Hawesko Holding SE, DE0006042708

ZurĂŒckhaltende Nachfrage dĂ€mpft Hawesko-GeschĂ€ft im 1. Halbjahr – Rohertragsmarge steigt – Kosten- und Effizienzfortschritte wirken – Gesamtjahresprognose 2026 angepasst

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 07:00 Uhr | dgap.de

Hawesko Holding SE / DE0006042708

Hawesko Holding SE / Schlagwort(e): Halbjahresbericht


12.08.2026 / 07:00 CET/CEST
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PRESSEMITTEILUNG


  Geopolitische Konflikte und andauernde Verunsicherung sowie weiter sinkender Weinkonsum der Konsumenten: Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 bei 274,8 Mio. Euro (Vorjahr: 285,1 Mio. Euro) Jacques‘ und B2B-GeschĂ€ft auf gutem Weg – Maßnahmenpaket fĂŒr E-Commerce-Einheiten
Hamburg, den 12. August 2026. In einem weiterhin schwachen Gesamtmarktumfeld hat die Hawesko Holding SE (HAW, HAWG.DE, DE0006042708) vor allem konjunkturbedingt zum Halbjahr weniger umgesetzt, zugleich verbesserten sich Marge und ErgebnisqualitĂ€t, weil u.a. kostenseitige Gegenmaßnahmen spĂŒrbar wirken.

Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2026 bei 274,8 Mio. Euro nach 285,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsmarge von Europas fĂŒhrendem Wein- und SpirituosenhĂ€ndler stieg auf 45,2 Prozent nach 43,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das operative EBIT belĂ€uft sich auf 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro). GestĂŒtzt wurde das Ergebnis dabei durch die bewusste Abgabe unrentablen Umsatzes im B2B in Höhe von etwa fĂŒnf Millionen Euro und durch wirkende Effizienzprogramme.

Da fĂŒr den weiteren Jahresverlauf weiterhin mit geopolitischen Risiken und einer unverĂ€ndert schwachen Konsumneigung zu rechnen ist, hat Hawesko seine Umsatz- und Ergebnisguidance aktualisiert (siehe unten). Gleichzeitig wird das bestehende Effizienzprogramm FOKUS intensiviert. Zudem sollen die E-Commerce-AktivitĂ€ten in den nĂ€chsten Monaten umfassend weiterentwickelt und strukturell schlanker aufgestellt werden. Zugleich setzt das Unternehmen seine Investitionsvorhaben zur kĂŒnftigen Neukundengewinnung vollumfĂ€nglich und planmĂ€ĂŸig um, denn sie dienen dazu, der allgemeinen NachfragschwĂ€che gezielt entgegenzuwirken. Im Detail hat die Hawesko Holding SE allein fĂŒr das erste Halbjahr 2026 in den Bereichen IT, KĂŒnstliche Intelligenz und Werbung 1,5 Mio. Euro mehr investiert als im Vorjahr.

Die Lage auf dem deutschen Weinmarkt bleibt angespannt. Die gestiegenen Energiepreise belasten die Transportkosten unmittelbar. Zugleich wirken höhere Mindestlöhne sowie steigende Maut- und CO?-Abgaben kostentreibend. Auf der Nachfrageseite bleiben die gedĂ€mpfte Konsumstimmung, eine historisch hohe Sparneigung sowie der langfristige Trend zu sinkendem Alkoholkonsum wesentliche Faktoren fĂŒr die weitere GeschĂ€ftsentwicklung. Dies spiegelt sich auch in einem geringeren durchschnittlichen Umsatz pro Einkauf wider.

FĂŒr den gesamten deutschen Weinmarkt werden in diesem Jahr Umsatzverluste von rund 6 Prozent erwartet. Die Hawesko Holding SE als MarktfĂŒhrer rechnet auf Basis der aktualisierten Prognose mit einem UmsatzrĂŒckgang von 2 bis 4 Prozent.

Thorsten Hermelink, Vorstandsvorsitzender der Hawesko Holding SE: „Wir wissen um das schwierige Marktumfeld – und setzen deshalb vor allem auf Kosten- und Effizienzinitiativen, die zunehmend ihre positive Wirkung entfalten. Als MarktfĂŒhrer sind wir solide aufgestellt, um in unser GeschĂ€ftsmodell zu investieren, etwa in die Neukundengewinnung und das E-Commerce-GeschĂ€ft. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, mit höherer ErgebnisqualitĂ€t die allgemeine MarktschwĂ€che besser abzufedern."

Jacques‘-Umsatz nahezu konstant – verbesserte operative EBITDA-Rendite im B2B-Segment

Im Zuge gezielter Neueröffnungen wurde der Jacques‘-Umsatz mit nur einem leichten RĂŒckgang um 0,8 Prozent weitgehend auf dem Vorjahresniveau gehalten. Die österreichische Gesellschaft Wein & Co. verzeichnete einen spĂŒrbaren UmsatzrĂŒckgang, der insbesondere von einem schwachen Online-GeschĂ€ft sowie Anlaufschwierigkeiten beim Wechsel des Logistikdienstleisters im Juni geprĂ€gt war. Insgesamt lag der Umsatz des Retail-Segments 1,5 Prozent unter dem Vorjahr.

Im B2B-Segment liegt der Schwerpunkt auf der konsequenten Neukundengewinnung, insbesondere in der Gastronomie. Zudem wurden weitere Schritte zur StĂ€rkung des GeschĂ€fts umgesetzt. Unprofitable UmsĂ€tze wurden gezielt abgegeben. Dies trug zu dem UmsatzrĂŒckgang von 4,9 Prozent bei, wĂ€hrend sich Marge und Ergebnis verbesserten. Die operative EBITDA-Rendite im B2B-GeschĂ€ft verbesserte sich auf 4,7 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent). Das operative EBIT stieg auf 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro). Das Segment bewegt sich damit klar in die richtige Richtung.

In Summe zeigen die eingeleiteten Verbesserungsschritte bei Jacques' und im B2B-Segment erkennbare Wirkung. Beide Bereiche sind in einem schwierigen Umfeld auf einem guten Weg. Im E-Commerce wird hingegen deutlich, dass umfassendere Maßnahmen erforderlich sind. Ein entsprechendes MaßnahmenbĂŒndel wird im Herbst auf den Weg gebracht und zu einer deutlich schlankeren Struktur fĂŒhren – als konsequente Antwort auf einen weiter schrumpfenden Markt.

Die Migration in der Logistik hat in den vergangenen Wochen gute Fortschritte gemacht. Die sukzessive BĂŒndelung aller LogistikaktivitĂ€ten im Zentrallager in Tornesch soll entlang der aktuellen Planung im ersten Quartal 2027 vollstĂ€ndig vollzogen sein. Bereits im Herbst dieses Jahres werden bisher fĂŒr den Standort Berlin vorgesehene AktivitĂ€ten teilweise aus Tornesch bedient.

Angepasste Prognose 2026

Die GeschĂ€ftsentwicklung im dritten Quartal liegt weiterhin unter den Erwartungen. Zugleich zeichnet sich allenfalls eine ĂŒberschaubare saisonale Aufhellung im weiteren Verlauf des Jahres 2026 ab. Geopolitische Konflikte, steigende Preise und eine starke KonsumzurĂŒckhaltung in Kombination mit einem schrumpfenden Gesamtmarkt bestimmen auch im Jahresverlauf den deutschen Weinmarkt.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der Hawesko Holding SE beschlossen, die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026 wie folgt anzupassen:
  Umsatz: RĂŒckgang um 2 bis zu 4 Prozent zum Vorjahr (zuvor: Anstieg um bis zu zwei Prozent). Der Umsatz im GeschĂ€ftsjahr 2025 belief sich auf 622 Mio. Euro. Operatives EBIT (vor einmaligen Aufwendungen): 23 bis 26 Mio. Euro (zuvor 28 bis
32 Mio. Euro). ZusÀtzlich werden einmalige Aufwendungen von bis zu 4 Mio. Euro erwartet (zuvor: bis zu 2 Mio. Euro). Free Cashflow: 28 bis 33 Mio. Euro (zuvor: 30 bis 36 Mio. Euro) ROCE: 9 bis 11 Prozent (zuvor 11 bis 14 Prozent)
AusgewÀhlte Eckdaten H1 2026:
 
  01.01.-30.06.2026 01.01.-30.06.2025
Umsatzerlöse (in Mio. Euro) 274,8 285,1
Operatives EBIT (in Mio. Euro) 5,1 6,1
Rohertragsmarge 45,2 % 43,9 %

Über die Hawesko Holding SE: 

Als fĂŒhrende Handelsgruppe fĂŒr hochwertige Weine, Champagner und Spirituosen beschĂ€ftigt der Hawesko-Konzern in den Segmenten Retail (Jacques’ und Wein & Co.), B2B (insbesondere Wein Wolf, Abayan und Grand Cru Select) und E-Commerce (insbesondere HAWESKO, Vinos und WirWinzer) rund 1.150 Mitarbeiter. Die Aktien der Hawesko Holding SE werden außer an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Prime Standard Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Herausgeber:
Hawesko Holding SE
Elbkaihaus
Große Elbstraße 145 d
22767 Hamburg

Presse- und Investor-Relations-Kontakt:
Mirko Wollrab (Corecoms)
Tel. +49 172 8303600
E-Mail: mirko.wollrab@corecoms.de
 


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E-Mail: ir@hawesko-holding.com
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