstechnik um 6,5 Prozent auf 1.087,0 Millionen Euro. Beim Auftragseingang war die Spreizung größer: Die Sicherheitstechnik legte im dritten Quartal währungsbereinigt um 20,2 Prozent zu, während die Medizintechnik um 3,0 Prozent nachgab.
Der Realtime-Kurs der Drägerwerk-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 09:00 Uhr bei Lang & Schwarz bei 103,70 Euro, 1,05 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 5. November.
Für 2026 hält Drägerwerk an einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und einer EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent fest. Für Anleger bleibt entscheidend, ob das Unternehmen die Nachfrage in der Sicherheitstechnik in eine stabilere Profitabilität überführen und den Kostendruck im Schlussquartal begrenzen kann.
Drägerwerk im Überblick
- Unternehmen: Drägerwerk AG & Co. KGaA
- ISIN: DE0005550636
- Ticker: DRW3
- Handelsplatz: Xetra
- L&S-Kurs: 103,70 Euro am 06.11.2026 um 09:00 Uhr
- Veränderung: -1,05 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom 05.11.2026
- Xetra-Schlusskurs: 104,80 Euro am 05.11.2026
- Indizes: SDAX und TecDAX
Das deutsche Marktumfeld bleibt für die Einordnung relevant; aktuelle Bewegungen im DAX können die Stimmung bei deutschen Nebenwerten beeinflussen.
