Inwit-Aktie: Ardian und Oak prĂŒfen Finanzierung fĂŒr Delisting
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:33 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSDelisting-PlĂ€ne bleiben unverbindlich
- Ardian und Oak Holdings 1 sprechen mit Banken ĂŒber die Finanzierung eines möglichen Kaufs der Minderheitsanteile.
- Die beiden GroĂaktionĂ€re kontrollieren zusammen 71 Prozent an Inwit.
- Eine mögliche Transaktion steht im Zusammenhang mit Vertragskonflikten mit Telecom Italia und Fastweb.
Die GroĂaktionĂ€re von Inwit prĂŒfen die Finanzierung eines möglichen Delistings. Wie Reuters am 11. Oktober 2026 unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, loten Ardian und Oak Holdings 1 GesprĂ€che mit Banken aus, um einen möglichen Kauf der Anteile von MinderheitsaktionĂ€ren zu finanzieren. Eine verbindliche Offerte liegt damit nicht vor.
Ardian kontrolliert laut Reuters 32 Prozent von Inwit. Oak Holdings 1 hĂ€lt dem Bericht zufolge 39 Prozent. Zusammen kommen die beiden GroĂaktionĂ€re damit auf 71 Prozent. Oak Holdings 1 wird von Global Infrastructure Partners, Vodafone und KKR unterstĂŒtzt.
Finanzierung entscheidet ĂŒber nĂ€chsten Schritt
Die GesprĂ€che befinden sich nach Reuters-Angaben noch in einem frĂŒhen Stadium. Eine Quelle rechnet damit, dass sich auch der Investmentkonzern Mubadala aus Abu Dhabi im Rahmen des Vorhabens an Inwit beteiligen könnte. Ardian, GIP, Vodafone, KKR und Mubadala Ă€uĂerten sich nicht. Ein Sprecher von Inwit erklĂ€rte, dem Unternehmen lĂ€gen keine Informationen zu den PlĂ€nen vor.
FĂŒr die MinderheitsaktionĂ€re bleiben deshalb zentrale Eckdaten offen. Dazu zĂ€hlen der mögliche Angebotspreis, die Struktur einer Transaktion und die Bedingungen fĂŒr die Finanzierung. Solange diese Punkte nicht geklĂ€rt sind, lĂ€sst sich weder die Wahrscheinlichkeit eines Delistings noch eine mögliche PrĂ€mie fĂŒr die verbleibenden AktionĂ€re belastbar einordnen.
Vertragsstreit belastet den Ausblick
Der mögliche RĂŒckzug von der Börse fĂ€llt in eine angespannte operative Phase. Telecom Italia und die Swisscom-Tochter Fastweb haben laut Reuters Verfahren eingeleitet, um ihre VertrĂ€ge mit Inwit zu beenden und zu gĂŒnstigeren Bedingungen neu zu verhandeln. FĂŒr den Betreiber von Telekommunikationsmasten geht es damit um die kĂŒnftige Auslastung und Ertragsentwicklung seiner Infrastruktur.
Reuters bezifferte die Marktkapitalisierung von Inwit zum Schluss des 9. Oktober auf 7,1 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 6,3 Milliarden Euro und berichtete von einem RĂŒckgang um 27 Prozent im Jahresvergleich. Die mögliche Transaktion könnte den AktionĂ€ren strategisches Vertrauen in die Position von Inwit gegenĂŒber den Kundenkonflikten signalisieren. Sie beseitigt jedoch weder das Vertragsrisiko noch die Unsicherheit ĂŒber die Finanzierung.
Der Realtime-Kurs der Inwit-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 11:30 Uhr bei Lang & Schwarz bei 7,41 Euro.
Inwit S.p.A.
- ISIN: IT0005090300
- Handelsplatz des Kurses: Lang & Schwarz
- Kurs: 7,41 Euro am 4. November 2026 um 11:30 Uhr Berliner Zeit
- Nachrichtenkern: PrĂŒfung der Finanzierung eines möglichen Delistings
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