Insolvenzverfahren der Stadtwerke Gera AG abgeschlossen: Vollbefriedigung erreicht â GlĂ€ubiger erhalten insgesamt 65,4 Millionen Euro - Ăbererlös von rund 6,5 Millionen Euro geht an Stadt Gera
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 11:20 Uhr | dgap, AD HOC NEWS| EQS-Media / 01.10.2026 / 11:20 CET/CEST Pressemitteilung Rechtsanwalt Dr. jur. Michael JaffĂ© Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera AG, Gera Insolvenzverfahren der Stadtwerke Gera AG abgeschlossen: Vollbefriedigung erreicht â GlĂ€ubiger erhalten insgesamt 65,4 Millionen Euro Ăbererlös von rund 6,5 Millionen Euro geht an Stadt Gera  Gera, 01. Oktober 2026. Gute Nachrichten fĂŒr die GlĂ€ubiger im Insolvenzverfahren der Stadtwerke Gera AG (SWG): «Ihre Forderungen werden voll befriedigt. In der Schlussverteilung haben wir insgesamt 65,4 Millionen Euro, davon rund 12,1 Millionen auch fĂŒr nachrangige Forderungen, an sie ausgezahlt. DarĂŒber hinaus erhĂ€lt die Stadt Gera als Gesellschafterin den sich nach der Befriedigung aller GlĂ€ubiger ergebenden Ăbererlös in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro», konnte Insolvenzverwalter Dr. jur. Michael JaffĂ© von der Kanzlei JAFFĂ RechtsanwĂ€lte Insolvenzverwalter nach dem Schlusstermin am Amtsgericht Gera mitteilen. Im Insolvenzverfahren war es ihm zudem gelungen, FortfĂŒhrungslösungen fĂŒr alle operativ tĂ€tigen Tochtergesellschaften zu realisieren und rund 1.000 ArbeitsplĂ€tze zu sichern. Die Stadtwerke Gera AG (SWG) hatte am 27. Juni 2014 Insolvenzantrag stellen mĂŒssen, ein bis dahin in Deutschland im kommunalen Bereich einzigartiger Fall. In der Holdinggesellschaft waren zu diesem Zeitpunkt alle Beteiligungen der Stadt Gera gebĂŒndelt, die sich mit der Daseinsvorsorge im Einzugsgebiet fĂŒr rund 200.000 Einwohner befassten, angefangen von der Energieversorgung ĂŒber den öffentlichen Personennahverkehr und den Wohnungsbau bis hin zur Entsorgung. Die einzelnen Unternehmen des Stadtwerke-Konzerns beschĂ€ftigten etwa 1000 Mitarbeiter und setzten insgesamt rund 200 Mio. Euro um. Domino-Effekt vermieden â nahtlose FortfĂŒhrung der Betriebe ohne EinschrĂ€nkungen Der Insolvenzverwaltung gelang es in der Folge sehr schnell, die Betriebe zu stabilisieren und mit UnterstĂŒtzung des GlĂ€ubigerausschusses sowie der Stadt Gera und des Landes ThĂŒringen ohne EinschrĂ€nkungen fortzufĂŒhren. Dabei musste eine Vielzahl von komplexen juristischen Fragestellungen nahezu zeitgleich bearbeitet werden, um einen Zusammenbruch der Beteiligungsunternehmen und damit letztlich auch der Daseinsvorsorge fĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Gera zu verhindern. Dieser drohende âDominoeffektâ konnte jedoch im engen Kontakt mit der Stadt Gera und dem Land ThĂŒringen vermieden werden. Nach der Stabilisierung der einzelnen Betriebe wurden fĂŒr alle operativen Beteiligungen Anschlusslösungen gefunden. So ĂŒbernahm der bisherige Minderheitsgesellschafter Veolia die Anteile an der Geraer Umweltdienste GmbH & Co. KG (GUD). Ein weiterer Schritt war die Ăbereinkunft mit SITA Deutschland zur Ăbernahme der verbleibenden 25,1 Prozent Anteile der SWG an der SITA Abfallverwertung GmbH. Die 74,9 prozentige Beteiligung der Stadtwerke Gera an der GWB Elstertal Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH konnte schlieĂlich nach DurchfĂŒhrung eines EU-weiten Transaktionsprozesses im Sommer 2016 verĂ€uĂert werden. Mit der Ăbernahme der 50,1 prozentigen Beteiligungen der SWG an der Energieversorgung Gera GmbH sowie der Kraftwerke Gera GmbH durch die (Mit-)Gesellschafterin ENGIE Deutschland AG wurden im November 2017 die letzten wesentlichen operativen Beteiligungen verwertet. Den Abschluss der ĂŒbertragenden Sanierungen bildete der erfolgreiche Verkauf der ĂŒbrigen GUD-Anteile im April 2021. Danach konnte auch der Abschluss des Insolvenzverfahrens der SWG vorangetrieben werden. Hierzu bedurfte es neben der KlĂ€rung zahlreicher weiterer rechtlicher Fragen zunĂ€chst des Abschlusses des Insolvenzverfahrens ĂŒber das Vermögen der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH. Vollbefriedigung auch fĂŒr GlĂ€ubiger der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH Dieses Insolvenzverfahren konnte im laufenden Jahr ebenfalls mit einer Vollbefriedigung der GlĂ€ubiger abgeschlossen werden. Der erwirtschaftete Ăbererlös floss an die SWG als Gesellschafterin. Die geglĂŒckte Sanierung eines Verkehrsbetriebs dieser GröĂenordnung war ebenfalls ein PrĂ€zedenzfall in Deutschland. Dabei mussten vielschichtige Probleme rechtlicher und organisatorischer Art gelöst und gleichzeitig ein Leistungsangebot auf hohem Niveau aufrechterhalten werden. Das von allen Beteiligten â vor allem der Stadt Gera und dem Land ThĂŒringen - gemeinsam getragene Sanierungskonzept bildete die Basis fĂŒr eine erfolgreiche Neuorganisation des Nahverkehrs in Gera und eine bestmögliche Befriedigung der GlĂ€ubiger. âAuch das hat zu dem jetzt erreichten Erfolg der Vollbefriedigung im Insolvenzverfahren der SWG beigetragen. Das und die Tatsache, dass alle ehemaligen operativen Beteiligungen weitergefĂŒhrt und die ArbeitsplĂ€tze erhalten werden konnten, ist eine absolute Ausnahme und stellt ein bestmögliches Ergebnis in einem Insolvenzverfahren darâ, so der vom Amtsgericht Gera bestellte Insolvenzverwalter abschlieĂend. Im Durchschnitt liegt die Quote fĂŒr GlĂ€ubiger bei Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Bereich zwischen 5 und 10 Prozent.  Weitere Informationen: Dr. jur. Michael JaffĂ© wird seit dem Jahr 2000 regelmĂ€Ăig von den Gerichten in schwierigen und groĂen InsolvenzfĂ€llen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen fĂŒr die GlĂ€ubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. jur. Michael JaffĂ© zĂ€hlen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tĂ€tige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe. Als Insolvenzverwalter von drei deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften verwertet er im Rahmen einer komplexen grenzĂŒberschreitenden Struktur die weltweite Containerflotte mit dem Ziel, die SchĂ€den fĂŒr die rund 54.000 Anleger zu minimieren. Insgesamt wurden bereits Erlöse von ĂŒber 1 Milliarde Euro erzielt. Das Amtsgericht MĂŒnchen betraute Dr. Michael JaffĂ© im August 2020 mit der Insolvenzverwaltung der Wirecard AG, dem ersten Insolvenzfall eines DAX-Konzerns und einem der gröĂten Finanzskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Am 26.09.2024 bestellte ihn das Amtsgericht MĂŒnchen als Insolvenzverwalter der deutschen Fisker GmbH, der deutschen Vertriebsgesellschaft des US-amerikanischen Premiumherstellers fĂŒr E-Autos. Im MĂ€rz 2025 wurde er auf Vorschlag der BaFin zum Insolvenzverwalter der Bankhaus Obotritia GmbH bestellt. Als Insolvenzverwalter der Electrochaea GmbH, eines fortgeschrittenen Start-ups im Bereich der Biomethanisierungstechnologie, gelang ihm im Jahr 2026 die Verwertung des umfangreichen Patentportfolios und des vorhandenen Knowhows. Die Kanzlei JAFFĂ RechtsanwĂ€lte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der fĂŒhrenden Kanzleien auf den Gebieten Insolvenzverwaltung. Ihre StĂ€rken liegen in der Bearbeitung von anspruchsvollen Insolvenzverfahren, Konzerninsolvenzverfahren, Kapitalanlageverfahren und internationalen Verfahren mit grenzĂŒberschreitenden BezĂŒgen. Eine wichtige Grundlage dafĂŒr ist die regelmĂ€Ăig gerade bei komplexen Verfahren gefragte langjĂ€hrige Erfahrung, Kompetenz und UnabhĂ€ngigkeit. Nicht zuletzt deshalb genieĂt die Kanzlei seit Jahrzehnten das Vertrauen von Gerichten und GlĂ€ubigern gerade in schwierigen Verfahren, in denen widerstreitende Interessen der Beteiligten bestehen. Die Kanzlei kann mit ihrer eigenen leistungsstarken und ĂŒber Jahre gewachsenen Struktur Verfahren jeder GröĂenordnung im Interesse der GlĂ€ubiger begleiten.    FĂŒr weitere Informationen steht Ihnen gerne zur VerfĂŒgung: Medienkontakt fĂŒr den Insolvenzverwalter: Sebastian Brunner Tel.: +49175/5604673 E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de     Ende der Pressemitteilung Emittent/Herausgeber: Sebastian Brunner Communications Schlagwort(e): Unternehmen 01.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Pressemitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Originalinhalt anzeigen: EQS News |
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