EQS-News: Schweizer Automobilmarkt legt im Oktober zu, bleibt aber hinter Europa zurĂŒck (deutsch)
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 14:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSchweizer Automobilmarkt legt im Oktober zu, bleibt aber hinter Europa zurĂŒck
auto-schweiz / Schlagwort(e): Monatszahlen Schweizer Automobilmarkt legt im Oktober zu, bleibt aber hinter Europa zurĂŒck 02.11.2026 / 14:38 CET/CEST --------------------------------------------------------------------------- Neue Personenwagen Oktober 2026 Bern, 2. November 2026 Der Markt fĂŒr neue Personenwagen in der Schweiz und im FĂŒrstentum Liechtenstein hat im Oktober leicht zugelegt. Mit 18'986 Neuzulassungen wurden 2,9 Prozent mehr Fahrzeuge immatrikuliert als im Vorjahresmonat. Auch die ElektromobilitĂ€t legt weiter zu. Bei den reinelektrischen Personenwagen betrĂ€gt das Wachstum seit Jahresbeginn 30,5 Prozent. Die Jahresbilanz bleibt dennoch ernĂŒchternd: Seit Jahresbeginn wurden 192'523 neue Personenwagen zugelassen, lediglich 2,7 Prozent mehr als im sehr schwachen Vorjahr. Der europĂ€ische Gesamtmarkt hat sich dagegen stĂ€rker erholt und ist seit Jahresbeginn um rund 6 Prozent gewachsen. EuropĂ€ischer Automobilmarkt erholt sich, Schweiz hinkt hinterher Der Schweizer Personenwagenmarkt zeigt im Oktober ein verhaltenes Wachstum. Die 18'986 Neuzulassungen entsprechen einem Zuwachs von 2,9 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat (18'451). Trotz des vermeintlich guten Monatsresultats bleibt der Gesamtmarkt auf tiefem Niveau. Nach zehn Monaten betrĂ€gt das Wachstum lediglich 2,7 Prozent gegenĂŒber dem bereits sehr schwachen Vorjahr. Von einer nachhaltigen Erholung kann weiterhin keine Rede sein. Damit ist die seit der Pandemie schleppende Gesamtmarktentwicklung eine der grossen Herausforderung fĂŒr die ganze Branche. Der Vergleich mit Europa verdeutlicht die schwierige Situation der Schweizer Automobilwirtschaft. WĂ€hrend der EU-Gesamtmarkt in den ersten neun Monaten um 5,7 Prozent gewachsen ist, hat der Schweizer Markt noch aufholbedarf. «Die anhaltende MarktschwĂ€che belastet die Automobilbranche und bremst die dringend notwendige Erneuerung des Fahrzeugbestands. Diese Ăberalterung hat negative Auswirkungen auf Sicherheit und Umweltbelastung. Wer mehr Verkehrssicherheit und weniger Emissionen will, muss die Erneuerung des Fahrzeugbestands beschleunigen, statt sie regulatorisch auszubremsen.», sagt Mario Bonato, Chefökonom von auto-schweiz. Die Alterung des Fahrzeugbestandes hat mittlerweile mit 11 Jahren einen neuen Negativrekord erreicht. ElektromobilitĂ€t setzt Wachstum fort Positiv entwickelt sich weiterhin die Nachfrage nach reinelektrischen Personenwagen (BEV). Im Oktober wurden 6'620 neue Elektroautos immatrikuliert (Vorjahr: 4'175). Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 52'084 reinelektrische Personenwagen neu zugelassen. Das entspricht einem Wachstum von 30,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr (39'900). Damit macht der BEV-Anteil mittlerweile 27,1 Prozent aller Neuzulassungen aus. Mehr als jeder vierte neue Personenwagen fĂ€hrt somit reinelektrisch. FĂŒr einen stĂ€rkeren Markthochlauf braucht es attraktivere Rahmenbedingungen, insbesondere einen rascheren Ausbau der Ladeinfrastruktur und den Verzicht auf zusĂ€tzliche steuerliche Belastungen. EU lockert CO-Vorschriften, Schweiz bleibt untĂ€tig WĂ€hrend die EuropĂ€ische Union ihre Automobilindustrie regulatorisch stark entlastet, lĂ€sst eine entsprechende Flexibilisierung in der Schweiz weiterhin auf sich warten. Denn die Schweiz hat bisher keine der dringend notwendigen Erleichterungen ĂŒbernommen. Die Schweizer Automobilimporteure sind damit weiterhin mit starren jĂ€hrlichen Zielwerten und hohen Sanktionsrisiken konfrontiert. Dieser regulatorische «Swiss Finish» fĂŒhrt zu zusĂ€tzlichen Wettbewerbsnachteilen und belastet einen ohnehin schwĂ€chelnden Markt. Thomas RĂŒcker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Es ist nicht nachvollziehbar, dass die EU ihre Automobilindustrie entlastet, wĂ€hrend die Schweiz weiterhin an einer ĂŒbermĂ€ssig strengen CO-Regulierung beharrt und damit erhebliche volkswirtschaftliche SchĂ€nden verursacht. Dass sich die Spanne zwischen Erholung in den europĂ€ischen LĂ€ndern und Stagnation in der Schweiz stetig vergrössert, braucht somit niemanden zu verwundern.» Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur VerfĂŒgung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorlĂ€ufig und nicht abgeschlossen. Medienmitteilung als PDF Download Immatrikulationen neuer Personenwagen (CH + FL) nach Marken, Oktober 2026 Weitere AuskĂŒnfte: Thomas RĂŒcker Direktor T 079 529 12 02 thomas.ruecker@auto.swiss auto-schweiz auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich fĂŒr die StĂ€rkung der individuellen und gewerblichen MobilitĂ€t und schafft Mehrwert fĂŒr den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten 63 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4'000 Markenvertreter. Mit einem jĂ€hrlichen Einfuhrwert von ĂŒber 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschĂ€ftigt die Autobranche ĂŒber 120'000 Mitarbeitende. --------------------------------------------------------------------------- Ende der Medienmitteilungen Originalinhalt anzeigen: https://eqs-news.com/?origin_id=ac38756e-d6c2-11f1-b46d-066675bb9927&lang=de --------------------------------------------------------------------------- 2426694 02.11.2026 CET/CEST
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