Fresenius Medical Care-Aktie: Gewinn bricht im dritten Quartal ein
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:55 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Ausblick
- Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 1 Prozent auf 4,937 Milliarden Euro.
- Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte sank um 5 Prozent auf 545 Millionen Euro.
- Fresenius Medical Care erwartet 2026 ein operatives Ergebnis zwischen stabilem Niveau und einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Fresenius Medical Care hat am 3. November 2026 Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr eingeengt. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Umsatz im Quartal um 1 Prozent auf 4,937 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis ging dagegen um 5 Prozent auf 545 Millionen Euro zurück. Die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care nennt regulatorische und inflationsbedingte Belastungen als wesentliche Faktoren.
Umsatz bleibt robust
Das Wachstum kam vor allem aus den Segmenten Care Delivery und Care Enablement. Care Delivery erhöhte den Umsatz um 3 Prozent auf 3,492 Milliarden Euro, Care Enablement legte um 7 Prozent auf 1,451 Milliarden Euro zu. Im US-Geschäft von Care Delivery wuchs der Umsatz um 3 Prozent, während das organische Behandlungswachstum bei minus 1,1 Prozent lag. Value-Based Care verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang von 7 Prozent auf 537 Millionen Euro.
Im bereinigten operativen Ergebnis schlugen sich die Belastungen weniger stark nieder als im berichteten Ergebnis. Das berichtete operative Ergebnis sank um 19 Prozent auf 384 Millionen Euro. Darin enthalten waren Sondereffekte von netto 161 Millionen Euro, darunter 108 Millionen Euro für die Anpassung der China-Strategie. Fresenius Medical Care stellte dort die lokale Produktion und den Vertrieb des Hämodialysesystems 4008A sowie das Geschäft mit der Peritonealdialyse ein.
China-Kosten belasten Gewinn
Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis fiel um 42 Prozent auf 160 Millionen Euro. Ohne Sondereffekte sank das Ergebnis um 10 Prozent auf 291 Millionen Euro. Das unbereinigte Ergebnis je Aktie ging um 35 Prozent auf 0,61 Euro zurück, während das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 1,11 Euro stabil blieb. Der operative Cashflow stieg um 8 Prozent auf 798 Millionen Euro.
Vorstandschef Shervin J. Korangy verwies auf Chancen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und auf das Transformationsprogramm FME25+. Im dritten Quartal erzielte das Programm zusätzliche nachhaltige Einsparungen von 74 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen Einsparungen von 250 Millionen Euro; bis Ende 2027 sollen sich die Gesamteinsparungen auf 1,2 Milliarden Euro summieren.
Ausblick liegt in engerer Spanne
Fresenius Medical Care rechnet für 2026 weiterhin mit einem Umsatz ungefähr auf Vorjahresniveau. Beim bereinigten operativen Ergebnis wurde die Prognose eingeengt: Erwartet wird nun eine Entwicklung zwischen stabilem Niveau und einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Als Belastungen nannte das Management unter anderem TDAPA-Effekte, Inflation und erwartete Belastungen im vierten Quartal.
Operativ setzt der Konzern zugleich auf die Einführung des 5008X CAREsystems in den USA. Zum 30. September war das System in 348 Kliniken im Einsatz; damit waren rund 16 Prozent der Dialysegeräte in den US-Kliniken ersetzt. Das Unternehmen hält an seinem Jahresziel von rund 20 Prozent fest.
Der Realtime-Kurs der Fresenius Medical Care-Aktie lag am Freitag, 6. November 2026, um 11:45 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 41,66 Euro.
Fresenius Medical Care im Überblick
- Unternehmen: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA
- ISIN: DE0005785802
- Ticker: FME
- Heimatbörse: Börse Frankfurt
- Realtime-Kurs: 41,66 Euro bei Lang & Schwarz am 6. November 2026 um 11:45 Uhr Berliner Zeit
- Berichtsperiode: drittes Quartal 2026
Das deutsche Marktumfeld bleibt für die Einordnung der Aktie relevant; aktuelle Marktberichte zum DAX liefern den übergeordneten Börsenkontext.
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