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Ferrari-Aktie: Prognose steigt nach starkem dritten Quartal erneut

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Ferrari-Aktie: Der Sportwagenbauer hebt seine Jahresziele nach einem starken dritten Quartal erneut an. Personalisierungen stützen die Profitabilität.

Ferrari steigert Profitabilität weiter

  • Der Umsatz legte im dritten Quartal trotz geringerer Auslieferungen zu.
  • Personalisierungen und ein günstiger Produktmix stützten die Margen.
  • Der Auftragsbestand reicht laut Vorstand bis 2028.
  • Für 2026 stehen noch zwei weitere Modellstarts an.
Ferrari, NL0011585146, Illustration mit AI erstellt.

Ferrari hat am 3. November 2026 die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate vorgelegt und seine Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Der Sportwagenhersteller verwies auf einen stärkeren Beitrag der Personalisierungen, einen günstigeren Produktmix und geringere Währungsbelastungen als zunächst erwartet. Die Mitteilung veröffentlichte Ferrari auf seiner Investorenseite.

Umsatz wächst trotz weniger Auslieferungen

Der Umsatz stieg im Zeitraum Juli bis September um 7 Prozent auf 1,896 Milliarden Euro. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum 10 Prozent. Die Auslieferungen sanken im Jahresvergleich auf 3.368 Fahrzeuge, da Ferrari den geplanten Modellwechsel fortsetzte.

Das Geschäft mit Fahrzeugen und Ersatzteilen erreichte 1,586 Milliarden Euro und wuchs ebenfalls um 7 Prozent. Ferrari nannte insbesondere den höherwertigen Produktmix sowie zusätzliche Kundenausstattungen als Wachstumstreiber. Der F80, die 296-Speciale-Familie und weitere neue Modelle verbesserten die Zusammensetzung der Verkäufe.

Margen profitieren vom Produktmix

Das operative Ergebnis EBIT erhöhte sich um 12 Prozent auf 563 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag bei 29,7 Prozent. Das EBITDA stieg ebenfalls um 12 Prozent auf 753 Millionen Euro, die EBITDA-Marge erreichte 39,7 Prozent.

Unter dem Strich verdiente Ferrari 431 Millionen Euro. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,44 Euro nach 2,14 Euro im Vorjahresquartal. Der industrielle freie Cashflow lag bei 567 Millionen Euro. Höhere Abschreibungen durch den Produktionsanlauf neuer Modelle und zusätzliche Marketingaufwendungen bremsten den Ergebnisbeitrag teilweise.

Jahresziele steigen erneut

Für 2026 erwartet Ferrari nun einen Umsatz von rund 7,65 Milliarden Euro nach zuvor rund 7,60 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 3,00 Milliarden Euro erreichen, verglichen mit zuvor mindestens 2,97 Milliarden Euro. Beim bereinigten EBIT hob das Unternehmen das Mindestziel von 2,26 auf 2,285 Milliarden Euro an.

Das Mindestziel für den bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie steigt von 9,68 auf 9,85 Euro. Beim industriellen freien Cashflow erwartet Ferrari nun bis zu 1,65 Milliarden Euro nach zuvor mindestens 1,55 Milliarden Euro. Die Prognose beruht laut Unternehmen auf stärkeren Personalisierungen, geringeren Währungsgegenwinden nach Absicherung und der Annahme eines zweiten Platzes in der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Auftragsbestand reicht bis 2028

Vorstandschef Benedetto Vigna erklärte, der Auftragsbestand reiche inzwischen bis 2028. Für das laufende Jahr seien zudem noch zwei weitere Modellstarts geplant. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob Ferrari die hohen Margen auch während des Modellwechsels und bei weiterhin begrenzten Stückzahlen halten kann.

Der Realtime-Kurs der Ferrari-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 11:31 Uhr bei Lang & Schwarz bei 366,88 Euro.

Am italienischen Aktienmarkt richtet sich der Blick zugleich auf die Entwicklung des FTSE MIB.

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Ferrari im Überblick

  • Unternehmen: Ferrari N.V.
  • ISIN: NL0011585146
  • Ticker: RACE
  • Heimatbörse: NYSE/EXM
  • Kurs: 366,88 Euro bei Lang & Schwarz am Freitag, 6. November 2026, 11:31 Uhr Berliner Zeit
  • Quartalsumsatz: 1,896 Milliarden Euro im dritten Quartal 2026
  • Bereinigtes EBITDA: 753 Millionen Euro im dritten Quartal 2026
  • Ausblick 2026: Umsatz von rund 7,65 Milliarden Euro und bereinigtes EBITDA von mindestens 3,00 Milliarden Euro
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