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Kirchhoff Whitepaper | Die CSRD-Berichterstattung im zweiten Jahr: Ein Vergleich

25.06.2026 - 09:41:13 | dgap.de

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Kirchhoff Consult GmbH / Schlagwort(e): Studie/Nachhaltigkeit


25.06.2026 / 09:41 CET/CEST
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Zweite CSRD-Berichtssaison: Mehr Pragmatismus und Stakeholderorientierung  Hamburg, 25. Juni 2026 – Im zweiten Jahr der CSRD-Berichtspflicht gewinnt die Berichtspraxis an Reife: Der Durchschnitt berichteter Impacts, Risks and Opportunities (IROs) fĂ€llt im Vergleich zum Vorjahr geringer aus, wĂ€hrend Umfang und Anzahl berichteter Nachhaltigkeitsthemen im Schnitt stabil bleiben. Zugleich nutzen Unternehmen vermehrt SpielrĂ€ume fĂŒr mehr Pragmatismus und Leserfreundlichkeit. Das zeigt die Untersuchung „Die CSRD-Berichterstattung im zweiten Jahr: Ein Vergleich“ von Kirchhoff Consult, die die NachhaltigkeitserklĂ€rungen in 202 testierten Berichten aus 21 LĂ€ndern und 11 verschiedenen Sektoren analysiert. „Die zweite Berichtssaison zeigt, dass Unternehmen die CSRD nicht mehr nur als Compliance-Pflicht begreifen, sondern zunehmend als strategisches Kommunikationsinstrument. Offenbar stellen sich immer mehr Unternehmen die Frage, fĂŒr wen die gesammelten Informationen eigentlich relevant sind und wie der Bericht entsprechend adressatengerecht gestaltet werden kann." – Julian von Pressentin, Director ESG/Sustainability, Kirchhoff Consult. Trends: Drei Entwicklungen prĂ€gen das zweite Berichtsjahr Die Zusammenfassung des Sustainability Statements: Immer mehr Unternehmen stellen ihrem ESRS-Bericht eine eigenstĂ€ndige Zusammenfassung voran – mit Kennzahlen-Dashboard, IRO-Übersicht und den wichtigsten Kernbotschaften. Ziel ist es, den Bericht fĂŒr ein breiteres Publikum zugĂ€nglich zu machen und einen schnellen Einstieg zu ermöglichen. Wesentlichkeit als Strukturprinzip: Wesentlichkeit wird nicht mehr nur als Auswahlkriterium fĂŒr Themen verstanden, sondern zunehmend auch als Ordnungsprinzip fĂŒr die Kapitelstruktur und den Berichtsumfang. Zentralisierung der Richtlinien: Inhaltlich verwandte Angaben werden zunehmend gebĂŒndelt, um den Bericht strukturell zu straffen. Repetitive Richtlinienbeschreibungen innerhalb der Themenkapitel stellen eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr Berichtsumfang und Lesbarkeit dar. Einige Unternehmen nutzen zentrale Richtlinien-Übersichten im allgemeinen Kapitel (ESRS 2) oder kapitelweise Steckbriefe, um Redundanzen zu vermeiden. Sie konnten damit den Textumfang ihrer Berichte deutlich reduzieren. „Wir beobachten, dass sich Best Practices herausbilden – etwa bei der Darstellung von IROs in Tabellen oder bei der EinfĂŒhrung vorangestellter Berichtszusammenfassungen. Unternehmen, die jetzt in Struktur und Adressatenorientierung investieren, werden langfristig von einer höheren Relevanz ihrer Berichte profitieren." – Liz Gacon, Junior Consultant ESG/Sustainability, Kirchhoff Consult IROs: Mehr PrĂ€zision, weniger Übertreibung Die durchschnittliche Anzahl wesentlicher IROs sank von 46 im Vorjahr auf nun 40, der Median liegt bei 35. Besonders auffĂ€llig ist die Reduktion positiver Impacts – ein Hinweis auf eine zunehmend kritische und realistische Auseinandersetzung mit dem Begriff sowie eine Orientierung an den kĂŒnftig gĂŒltigen Amended ESRS. Der Normbereich liegt bei 20 bis 60 IROs. Rund 99 Prozent der Unternehmen stellen ihre IROs in tabellarischen Übersichten dar – eine inzwischen etablierte Praxis. Wesentlichkeitsanalyse: Klimawandel, Belegschaft und Governance im Fokus Unternehmen identifizieren im Durchschnitt sieben wesentliche Nachhaltigkeitsthemen – identisch zum Vorjahr. Rund 72 Prozent der untersuchten Unternehmen haben ihre Anzahl wesentlicher Themen beibehalten. 15 Prozent berichten ĂŒber mehr Themen, 13 Prozent ĂŒber weniger – wobei bei Erhöhungen in der Regel nur ein Thema hinzukam aber bei Streichungen gleich mehrere entfernt wurden. Die sogenannte „Dreifaltigkeit" der Nachhaltigkeitsberichterstattung – E1 (Klimawandel), S1 (Eigene Belegschaft) und G1 (UnternehmensfĂŒhrung) – gilt bei nahezu allen Unternehmen als wesentlich. Berichtsumfang: Deutsche Berichte weiterhin lĂ€nger als europĂ€ischer Durchschnitt Der durchschnittliche Umfang eines CSRD-Berichts liegt bei 134 Seiten (Vorjahr: 128 Seiten). Die Spannbreite liegt bei 44 bis 348 Seiten (Vorjahr: 39 bis 355 Seiten). Dabei zeigen sich nationale Unterschiede: Deutsche Berichte sind im Schnitt 9 Prozent umfangreicher als der europĂ€ische Durchschnitt– im Vorjahr fiel dieser Unterschied mit rund 24 Prozent noch deutlich stĂ€rker aus. Gleichzeitig gibt es ein Nord-SĂŒd-GefĂ€lle: NordeuropĂ€ische Unternehmen berichten deutlich kompakter als sĂŒdeuropĂ€ische. 63 Prozent der Unternehmen haben ihren Berichtsumfang im Vergleich zum Vorjahr kaum verĂ€ndert. 19 Prozent haben ihren Bericht ausgebaut, 18 Prozent haben ihn zum Teil erheblich gekĂŒrzt – in einem Fall um bis zu 55 Prozent. "Uns ist aufgefallen, dass einem in SĂŒdeuropa die umfangreichsten Berichte begegnen. Im Norden Europas beobachten wir dagegen vermehrt einen pragmatischen Ansatz mit geringen BerichtsumfĂ€ngen." – Tori Weißenborn, Consultant ESG/Sustainability, Kirchhoff Consult Alle Ergebnisse dieser Untersuchung sind als Whitepaper hier abrufbar: Whitepaper | CSRD-Berichterstattung im zweiten Jahr   Über Kirchoff Consult Kirchhoff Consult ist mit ĂŒber 70 Mitarbeitenden eine fĂŒhrende Kommunikations- und Strategieberatung fĂŒr Finanzkommunikation und Nachhaltigkeit im deutschsprachigen Raum. Seit mehr als 30 Jahren berĂ€t Kirchhoff Kunden in allen Fragen der Finanz- und Unternehmenskommunikation, GeschĂ€fts- und Nachhaltigkeitsberichten, beim Börsengang, im Bereich der Investor Relations sowie der ESG- und Nachhaltigkeitskommunikation. ‘Designing Sustainable Value’: Kirchhoff verbindet inhaltliche Kompetenz mit exzellentem Design und schafft damit nachhaltig Werte. Kirchhoff Consult ist Mitglied im TEAM FARNER, einer europĂ€ischen Allianz von partnergefĂŒhrten Agenturen. Gemeinsames Ziel: der Aufbau des europĂ€ischen MarktfĂŒhrers fĂŒr integrierte Kommunikationsberatung. Erfahren Sie mehr auf: kirchhoff.de. KONTAKT Janina Schumann
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