Imperial Oil-Aktie: Rekordgewinn trifft auf schwächere Förderung
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:49 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSRekordgewinn trotz Produktionsbelastungen
- Imperial Oil steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal deutlich gegenüber dem Vorjahr.
- Stärkere Raffineriemargen und höhere Produktverkäufe glichen niedrigere Fördermengen teilweise aus.
- Das Unternehmen will Aktienrückkäufe vor Jahresende abschließen und die Ausschüttungen fortsetzen.
Imperial Oil hat am 30. Oktober 2026 für das dritte Quartal einen Rekord-Nettogewinn gemeldet. Nach Angaben des Unternehmens im Imperial-Newsroom stieg der Gewinn auf 2.454 Millionen kanadische Dollar nach 539 Millionen CAD im Vorjahresquartal. Der verwässerte Gewinn je Aktie erhöhte sich von 1,07 auf 5,11 CAD.
Der Vorjahresvergleich ist durch nachteilige Sondereffekte belastet. Imperial hatte im dritten Quartal 2025 Wertminderungen und Restrukturierungskosten von insgesamt 555 Millionen CAD nach Steuern verbucht. Bereinigt um diese identifizierten Positionen lag der Vorjahresgewinn bei 1.094 Millionen CAD, während Imperial im aktuellen Quartal 2.454 Millionen CAD erreichte.
Raffinerie treibt Ergebnis
Das Downstream-Geschäft lieferte den stärksten Beitrag. Der Segmentgewinn sprang von 444 Millionen auf 1.555 Millionen CAD, vor allem wegen verbesserter Raffineriemargen und günstigerer Marktbedingungen. Die Produktverkäufe stiegen von 464.000 auf 474.000 Barrel pro Tag.
Gleichzeitig sank der Raffineriedurchsatz von 425.000 auf 381.000 Barrel pro Tag. Die Auslastung fiel von 98 auf 88 Prozent. Imperial verwies auf ungeplante Ausfälle, eine Störung an einer Pipeline eines Drittanbieters und geplante Wartungsarbeiten in der Raffinerie Sarnia. Die Anlage für erneuerbaren Diesel in Strathcona erreichte beim Canola-Durchsatz einen Rekord.
Förderung bleibt unter Druck
Die Bruttoförderung von Öl und Öläquivalenten ging im Jahresvergleich von 462.000 auf 418.000 Barrel pro Tag zurück. Bei Kearl beeinträchtigte ein Pipeline-Ausfall die Produktion; zusätzlich belasteten geringere Erzqualitäten sowie geplante Wartungsarbeiten in Cold Lake und Syncrude die Mengen. Imperial senkte deshalb das Produktionsziel für Kearl im Gesamtjahr 2026 auf 280.000 Barrel pro Tag brutto.
Der operative Cashflow erhöhte sich im Quartal von 1.798 Millionen auf 3.228 Millionen CAD. Davon entfielen 2.957 Millionen CAD auf den Cashflow vor Veränderungen des Working Capital. Das Unternehmen gab 2.506 Millionen CAD über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück, darunter 2.086 Millionen CAD für Rückkäufe. Das beschleunigte Rückkaufprogramm soll vor Jahresende abgeschlossen werden; zudem wurde eine Quartalsdividende von 0,87 CAD je Aktie beschlossen.
Kurs und nächster Anlegerfokus
Der Realtime-Kurs der Imperial Oil-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 13:40 Uhr bei Lang & Schwarz bei 120,63 Euro. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die starken Raffineriemargen die niedrigere Förderung und die wiederkehrenden Betriebsunterbrechungen im weiteren Jahresverlauf ausgleichen.
Das Unternehmen erwartet durch laufende Arbeiten an der Logistik in Strathcona bis zum Jahresende eine höhere Auslastung der Raffinerie. Gleichzeitig hängen die weitere Ergebnisentwicklung und die Kapitalrückführung von Rohstoffpreisen, Raffineriemargen, Produktionsmengen und der Umsetzung des Rückkaufprogramms ab.
Das internationale Marktumfeld für Imperial Oil wird im S&P 500 beobachtet.
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Imperial Oil Limited im Überblick
- ISIN: CA4530384086
- Ticker: IMO
- Quartalsbericht: 30. Oktober 2026, drittes Quartal 2026
- Lang-und-Schwarz-Kurs: 120,63 Euro am 3. November 2026 um 13:40 Uhr
- Quartalsgewinn: 2.454 Millionen CAD
- Förderung: 418.000 Barrel Öläquivalent pro Tag
- Raffineriedurchsatz: 381.000 Barrel pro Tag
