Eckert & Ziegler-Aktie erhĂ€lt GMP-Erlaubnis fĂŒr Actinium-225
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 09:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSGMP-Erlaubnis stĂ€rkt Ac-225-Perspektive
- Eckert & Ziegler kann Actinium-225 unter Good Manufacturing Practice herstellen.
- Die Produktion verbindet Standorte in Deutschland und Tschechien mit einem eigenen RĂŒckgewinnungsprozess fĂŒr Radium-226.
- Weitere KapazitĂ€ten in China, Nordamerika und Deutschland sollen die spĂ€tere Versorgung unterstĂŒtzen.
Eckert & Ziegler hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, fĂŒr die Produktion des Radioisotops Actinium-225 eine Herstellungserlaubnis nach den Vorgaben der Guten Herstellungspraxis erhalten. Die Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Therapeutics GmbH darf damit GMP-konformes Ac-225 herstellen. Die Meldung wurde von EQS verbreitet und auf finanzen.ch veröffentlicht.
Regulatorischer Schritt fĂŒr Actinium-225
Die zustĂ€ndige deutsche Behörde bestĂ€tigte, dass die Herstellung die strengen GMP-Anforderungen erfĂŒllt. Das erleichtert den Einsatz des Radioisotops in klinischen Entwicklungsprogrammen und schafft nach Unternehmensangaben eine Grundlage fĂŒr eine verlĂ€sslichere Versorgung von Forschung und Medizin.
Dr. Gunnar Mann, im Vorstand fĂŒr das Medical-Segment verantwortlich, bezeichnete die Zulassung als entscheidenden Schritt von ersten ProduktionslĂ€ufen zu einer routinemĂ€Ăigen Herstellung in GMP-QualitĂ€t. Damit werde aus der ProduktionsfĂ€higkeit eine Versorgungsperspektive fĂŒr klinische und kommerzielle Programme.
Prozess soll Versorgung absichern
Eckert & Ziegler produziert Ac-225 ĂŒber eine cyclotronbasierte Bestrahlung von Radium-226 in den Anlagen des Nuclear Physics Institute der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in ReĆŸ. Die weitere Verarbeitung zum GMP-Produkt erfolgt am Standort Braunschweig. UnterstĂŒtzt werden beide Standorte durch speziell entwickelte Hot-Cell-Systeme der Tochtergesellschaft Isotope Technologies Dresden.
Ein eigener Produktionsprozess soll den Anteil langlebiger Verunreinigungen wie Actinium-227 und Thorium-229 niedrig halten. Zugleich will Eckert & Ziegler die Versorgung mit dem Ausgangsmaterial Radium-226 stabilisieren. Dazu werden Altquellen genutzt und nicht umgewandeltes Radium nach der Bestrahlung zurĂŒckgewonnen. Das kann die AbhĂ€ngigkeit von begrenzten BestĂ€nden verringern und die Planbarkeit von Produktionsmengen und Kosten verbessern.
KapazitÀten sollen weiter wachsen
Die Gesellschaft plant zusĂ€tzliche Möglichkeiten fĂŒr die Herstellung von Ac-225. Das neu eröffnete Werk des Gemeinschaftsunternehmens Qi Kang Medical Technology in Jintan, China, soll nach dem Start des ersten Betriebs Anfang 2027 in einer zweiten Phase fĂŒr eine kommerzielle Produktion ausgebaut werden. Weitere KapazitĂ€ten kommen nach Unternehmensangaben an einem Standort nahe Boston sowie in Deutschland infrage.
FĂŒr Anleger ist die Zulassung vor allem ein operativer Fortschritt im Radiopharma-GeschĂ€ft. Ein unmittelbarer Umsatz- oder Ergebnisbeitrag lĂ€sst sich aus der Genehmigung allein jedoch nicht ableiten. Entscheidend wird sein, wie schnell klinische Programme und spĂ€tere kommerzielle Anwendungen tatsĂ€chlich zu wiederkehrender Nachfrage fĂŒhren.
Der Realtime-Kurs der Eckert & Ziegler-Aktie lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 09:43 Uhr bei Lang & Schwarz bei 13,30 Euro, 0,61 Prozent ĂŒber dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag, 29. Oktober.
Eckert & Ziegler im Ăberblick
- Unternehmen: Eckert & Ziegler SE
- ISIN: DE0005659700
- WKN: 565970
- Ticker: EUZ
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs: 13,30 Euro bei Lang & Schwarz am 30. Oktober 2026 um 09:43 Uhr
- Xetra-Schlusskurs: 13,22 Euro am 29. Oktober 2026
- Sektor: Gesundheitswesen
- Index: TecDAX
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