vbw Pressemitteilung zur MĂŒnchner Sicherheitskonferenz: Potenziale der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie heben
14.02.2025 - 11:44:48| Emittent / Herausgeber: ibw â Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges 14.02.2025 / 11:44 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Potenziale der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie heben Hatz: âSteigendes Auftragsvolumen kann schwĂ€chelnder Konjunktur entgegenwirkenâ (MĂŒnchen, 14.02.2025). Die vbw â Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert anlĂ€sslich der 61. MĂŒnchner Sicherheitskonferenz von der neuen Bundesregierung, das Reformtempo im Verteidigungssektor deutlich zu erhöhen. âMit Blick auf die angespannte weltpolitische Lage und die Herausforderungen durch Cyberangriffe und hybride KriegsfĂŒhrung muss unser Land wieder wehrhaft werden und dauerhaft wehrhaft bleiben. Einen zentralen Beitrag dazu kann die starke deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie leisten, deren Zentrum mit ĂŒber vier Milliarden Euro Wertschöpfung und 45.000 BeschĂ€ftigten in Bayern liegt. Dieses Potenzial unserer Unternehmen gilt es bestmöglich zu nutzen,â sagte vbw PrĂ€sident Wolfram Hatz auf der gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI). Aus Sicht der vbw braucht es dazu zunĂ€chst ein neues Bewusstsein fĂŒr den hohen Wert der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. âEs darf keinerlei Zweifel daran geben, dass Investitionen in Verteidigungsunternehmen mit den Nachhaltigkeits-Kriterien der EU vereinbar sind. Aber Zivilklauseln, die die Forschung auf rein zivile Zwecke beschrĂ€nken, sind aus der Zeit gefallen. Mit dem âGesetz zur Förderung der Bundeswehr in Bayernâ hat der Freistaat darauf bereits reagiert. Fakt ist: wir brauchen mehr Kooperation zwischen Industrie und Forschung, wenn unsere Demokratie wehrhafter werden sollâ, erlĂ€utert Hatz. Laut vbw bedarf es zudem einer deutlich höheren Bereitschaft des Staates fĂŒr Investitionen in die Modernisierung unserer StreitkrĂ€fte. Hatz: âDas bedeutet: Wir mĂŒssen an vielen Stellen neu priorisieren, reformieren und auch sparen. Denn nur dann ist der Spielraum fĂŒr kontinuierliche und höhere Investitionen in unsere Sicherheit gegeben. Diese Investitionen mĂŒssen mit langfristigen AuftrĂ€gen und verlĂ€sslichen Abnahmegarantien verbunden sein. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit fĂŒr das Hochfahren ihrer KapazitĂ€ten.â Gleichzeitig fordert die vbw ein klares Bekenntnis zur heimischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. âNatĂŒrlich mĂŒssen neue Beschaffungsoffensiven in enger Abstimmung mit NATO und EU erfolgen. Klar muss aber auch sein: Wo immer es sinnvoller Weise möglich ist, muss die Wertschöpfung bei uns im Land bleiben. So gewinnen wir nicht nur an Sicherheit, sondern auch an wirtschaftlicher StĂ€rke: Denn mit jedem Auftrag an die heimische Industrie stĂ€rken wir unseren Standort, der ja gerade in vielen anderen Sektoren stark unter Druck stehtâ, fĂŒhrt Hatz aus. Vor diesem Hintergrund begrĂŒĂt die vbw ausdrĂŒcklich den Anfang Februar verabschiedeten 10-Punkte Aktionsplan der Bayerischen Staatsregierung zur StĂ€rkung der Branche im Freistaat. âEinen solchen Schulterschluss zwischen Politik und Industrie brauchen wir jetzt auch auf Bundesebeneâ, so Hatz abschlieĂend. Peter Leibinger, PrĂ€sident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, betonte: âDas âfreundliche Desinteresseâ an Verteidigungsfragen, von dem der verstorbene BundesprĂ€sident Horst Köhler einmal zurecht gesprochen hat, muss einer realistischen Sicherheits- und Verteidigungskultur weichen. FĂŒr unsere VerteidigungsfĂ€higkeit braucht es eine leistungsfĂ€hige RĂŒstungsindustrie. Das eigentliche Potenzial des Westens in dieser Hinsicht liegt aber auch in unserer breiten industriellen StĂ€rke, die in dieser Breite Teil einer gelebten Sicherheits- und Verteidigungskultur der Gesellschaft werden muss. Als Industrieland mĂŒssen wir gezielt in militĂ€risch nutzbare Innovationen investieren. Dies wird ĂŒbrigens auch das gesamte Innovationsökosystem nachhaltig stĂ€rken.â Kontakt: Lena GrĂŒmann, Tel. 089-551 78-361, E-Mail: lena.gruemann@ibw-bayern.de  Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. |
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